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Registrierungsdatum: 28. Juni 2017

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1

Montag, 9. Juli 2018, 15:52

Erkenntnisse zum VAR

http://www.faz.net/aktuell/wissen/geist-soziales/wahrnehmung-und-psychologie-wie-der-schiri-entscheidet-15668029.html


Die Zeitlupe zeigt, was auf dem Fußballplatz wirklich passiert ist – sollte man meinen. Doch psychologische Erkenntnisse lassen ernsthaft daran zweifeln. Dafür gibt es einen einfach Grund.


... „Wenn wir etwas verlangsamt sehen, gehen wir unbewusst davon aus, dass es auch langsam abläuft“, erklärt Stephan Schwan, stellvertretender Leiter des Leibniz-Instituts für Wissensmedien in Tübingen. Und das hat nicht nur auf dem Fußballplatz Konsequenzen, wie amerikanische Forscher vor zwei Jahren zeigten. Sie führten Versuchspersonen die Aufnahmen von einem Raubüberfall entweder in Realgeschwindigkeit oder in Zeitlupe vor. Wer nur die Slow-Motion-Sicht kannte, plädierte mit einer viermal größeren Wahrscheinlichkeit für das Urteil Mord. Bei einem langsamer ablaufenden Ereignis nehme man automatisch an, dass dem Akteur mehr Zeit zum Nachdenken bleibt, erklärt der Wahrnehmungspsychologe. Die Folge: Bei einem Handspiel, Foul oder Tötungsdelikt wird viel schneller Absicht unterstellt und die härtere Strafe gewählt.
...Das heißt nicht, dass ein Videobeweis dem Schiedsrichter nicht helfen kann. Bei Fragen wie Abseits, Aus, Ecke und bei Spielsituationen mit mehreren Beteiligten, das hat Spitz in einer Vorläuferstudie gezeigt, hat er durchaus seinen Nutzen. Also in Momenten, in denen vor allem die Geschwindigkeit der Szene oder ihre Unübersichtlichkeit das Urteil erschweren. Oder bei Fällen wie dem Hoffenheimer Phantomtor vor fünf Jahren. Durch ein Loch im Außennetz hatte Leverkusens Stürmer Stefan Kießling ins Tor getroffen.
In der Theorie sind Theorie und Praxis eins. In der Praxis nicht! :fcfc:

Prognose ersetzt Zufall durch Irrtum!


Warum sachlich bleiben, wenn es auch persönlich geht?
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2

Montag, 9. Juli 2018, 15:55

http://www.faz.net/aktuell/sport/fussball-wm/aerger-um-videobeweis-bei-vorrunden-finale-der-wm-2018-15660197.html


Jetzt sorgt der Videobeweis auch bei der WM für Ärger

FEHLER WIE IN BUNDESLIGA

Kaum hatte die Fifa den Tag vor dem Abend gelobt, wurden die unschönen Erinnerungen an die Bundesliga-Dauerdebatte wach. War die WM-Premiere des Videobeweises an den ersten Spieltagen überraschend gut gelaufen und nur selten für Zoff verantwortlich, ging der Stresstest zu Beginn der entscheidenden Vorrundenphase schief. Die Schiedsrichter-Teams verloren die klare Linie der ersten eineinhalb Wochen – der in Deutschland bestens bekannte Ärger hatte endgültig die WM-Bühne erreicht.

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3

Montag, 9. Juli 2018, 16:01

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/debatten/wm-kolumne-videobeweis-ohne-beweiskraft-15680942.html


Beweis ohne Beweiskraft

Es wird so getan, als verbesserte der Videobeweis die Entscheidungen der Schiedsrichter. Tatsächlich vermehrt er sie nur.

Das Foul des Belgiers
Vincent Kompany am brasilianischen Stürmer Gabriel Jesus war wichtig. Denn es
hat noch einmal demonstriert, was es mit dem Einsatz von Filmbildern bei der
Entscheidungsfindung im Fußball auf sich hat. Der sogenannte Videobeweis beweist
nämlich gar nichts, selbst wenn er das Offenkundige vor Augen führt. Er belegt
nur, welchen Irrtum wir begehen, wenn wir glauben, nicht mit Irrtümern leben zu
müssen.
Kompany hatte seinen Mannschaftskameraden aus Manchester im Strafraum rechts vom Tor nahe der
Auslinie geradezu abgeräumt. Dass Jesus da schon nicht mehr an den Ball kommen
konnte, war unerheblich. Fouls im Strafraum führen zu Elfmetern, auch wenn
keine Torchance mit ihnen verbunden ist. Wäre das Foul allerdings erfolgt, als
der Ball schon im Aus war, hätte es, dem Regelwerk zufolge, für den Belgier
schlimmstenfalls eine Gelbe oder Rote Karte geben können. Da der Ball aber noch
nicht im Aus war, das Spiel also noch lief, wäre ein Strafstoß zwingend
gewesen.
In der Theorie sind Theorie und Praxis eins. In der Praxis nicht! :fcfc:

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