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Monday, July 30th 2018, 11:28pm

Und wie nennt man es eigentlich wenn Vater Müller seiner Tochter verbietet Kontakt mit dem Sohn von Fam. Meier zu haben, weil der in seiner Firma nur den Müllmann gibt?

Da ist die Fam. Meier doch glatt ihrer besten Waffe beraubt ?

Nicht jede Ablehnung, nicht jede Form vom Mißerfolg, nicht jede Niederlage in der Vita eines Menschen ist rassistisch bedingt - den Eindruck muss man aber langsam bekommen. Es war dann die Herkunft, die Religion, das Geschlecht, die Körpergröße oder das Gewicht.

In jedem Fall war es diskreminierend und hatte nichts mit dem persönlichen Verhalten oder der Qualifikation zu tun.
__________________________________________________________________

Wenn der Mut dich verlässt, gehst du halt alleine weiter
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  • This post has been edited 1 times, last edit by "Bürgersteig" (Jul 30th 2018, 11:29pm)

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Monday, July 30th 2018, 11:33pm

Und wie nennt man es eigentlich wenn Vater Müller seiner Tochter verbietet Kontakt mit dem Sohn von Fam. Meier zu haben, weil der in seiner Firma nur den Müllmann gibt?

Da ist die Fam. Meier doch glatt ihrer besten Waffe beraubt ?

Nicht jede Ablehnung, nicht jede Form vom Mißerfolg, nicht jede Niederlage in der Vita eines Menschen ist rassistisch bedingt - den Eindruck muss man aber langsam bekommen. Es war dann die Herkunft, die Religion, das Geschlecht, die Körpergröße oder das Gewicht.

In jedem Fall war es diskreminierend und hatte nichts mit dem persönlichen Verhalten oder der Qualifikation zu tun.

Du pauschalisierst etwas zu viel, finde ich.
Und dass man „den Eindruck so langsam bekommen muss“ ist so ein subjektives Empfinden, für das es keine Belege gibt.
Ebenso eine Annahme, dass jeder Misserfolg (oder zumindest die Mehrheit) mit Rassismus begründet wird.

Ich persönlich finde übrigens im von mir kopierten Artikel deutlich mehr klare rassistische Erfahrungen als nicht.
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Monday, July 30th 2018, 11:41pm

Und wie nennt man es eigentlich wenn Vater Müller seiner Tochter verbietet Kontakt mit dem Sohn von Fam. Meier zu haben, weil der in seiner Firma nur den Müllmann gibt?

Da ist die Fam. Meier doch glatt ihrer besten Waffe beraubt ?

Nicht jede Ablehnung, nicht jede Form vom Mißerfolg, nicht jede Niederlage in der Vita eines Menschen ist rassistisch bedingt - den Eindruck muss man aber langsam bekommen. Es war dann die Herkunft, die Religion, das Geschlecht, die Körpergröße oder das Gewicht.

In jedem Fall war es diskreminierend und hatte nichts mit dem persönlichen Verhalten oder der Qualifikation zu tun.

Du pauschalisierst etwas zu viel, finde ich.
Und dass man „den Eindruck so langsam bekommen muss“ ist so ein subjektives Empfinden, für das es keine Belege gibt.
Ebenso eine Annahme, dass jeder Misserfolg (oder zumindest die Mehrheit) mit Rassismus begründet wird.

Ich persönlich finde übrigens im von mir kopierten Artikel deutlich mehr klare rassistische Erfahrungen als nicht.


Ja verdammte Axt, der von dir zitierte Text ist ebenso subjektiv wie mein Text. Er pauschalisiert genauso. Er pauschalisiert in genau dem Maße, als das man den Eindruck unendlichem Rassismus von Links und Rechts bekommen muss.

Ich bin raus aus der Nummer - das war mein letzter Beitrag.

Ein Satz noch zum Abschluss.

Wieviel Spiele hat Özil in Deutschland gemacht? Länderspiele wie Vereinsspiele ? Wie oft wurde er ( ZU RECHT ) gefeiert ? Wie oft hat er von den Fans seinen Namen im Stadion gehört ? Wie oft hat er "Heldengeschichten" in der Presse über sich lesen dürfen ? Scheinbar alles geschenkt. Die Rassisten jubeln ja nur bei einem Sieg.

Özil ist ein MIMI - ein Mädchen. Nein, das Mädchen nehme ich zurück, das wäre diskreminierend.

Özil ist Anhänger eines türkischen Diktators.

Feierabend.
__________________________________________________________________

Wenn der Mut dich verlässt, gehst du halt alleine weiter
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Monday, July 30th 2018, 11:45pm

@Bürgersteig
Ich weiß zu Özil nichts neues zu sagen.

Der Text ist zwar subjektiv, aber nicht komplett pauschalisierend. Das sollte man schon anmerken.

Gute Nacht
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Caligula

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Monday, July 30th 2018, 11:55pm

Ich wurde mit einem Neger und Jim Knopf groß, es gab Negerküsse und Zigeunerschnitzel, und es gab für mich in meiner Jugend nicht einen Augenblick, wo ich auch nur einen Moment darüber nachgedacht hätte, dass damit Menschen gemeint wären, oder diese dadurch beleidigt sein könnten. Ich kann dies selbst heute schwer nachvollziehen, weil Worte wie Neger oder Zigeuner nur im Ohr des Rassisten ein Schimpfwort sein können.
Jeder soll sprechen (und denken) können was und wie er möchte, und sei es in den Ohren anderer noch so ungeheuerlich. Das muss in einer freien Gesellschaft möglich sein.
Was ich lediglich einwerfen möchte - Menschen, Zeiten, Sichtweisen und Sprache sind nicht unveränderlich.
Es spricht nichts dagegen Worte, die früher "normal" waren, und vielleicht ohne negativen Hintergedanken genutzt wurden, heutzutage zu meiden. Bricht sich doch keine einen Zacken aus der Krone, auch mal ein paar Worte aus seinem Sprachschatz zu verbannen. Wenn viele "Zigeuner" ein Problem damit haben "Zigeuner" genannt zu werden, dann benutze ich das Wort halt nicht. Mir bricht dadurch kein Zacken aus der Krone.

Davon mal ganz abgesehen:

Umschreibungen und somit Worte wie z.B. "Neger" sind doch total irrelevant um einen Menschen zu umschreiben. OK, wenn man bei der Polizei eine Personenbeschreibung abgeben muss, sind solche Äußerlichkeiten vielleicht wichtig (Täterbeschreibung: Nordischer Typ, Blond, 1,70, riesige Hupen, Knackarsch Birnenform), aber warum trägt man in seinem Sammelbeutel voller Alltagswörter sowas überhaupt herum?

2018:
"Dort drüben ist mein Kollege Peter."
"Wer von denen ist es?"
"Der Dritte von links".

1970:

"Dort drüben ist mein Kollege Peter."
"Wer von denen ist es?"
"Der Neger."
### Ich weiß nicht immer wovon ich rede, aber ich weiß, dass ich Recht habe ###
### Zeuge Chihis ### Poldi, santo subito ###
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Sanne

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Tuesday, July 31st 2018, 12:13am

@Bürgersteig
Ich weiß zu Özil nichts neues zu sagen.

Der Text ist zwar subjektiv, aber nicht komplett pauschalisierend. Das sollte man schon anmerken.

Gute Nacht
Sorry, mein lieber smokie, aber das sehe ich etwas anders. Wir hauen uns hier seit Tagen, Berichte, Artikel, Meinungen um die Ohren. Und ALLE (Berichte, Artikel und Meinungen) pauschalisieren auf ihrer eigenen Art, irgendwie.
Was war denn z.B. nach den Vorkommnissen an Silvester, da war der Aufschrei ob der Vorkommnisse groß. Zunächst einmal sollte verhindert werden, dass die Presse über das tatsächliche Ausmaß an diesem Abend in der stattgefundenen Dimension überhaupt berichtet. Was davon übrig geblieben ist, heute, ist so viel wie "Massenhysterie", ist nicht alles so schlimm gewesen, wie es dargestellt wurde, sprechen wir bloß nicht aus, was so alles schief läuft, halten wir doch bloß die Klappe oder eine Armlänge Abstand, wir haben ja ein Problem mit unserer Vergangenheit.

Finde ich scheiße. Jetzt kommt ein dreiteiliges Statement von einem privilegierten, ehemaligen Nationalspieler und das Entsetzen ist weltweit groß. Findest du den Fehler, passt nicht. Auf meinen Bezug auf die NSU Prozesse gehst du gar nicht ein.
Wenn du anderen "Pauschalisierung" vorwirfst, bezogen auf einen Artikel (oder auch Meinung) von tausenden, was tust du dann?
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Sanne

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Tuesday, July 31st 2018, 12:31am

Und wie nennt man es eigentlich wenn Vater Müller seiner Tochter verbietet Kontakt mit dem Sohn von Fam. Meier zu haben, weil der in seiner Firma nur den Müllmann gibt?

Da ist die Fam. Meier doch glatt ihrer besten Waffe beraubt ?

Nicht jede Ablehnung, nicht jede Form vom Mißerfolg, nicht jede Niederlage in der Vita eines Menschen ist rassistisch bedingt - den Eindruck muss man aber langsam bekommen. Es war dann die Herkunft, die Religion, das Geschlecht, die Körpergröße oder das Gewicht.

In jedem Fall war es diskreminierend und hatte nichts mit dem persönlichen Verhalten oder der Qualifikation zu tun.

Du pauschalisierst etwas zu viel, finde ich.
Und dass man „den Eindruck so langsam bekommen muss“ ist so ein subjektives Empfinden, für das es keine Belege gibt.
Ebenso eine Annahme, dass jeder Misserfolg (oder zumindest die Mehrheit) mit Rassismus begründet wird.

Ich persönlich finde übrigens im von mir kopierten Artikel deutlich mehr klare rassistische Erfahrungen als nicht.


Ja verdammte Axt, der von dir zitierte Text ist ebenso subjektiv wie mein Text. Er pauschalisiert genauso. Er pauschalisiert in genau dem Maße, als das man den Eindruck unendlichem Rassismus von Links und Rechts bekommen muss.

Ich bin raus aus der Nummer - das war mein letzter Beitrag.

Ein Satz noch zum Abschluss.

Wieviel Spiele hat Özil in Deutschland gemacht? Länderspiele wie Vereinsspiele ? Wie oft wurde er ( ZU RECHT ) gefeiert ? Wie oft hat er von den Fans seinen Namen im Stadion gehört ? Wie oft hat er "Heldengeschichten" in der Presse über sich lesen dürfen ? Scheinbar alles geschenkt. Die Rassisten jubeln ja nur bei einem Sieg.

Özil ist ein MIMI - ein Mädchen. Nein, das Mädchen nehme ich zurück, das wäre diskreminierend.

Özil ist Anhänger eines türkischen Diktators.

Feierabend.
Na, da hast du ja gerade noch die Kurve gekriegt ... ;)
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Tuesday, July 31st 2018, 12:52am

@Sanne
Um mal den NSU-Prozess vorweg zu nehmen: Das war mir dann einfach zu komplex, da dieses Thema eigentlich einen ganzen Thread füllen sollte. Ich mache es mal kurz: Der Prozess war in der Hauptsache ein Strafprozess gegen Beate Tschäpe.
Wer sich hier dringend nötige Aufklärung für die Hinterbliebenen erhofft hat, ist einem großen Trugschluss erlegen. Es war von Anfang an völlig klar, dass es nur um die Schuld/Unschuld der Angeklagten geht bzw. sogar nur gehen kann.
Alles andere wie Aufklärung der ganzen Fehler, die in der NSU-Zeit von Behörden gemacht wurden usw. ist ein KOMPLETT anderes Thema, was nicht in einem Strafprozess gegen Personen gehört.
Hört sich Scheisse an, is aber leider so.

Sylvester in Köln ist wieder was anderes. Hier war es ZUNÄCHST richtig, nicht alles einfach mal rauszuhauen, ohne es komplett zu analysieren. Beispielsweise, ob wir es bei den Tätern in der Mehrzahl mit gerade angekommenen Flüchtlingen zu tun hatten oder ob auch eine große Anzahl Migranten mit deutschem Pass, Ausländer, die schon Jahrzehnte hier leben oder „Bio-Deutsche“ dabei waren. Sowas ist nämlich nicht nur statistisch wichtig, sondern auch für das öffentliche Meinungsbild.
Die öffentliche Kommunikation der Vorgehensweise war natürlich eine Katastrophe, ebenso die mittel- bis langfristige Aufarbeitung, besonders im Hinblick auf die Opfer.

Dass Özils Rücktritt weltweit (ich finde eher europaweit) Wellen geschlagen, ist richtig und liegt für mich darin begründet, dass er eben Fußballer ist. Aber: Die „Welle“ ist schon jetzt ganz schön abgeflaut. Warum? Aus meiner Sicht, weil von sehr vielen Memschen sehr sachlich und differenziert mit seinen Twitter-Meldungen umgegangen wurde. Im Übrigen teilweise derart sachlich, das hätte ich mir auch nach den Erdogan-Fotos gewünscht.

Zu „Bürgi und mir“:
Ich finde, dass mein eingestellter Kommentar mehr persönliche Erfahrungen enthält als Pauschalisierungen.
Und MIR missfällt es zutiefst, wenn ich Sätze lese wie „so langsam muss man den Eindruck bekommen“....den „man“ muss überhaupt nichts! Das ist für mich wie nach 9/11, als dieses „bald ist der Terror auch bei uns“ und 17 Jahre und ein Dutzend Anschläge später mit einem Bruchteil an Opfern fühlen sich diese Leute dann so, als hätten sie es damals genau so vorhergesagt. „Bald“ ist ja dehnbar....
Kann sein, dass ich da etwas dünnhäutig reagiert habe, aber das ist für mich halt so ein AfD-Slang, den ich nicht mag. Für MICH und ohne etwas gegen Bürgi als Person zu haben. Nochmal: Diese mehrheitliche Opferrolle sehe ich nicht. Ich weiß nichtmal, ob es daran liegt, dass ich die falsche Presse lese oder die falschen Migranten kenne; ich weiß halt schlicht und ergreifend nicht, woher man solche Behauptungen nehmen kann.

So, ich hoffe, ich bin jetzt auf alles eingegangen. Ich liege todmüde im Bett und wollte eigentlich nicht mehr antworten, aber der NSU-„Vorwurf“ hat mich dann doch nochmal angefixt. Ich hoffe, ich bereue das morgen früh nicht.....
Und bitte nicht meine Sachlichkeit in den ersten beiden Passagen allzu eng sehen, ich bin sowohl Diskussions-, als auch Informations-technisch ziemlich „durch“ mit den beiden Themen.
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Sanne

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Tuesday, July 31st 2018, 2:04am

@Sanne
Um mal den NSU-Prozess vorweg zu nehmen: Das war mir dann einfach zu komplex, da dieses Thema eigentlich einen ganzen Thread füllen sollte. Ich mache es mal kurz: Der Prozess war in der Hauptsache ein Strafprozess gegen Beate Tschäpe.
Wer sich hier dringend nötige Aufklärung für die Hinterbliebenen erhofft hat, ist einem großen Trugschluss erlegen. Es war von Anfang an völlig klar, dass es nur um die Schuld/Unschuld der Angeklagten geht bzw. sogar nur gehen kann.
Alles andere wie Aufklärung der ganzen Fehler, die in der NSU-Zeit von Behörden gemacht wurden usw. ist ein KOMPLETT anderes Thema, was nicht in einem Strafprozess gegen Personen gehört.
Hört sich Scheisse an, is aber leider so.

Sylvester in Köln ist wieder was anderes. Hier war es ZUNÄCHST richtig, nicht alles einfach mal rauszuhauen, ohne es komplett zu analysieren. Beispielsweise, ob wir es bei den Tätern in der Mehrzahl mit gerade angekommenen Flüchtlingen zu tun hatten oder ob auch eine große Anzahl Migranten mit deutschem Pass, Ausländer, die schon Jahrzehnte hier leben oder „Bio-Deutsche“ dabei waren. Sowas ist nämlich nicht nur statistisch wichtig, sondern auch für das öffentliche Meinungsbild.
Die öffentliche Kommunikation der Vorgehensweise war natürlich eine Katastrophe, ebenso die mittel- bis langfristige Aufarbeitung, besonders im Hinblick auf die Opfer.

Dass Özils Rücktritt weltweit (ich finde eher europaweit) Wellen geschlagen, ist richtig und liegt für mich darin begründet, dass er eben Fußballer ist. Aber: Die „Welle“ ist schon jetzt ganz schön abgeflaut. Warum? Aus meiner Sicht, weil von sehr vielen Memschen sehr sachlich und differenziert mit seinen Twitter-Meldungen umgegangen wurde. Im Übrigen teilweise derart sachlich, das hätte ich mir auch nach den Erdogan-Fotos gewünscht.

Zu „Bürgi und mir“:
Ich finde, dass mein eingestellter Kommentar mehr persönliche Erfahrungen enthält als Pauschalisierungen.
Und MIR missfällt es zutiefst, wenn ich Sätze lese wie „so langsam muss man den Eindruck bekommen“....den „man“ muss überhaupt nichts! Das ist für mich wie nach 9/11, als dieses „bald ist der Terror auch bei uns“ und 17 Jahre und ein Dutzend Anschläge später mit einem Bruchteil an Opfern fühlen sich diese Leute dann so, als hätten sie es damals genau so vorhergesagt. „Bald“ ist ja dehnbar....
Kann sein, dass ich da etwas dünnhäutig reagiert habe, aber das ist für mich halt so ein AfD-Slang, den ich nicht mag. Für MICH und ohne etwas gegen Bürgi als Person zu haben. Nochmal: Diese mehrheitliche Opferrolle sehe ich nicht. Ich weiß nichtmal, ob es daran liegt, dass ich die falsche Presse lese oder die falschen Migranten kenne; ich weiß halt schlicht und ergreifend nicht, woher man solche Behauptungen nehmen kann.

So, ich hoffe, ich bin jetzt auf alles eingegangen. Ich liege todmüde im Bett und wollte eigentlich nicht mehr antworten, aber der NSU-„Vorwurf“ hat mich dann doch nochmal angefixt. Ich hoffe, ich bereue das morgen früh nicht.....
Und bitte nicht meine Sachlichkeit in den ersten beiden Passagen allzu eng sehen, ich bin sowohl Diskussions-, als auch Informations-technisch ziemlich „durch“ mit den beiden Themen.
Mein allerliebster smokie :D du musst morgen nichts bereuen und schön, dass du doch noch geantwortet hast, obwohl du doch schon todmüde im Bett liegst. ;)
Die Hitze in Köln lässt mich allerdings irgendwie nicht müde werden, daher antworte ich dir heute noch kurz.

Mein Verweis auf den NSU Prozess hast du anscheinend rein sachlich verstanden. Ich wollt hier nicht auf den "Prozess" aufmerksam machen, sondern auf das Geschehene. Rassismus in seiner übelsten Form. Weiter war es mir wichtig, aufgrund des ausgestrahlten Berichts durch arte, die Art und Weise des Umgangs mit dem Thema aus Sicht der Betroffenen zu erwähnen. Du wirst zugeben, dass die Beweggründe und Äußerungen des Herrn Özil dagegen beschämend sind. Das war meine Intention.

Und, ob jetzt die dadurch ausgelöste Welle eine europaweite oder weltweite (die Türkei gehört zu einem großen Teil jedenfalls nicht zu Europa :rolleyes: :D )war, war jetzt auch nicht unbedingt der Hauptsatz, den ich mit meiner Äußerung darstellen wollte. Und nein, ich finde eben nicht, dass mit den Twitter Meldungen sachlich und differenziert umgegangen wird, das kann man nachlesen oder sich auch zusätzlich von Menschen, die die türkische Sprache beherrschen, übersetzen lassen. Dann würdest du sicher auch den Umgang mit den Erdogan Fotos anders sehen. Da wurden nicht mehrheitlich "die Deutschen" mit verletzt, frag mal meine Freundin Hatice oder Kurden oder die in der Türkei festgesetzten und eingesperrten "Terroristen".
Ach, noch zu Silvester, dass die "Nachrichtenblockade" wie du sie nennst, tatsächlich aus Gründen der "falschen Meinungsbildung" erfolgen sollte, ist mir schon klar, macht diese aber um so verwerflicher. Es gab an diesem Silvesterabend übrigens in mehreren deutschen Städten dieses "Phänomen". Wenn du es für Akzeptabel hältst, dass ein Staat erst mal Nachrichten zurück hält, um mit seiner durchgeführten Politik nicht in die Kritik zu geraten, bitte, kannst du so halten. Seltsam, geht es um die, die in diesem Staat einen Integrationshintergrund haben oder aber um einen ersuchen, wird plötzlich mit zweierlei Maß gemessen. Da sind dann die tatsächlichen Opfer erst mal zweitrangig.


Und zu deinem letzten Absatz, bezüglich deiner Diskussion mit Bürgi kann ich nur entgegen: so wie dir Sätze, wie "so langsam muß man den Eindruck bekommen"... und "ist wie nach 9/11" usw. gehen mir die immer wieder geäußerten Sätze wie "... Deutschland ist ja bekannt, der Rassismus existiert schon immer, nimmt jedoch deutlich zu" usw.


Ist ja klar smokie, was sind wir denn mittlerweile, ein Einwanderungsland, die Vielzahl der "Nationalitäten" nimmt zu. Wir sind nicht mehr nur das "Gastarbeiterland" aus den 60ern, da gibt es unterschiedliche Meinungen und Probleme auf allen Seiten. Das ist aber, wie es Bürgersteig schon erwähnte, in ganz vielen Ländern dieser Erde so und kein Alleinstellungsmerkmal von Deutschland.


Zum Schluß, ich weiß ja, dass du dich mittlerweile schon in den tiefsten Träumen befindest, möchte ich noch erwähnen, dass ich es erschreckend finde, wie du mir ja heute Abend erklärt hast, dass der Hype um die los getretene Rassismusdebatte lediglich darauf zurück zu führen ist, dass Özil ein Fußballspieler ist. Anscheinend ja kein unbedeutener. Welch verrückte Welt....... :weihnachten: ;)
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2,950

Tuesday, July 31st 2018, 2:06am

Ich bin auf einem christlichen Internat 9 1/2 Jahre
sozialisiert worden. Zur Belegschaft gehörten von Anfang an auch Jugendliche
mit Migrationshintergrund. Die kamen aus allen Ländern dieser Erde, nicht alle
gleichzeitig aber jeder Kontinent war mindestens einmal vertreten. Ich habe nie
erlebt, dass die Mädels und Jungs nicht stolz auf ihre Herkunft waren. Vielleicht
lag es am christlichen Wertefundament, mir kam öfter der Gedanke, ich würde
umgekehrten Rassismus erleben. Offensichtlicher Migrationshintergrund
verbesserte die Bewertung der Leistungen, wurde nur von Schwangerschaft bei der
Benotung getoppt. Oberster Joker, die Eltern waren Nachbarn des Lehrers.

Das Perser nicht für Araber gehalten werden wollen, habe ich
von Persern gelernt. Im Streit hat man Perser dann gerne als Araber betitelt,
weil man wusste, dass trifft. Der Angegriffenen hat sich verbal genauso
munitioniert. Zwei Perser untereinander beschimpften sich gegenseitig als Araber, lustigerweise auf deutsch.
Ging es gegen Deutsche kam fast immer die Nazikeule. Mit Rassist hat sich
keiner aufgehalten, denn es bestand die Gefahr, selber als solcher enttarnt zu
werden.

Nur weil jemand selber zu einer Minderheit in einer
Gesellschaft gehört, bedeutet das nicht automatisch kein Rassist zu sein. Manche
junge türkische Männer, die nur eine türkische Jungfrau als eigenes Eheweib akzeptieren,
leben öffentlich ihren Sexismus rassistisch aus. Deutsche Mädchen gelten
weniger und werden häufig als Sexualobjekt benutzt. Es gibt Viertel, da ist
oberstes Gebot, leg dich nicht mit den Türken an. Deutsche halten sich in der
Regel an die Regel, andere Migranten nicht zwingend. Kroaten, Russen, Araber,
Kurden und einige andere Ethnien lassen sich von, ich hol meine Brüder, nicht
schrecken. Ist das rassistisch oder Beschreibung der Realität?

Das Fatima mit Jürgen bei Ihren Eltern vorstellig werden
kann, ist in Deutschland 2018 nicht die Regel. Bis in die 80er wäre es wohl
auch umgekehrt sehr schwierig geworden. Die deutsche Gesellschaft ist seither
deutlich liberaler geworden. Nicht alle Eltern eines Jürgen nehmen Fatima mit
offenen Armen auf, bei denen hätte es aber auch eine Lisa schwer.

Yussuf Poulsen hatte sich letzte Woche dahingehend geäußert,
dass es wichtig ist, die Unterscheidung zu treffen, ob es sich um Rassismus
oder „nur“ um Schimpfwörter handelt. Ich
finde dies einen bemerkenswerten Gedanken.

Bei jeder meiner Reisen wurde ich gefragt, woher ich komme. Die
Frage nach der Herkunft zeugt für mich auch zuerst von einem Interesse an der
Person. Ich frage auch Menschen ohne erkennbaren Migrationshintergrund woher
sie stammen. Manche verraten sich über ihre Sprache, manche über ihren Namen. Sächsisch
kennt jeder, trotzdem wird gefragt woher die Person kommt. Aus Sachsen! Ja, das hört man, aber von wo
dort genau? Wo ist das rassistisch?

Nehmen wir an, ich nähere mich einer attraktiven Frau, von
der ich vermute, dass sie aus einem anderen ethnischen Kulturkreis stammt. Ich
frage sie die schlimme Frage: Wo kommst Du her? Sie antwortet: Uuus Nippes. Das
ist ein Wink mit dem Lattenzaun, den ich verstehen würde. Sollte es sich
ergeben, dass es zwischen uns matched, würde die Frage nach ihrem Ursprung
später ganz sicher auf natürliche Art beantwortet werden. Nationalität bedeutet
eben auch kulturelle Zugehörigkeit und machte eine erste Einschätzung seines
Gegenübers leichter. Es ist eine Frage der Umstände und der Dauer der
Beziehung, ob ich den persönlichen Kern eines Menschen erkennen kann. Manchmal
fehlt auch einfach die Zeit oder die Lust, sich mit dem anderen intensiv auseinanderzusetzen.
Wenn ich weiß, dass ein Moslem auf meinem Fest auftaucht, kredenze ich nicht
nur Schweinefleisch. Sollte er es trotzdem essen, habe ich damit auch kein
Problem.

Die vielbeschriebenen Polizeikontrollen gegen Migranten, nerven
sicherlich jeden unbescholtenen Bürger mit Migrationshintergrund. Das ist für
mich nachvollziehbar. Der Vergleich mit Polizeigewalt gegen Farbige in den USA
hinkt jedoch gewaltig. Wer weiß wie Schnee mit Rastalocken, in einem alten Fahrzeug über die
holländische Grenze fährt, wird kontrolliert. In jedem Fall häufiger, als Oma
Lisbeth. Weil der Zöllner eben schon mehrfach Erfolg bei der Kontrolle von
Rastafari hatte und weniger häufig bei Oma.

Dass die Bundespolizei am Kölner HBF Sylvester 2017 Erfahrungen
aus 2016 umgesetzt hat, wurde auch als rassistisch gegeißelt. Ich würde zu
gerne wissen, ob diejenigen diese These auch den betroffenen Frauen persönlich
überbringen würden. Die empfohlene Armlänge Abstand war die Kölner
Kapitulation.

In der marokkanischen Gemeinde in Düsseldorf waren es die
seit Jahren in der Stadt verwurzelten Migranten, die sich über ihre, unter dem
Deckmantel des Asylantrages in Düsseldorf aufhaltenden, Landsleute beschwerten.
Die sicherten sich ihren Lebensunterhalt auf kriminelle Weise, und schadeten dem
Ansehen der marokkanischen Gemeinde. Ist das rassistisch, wenn Marokkaner kriminelle
Marokkaner abschieben wollen?

Wer auf der Schinkenstrasse illegale Drogen erwerben will, sucht
sich keinen Spanier. Am Ebertplatz hält man mit diesem Ansinnen auch nicht nach
dem typischen Robert Ausschau. Ist das rassistisch?

Jedes Vorurteil mit Rassismus gleichzusetzen macht uns alle
zu Rassisten. Für mich gehört zu einem Rassisten zwingend die „böse“ Ansicht,
andere abzuwerten und sich selbst zu erhöhen. Dass ist bei dem von Smokie
eingestellten Artikel zum Thema „Alltags-Rassismus“, in vielen Beispielen nicht
der Fall. Das Ranking der Nationalitäten erweckt den Eindruck, es gäbe eine organisierte
Abstufung von Rassismus, gegenüber den verschiedenen Ethnien. Länder haben ein
eignes Image, manche klingen wie das Paradies, manche wie das Gegenteil. Mit
der Realität hat das Image nur am Rande etwas gemein.

Das sich die deutsche Öffentlichkeit mit dem Thema Rassismus
prominent auseinandersetzt, ist doch ein Beleg für das Gegenteil. Gibt es eine
ähnlich differenzierte Diskussion im Land des Größten aller Demokraten?

Das Özil gerade dieses Schlagwort benutzt hat, war ein
gelungener Schachzug. Kritik an seinem Wahlkampfauftritt mit Erdogan wird mit
Rassismus assoziiert und lenkt so die Aufmerksamkeit auf die Verfehlungen der
deutschen Mehrheitsgesellschaft. Selbst intelligente Menschen sind dieser
Argumentationstaktik auf den Leim gegangen.

Das Treiben Erdogans hat die Freundschaft der Deutschen mit den
türkischstämmigen Mitbürgern massiv beschädigt. Das war so von Erdogan gewollt,
weil es seiner Ideologie entspricht und es ihm auch praktisch nützt. Özil war sein willfähriger Handlanger.

Dieser Riss wird nicht in Tagen zugeschüttet, es wird Jahre
kosten. Solange Erdogan die Türkei sultaniert, wird es keine Besserung geben. Das Erdogan vor der Ablösung steht
sehe ich kurz- und mittelfristig nicht.

Die interessantere Frage lautet: Was können/sollten wir machen, um
die Spaltung zu verkleinern?
In der Theorie sind Theorie und Praxis eins. In der Praxis nicht! :fcfc:

Viel Feind, viel Ehr
:thumbsup:


Warum sachlich bleiben, wenn es auch persönlich geht?
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HoherNorden

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Tuesday, July 31st 2018, 11:14am

Ich bin auf einem christlichen Internat 9 1/2 Jahre
sozialisiert worden. Zur Belegschaft gehörten von Anfang an auch Jugendliche
mit Migrationshintergrund. Die kamen aus allen Ländern dieser Erde, nicht alle
gleichzeitig aber jeder Kontinent war mindestens einmal vertreten. Ich habe nie
erlebt, dass die Mädels und Jungs nicht stolz auf ihre Herkunft waren. Vielleicht
lag es am christlichen Wertefundament, mir kam öfter der Gedanke, ich würde
umgekehrten Rassismus erleben. Offensichtlicher Migrationshintergrund
verbesserte die Bewertung der Leistungen, wurde nur von Schwangerschaft bei der
Benotung getoppt. Oberster Joker, die Eltern waren Nachbarn des Lehrers.

Das Perser nicht für Araber gehalten werden wollen, habe ich
von Persern gelernt. Im Streit hat man Perser dann gerne als Araber betitelt,
weil man wusste, dass trifft. Der Angegriffenen hat sich verbal genauso
munitioniert. Zwei Perser untereinander beschimpften sich gegenseitig als Araber, lustigerweise auf deutsch.
Ging es gegen Deutsche kam fast immer die Nazikeule. Mit Rassist hat sich
keiner aufgehalten, denn es bestand die Gefahr, selber als solcher enttarnt zu
werden.

Nur weil jemand selber zu einer Minderheit in einer
Gesellschaft gehört, bedeutet das nicht automatisch kein Rassist zu sein. Manche
junge türkische Männer, die nur eine türkische Jungfrau als eigenes Eheweib akzeptieren,
leben öffentlich ihren Sexismus rassistisch aus. Deutsche Mädchen gelten
weniger und werden häufig als Sexualobjekt benutzt. Es gibt Viertel, da ist
oberstes Gebot, leg dich nicht mit den Türken an. Deutsche halten sich in der
Regel an die Regel, andere Migranten nicht zwingend. Kroaten, Russen, Araber,
Kurden und einige andere Ethnien lassen sich von, ich hol meine Brüder, nicht
schrecken. Ist das rassistisch oder Beschreibung der Realität?

Das Fatima mit Jürgen bei Ihren Eltern vorstellig werden
kann, ist in Deutschland 2018 nicht die Regel. Bis in die 80er wäre es wohl
auch umgekehrt sehr schwierig geworden. Die deutsche Gesellschaft ist seither
deutlich liberaler geworden. Nicht alle Eltern eines Jürgen nehmen Fatima mit
offenen Armen auf, bei denen hätte es aber auch eine Lisa schwer.

Yussuf Poulsen hatte sich letzte Woche dahingehend geäußert,
dass es wichtig ist, die Unterscheidung zu treffen, ob es sich um Rassismus
oder „nur“ um Schimpfwörter handelt. Ich
finde dies einen bemerkenswerten Gedanken.

Bei jeder meiner Reisen wurde ich gefragt, woher ich komme. Die
Frage nach der Herkunft zeugt für mich auch zuerst von einem Interesse an der
Person. Ich frage auch Menschen ohne erkennbaren Migrationshintergrund woher
sie stammen. Manche verraten sich über ihre Sprache, manche über ihren Namen. Sächsisch
kennt jeder, trotzdem wird gefragt woher die Person kommt. Aus Sachsen! Ja, das hört man, aber von wo
dort genau? Wo ist das rassistisch?

Nehmen wir an, ich nähere mich einer attraktiven Frau, von
der ich vermute, dass sie aus einem anderen ethnischen Kulturkreis stammt. Ich
frage sie die schlimme Frage: Wo kommst Du her? Sie antwortet: Uuus Nippes. Das
ist ein Wink mit dem Lattenzaun, den ich verstehen würde. Sollte es sich
ergeben, dass es zwischen uns matched, würde die Frage nach ihrem Ursprung
später ganz sicher auf natürliche Art beantwortet werden. Nationalität bedeutet
eben auch kulturelle Zugehörigkeit und machte eine erste Einschätzung seines
Gegenübers leichter. Es ist eine Frage der Umstände und der Dauer der
Beziehung, ob ich den persönlichen Kern eines Menschen erkennen kann. Manchmal
fehlt auch einfach die Zeit oder die Lust, sich mit dem anderen intensiv auseinanderzusetzen.
Wenn ich weiß, dass ein Moslem auf meinem Fest auftaucht, kredenze ich nicht
nur Schweinefleisch. Sollte er es trotzdem essen, habe ich damit auch kein
Problem.

Die vielbeschriebenen Polizeikontrollen gegen Migranten, nerven
sicherlich jeden unbescholtenen Bürger mit Migrationshintergrund. Das ist für
mich nachvollziehbar. Der Vergleich mit Polizeigewalt gegen Farbige in den USA
hinkt jedoch gewaltig. Wer weiß wie Schnee mit Rastalocken, in einem alten Fahrzeug über die
holländische Grenze fährt, wird kontrolliert. In jedem Fall häufiger, als Oma
Lisbeth. Weil der Zöllner eben schon mehrfach Erfolg bei der Kontrolle von
Rastafari hatte und weniger häufig bei Oma.

Dass die Bundespolizei am Kölner HBF Sylvester 2017 Erfahrungen
aus 2016 umgesetzt hat, wurde auch als rassistisch gegeißelt. Ich würde zu
gerne wissen, ob diejenigen diese These auch den betroffenen Frauen persönlich
überbringen würden. Die empfohlene Armlänge Abstand war die Kölner
Kapitulation.

In der marokkanischen Gemeinde in Düsseldorf waren es die
seit Jahren in der Stadt verwurzelten Migranten, die sich über ihre, unter dem
Deckmantel des Asylantrages in Düsseldorf aufhaltenden, Landsleute beschwerten.
Die sicherten sich ihren Lebensunterhalt auf kriminelle Weise, und schadeten dem
Ansehen der marokkanischen Gemeinde. Ist das rassistisch, wenn Marokkaner kriminelle
Marokkaner abschieben wollen?

Wer auf der Schinkenstrasse illegale Drogen erwerben will, sucht
sich keinen Spanier. Am Ebertplatz hält man mit diesem Ansinnen auch nicht nach
dem typischen Robert Ausschau. Ist das rassistisch?

Jedes Vorurteil mit Rassismus gleichzusetzen macht uns alle
zu Rassisten. Für mich gehört zu einem Rassisten zwingend die „böse“ Ansicht,
andere abzuwerten und sich selbst zu erhöhen. Dass ist bei dem von Smokie
eingestellten Artikel zum Thema „Alltags-Rassismus“, in vielen Beispielen nicht
der Fall. Das Ranking der Nationalitäten erweckt den Eindruck, es gäbe eine organisierte
Abstufung von Rassismus, gegenüber den verschiedenen Ethnien. Länder haben ein
eignes Image, manche klingen wie das Paradies, manche wie das Gegenteil. Mit
der Realität hat das Image nur am Rande etwas gemein.

Das sich die deutsche Öffentlichkeit mit dem Thema Rassismus
prominent auseinandersetzt, ist doch ein Beleg für das Gegenteil. Gibt es eine
ähnlich differenzierte Diskussion im Land des Größten aller Demokraten?

Das Özil gerade dieses Schlagwort benutzt hat, war ein
gelungener Schachzug. Kritik an seinem Wahlkampfauftritt mit Erdogan wird mit
Rassismus assoziiert und lenkt so die Aufmerksamkeit auf die Verfehlungen der
deutschen Mehrheitsgesellschaft. Selbst intelligente Menschen sind dieser
Argumentationstaktik auf den Leim gegangen.

Das Treiben Erdogans hat die Freundschaft der Deutschen mit den
türkischstämmigen Mitbürgern massiv beschädigt. Das war so von Erdogan gewollt,
weil es seiner Ideologie entspricht und es ihm auch praktisch nützt. Özil war sein willfähriger Handlanger.

Dieser Riss wird nicht in Tagen zugeschüttet, es wird Jahre
kosten. Solange Erdogan die Türkei sultaniert, wird es keine Besserung geben. Das Erdogan vor der Ablösung steht
sehe ich kurz- und mittelfristig nicht.

Die interessantere Frage lautet: Was können/sollten wir machen, um
die Spaltung zu verkleinern?
DANKE !
No risk - no fun :P
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Tuesday, July 31st 2018, 12:43pm

Nach DFB- und Löw-Kritik:
ARD kickt Philipp Lahm als TV-Experte raus


Die ARD plant keine weiteren Einsätze von Ex-Fußballprofi Philipp Lahm als TV-Experte. Reagiert damit der Sender auf die öffentliche Kritik an Bundestrainer Löw nach dem miserablen Abschneiden der DFB-Auswahl bei der Weltmeisterschaft in Russland? Der Vertrag mit dem ehemaligen Nationalmannschafts-Kapitän ist ausgelaufen und soll nach Informationen der DPA nicht erneuert werden. Hingegen soll Thomas Hitzelsperger auch zukünftig für die ARD arbeiten. Der als ARD-Experte eingesetzte Ex-Profi hatte seine deutliche Kritik am DFB und auch an Löw im sozialen Netzwerk LinkedIn und nicht bei einer Sendung im Ersten geäußert.

Quelle: https://www.tag24.de/nachrichten/dfb-loe…y-berlin-712116

Ich werde Lahm nicht vermissen. ^^
Beierlorzer: "Ich will dem FC einen aktiven Stil verpassen. Das soll reichen." Kommentar des Express zu dieser Aussage: Dieser Optimismus, er wirkt ansteckend.
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Tuesday, July 31st 2018, 12:49pm

Ich auch nicht. Aber wenn DAS der Kündigungsgrund war, hat es schon was lächerliches. Schmeißt das ZDF dann jetzt auch den Olli raus? DEN würd ich nämlich schon etwas vermissen ;)
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Tuesday, July 31st 2018, 1:48pm

Ich bin auf einem christlichen Internat [...]
sozialisiert worden.

Ist das nicht irgendwo ein Widerspruch?

Quoted

Offensichtlicher Migrationshintergrund
verbesserte die Bewertung der Leistungen, wurde nur von Schwangerschaft bei der
Benotung getoppt.

Na, das waren ja schöne Zustände in Eurem christl. Internat.

Quoted

Das Fatima mit Jürgen bei Ihren Eltern vorstellig werden
kann, ist in Deutschland 2018 nicht die Regel.

Schon deshalb nicht, weil 2018 der Jürgen wahlweise Lukas, Leon, Finn oder - bei besseren Verhältnissen - auch schonmal Frédéric heißt.
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Tuesday, July 31st 2018, 1:49pm

Aber im Ernst, das ist ein extrem guter Beitrag, Ron, wieder einmal! Auch von mir herzlichen Dank für diese Anregungen. Ich habe auch schon oft gedacht, daß es neben dem zersetzenden, offensiv herabsetzenden diesen eher unaufgeregten, bisweilen fast schon spielerischen Umgang mit ethnischer oder nationaler Herkunft gibt. Neulich habe ich ein Buch über die Verknappung der Jugendsprache gelesen, die Autorin nennt es "Kurzdeutsch", wenn Präpositionen und Artikel weggelassen werden, wie zum Beispiel in "Ich fahr´ Schweiz" oder "Fragst du Lehrer". In diesem Buch gab es seitenweise Beispiele von Alltags-Dialogen in Kurzdeutsch, in denen deutsche und türkischstämmige Jugendliche sich gegenseitig und auch untereinander (!), also auch türkischstämmige untereinander, gefoppt bis beleidgt haben.

Ritualisierte Beleidigungen gehören, so die Linguistin, zum ganz normalen Repertoire der Jugendsprache, und zwar nicht erst seit Neuestem. In jüngster Zeit fliessen nur viel mehr ethnische oder nationale Komponenten in die oft beinahe wertschätzend gemeinten Beleidigungsorgien unter Freunden ein. "Kartoffelfresse" oder "Weißbrot" offenbar zum Beispiel.

Auch wurde mir durch dieses Büchlein klar, daß es zumindest auf Schulen in Vierteln mit hoher Migrantendichte ganz normal ist, daß die deutschen Jugendlichen sehr viel Türkisch verstehen. Nicht unbedingt auch selbst sprechen, aber mühelos verstehen können. Weiter führt die Autorin aus, daß die Verknappung der Jugendsprache um Artikel und Präpositionen ein Phänomen darstellt, welches sich einerseits aus dem sog. "Stadtdeutsch" herleitet, andererseits aber glasklar auch mit der türkischen Sprache zu tun hat, die die Genusmarkierung (also den Hinweis auf das grammtische Geschlecht) bspw. offensichtlich ins Substantiv integriert und keine vorgestellten Artikel kennt.

Das Türkische ist also enorm wirkungsmächtig innerhalb der gegenwärtigen Jugendsprache, und zwar so sehr, daß offenbar auch recht viele deutsche Erwachsene diese kurzdeutschen Varianten übernhemen. Manchmal denke ich, man sollte die Rassismusdebatte mal unter Jugendlichen einer Gesamtschule diskutieren lassen und nicht unter akademischen Weißbroten um die 35, 40, 50. Die Debatte würde vermutl. recht knapp ausfallen und darauf hinauslaufen, daß kaum jemand sieht, wo das Problem ist.

Ich kann mich im eigenen Bekanntenkreis an Fälle erinnern, bei denen türkischstämmige Jugendliche von deutschen in die Mangel genommen wurden, und als man (ihre Eltern) sie hinterher fragten, ob das nicht rassistisch war, meinten die Jungs mit dem blauen Auge nur: "Hä, wieso rassistisch, da war ja auch der Malik dabei, das sind einfach Spastis..."

Es geht mir sicher nicht darum, echten Rassismus zu verharmlosen, ich glaube, die meisten hier erinnern sich noch an Flüchtlings-Debatten, die wir vor ca. zwei Jahren hatten und welche Position ich da regelmäßig bezog. Da bin ich auch jetzt noch, und ich glaube, das kann man auch von Bürgi, Sanne und Ron und etlichen anderen hier sagen.

Der Punkt, dessentwegen ich mich heute anders einzubringen versuche, hängt mit einer extrem gefährlichen Tendenz zusammen, die ich zu erkennen glaube. Der Tendenz nämlich, sich in vielen möglichen Lebenslagen als Opfer zu positionieren. Und zwar, um sich dadurch bestimmte Vorteile zu verschaffen. In den USA vermeiden viele Männer es seit mehr als einem Jahrzehnt, mit einer Frau allein in einen Fahrstuhl zu steigen. Die "MeToo-Debatte", die wichtig ist und unerläßlich, ist an ihren Rändern dabei, in ein reines Machtausübungsinstrument verwandelt zu werden. Es ist so einfach, eine Beschuldigung abzusetzen, und so schwer, sie loszuwerden.

Der Sänger der Band Tool wurde vor Kurzem anonym im Netz der Vergewaltigung beschuldigt. So weit ich weiß, gab es bis heute keine konkrete, personalisierte Anzeige. Ich weiß aus meiner Arbeit und von meiner besten Freundin, die Ärztin ist, daß es bestimmte psychische Störungsbilder gibt, bei ndenen der Mißbrauchsvorwurf geradezu zum erwartbaren Repertoire der offensiven und defensiven Verteidigungsstrategien dazugehört. Durch starke mediale Präsenz in Filmen*, Serien, Talk-Shows, Blogs werden solche Vorwurfsstrategien zum Paradigma, an dem sich auch nicht klinisch gestörte Personen bedienen können. (*Es gibt allerdings auch einen Film, ich glaube mit Michael Madsen, der die Schrecken des zu Unrecht Angeklagten krass vor Augen führt)

Welch´ ein Hohn, wenn man das mit der Situation in den 50er Jahren vergleicht, in der ein Kind oder eine Jugendliche , die tatsächlich schwersten Mißbrauch erfahren haben, aber denen niemand zugehört hat, weil es "das" nicht geben durfte und es totgeschwiegen wurde, als man noch von Mami geschlagen wurde, wenn man gesagt hat: Papa hat mich angefasst. Das gibt es leider auch noch heute, sogar sehr oft, daß gerade Mütter sich zu Komplizinnenn des Mißbrauchs machen. Dennoch ist vieles anders. Heute darf es "sowas" geben, mehr noch, bestimmte Feind- und Rollenbilder werden dadurch sehr bequem bedient. Wenn ich z.B. eine Alice Schwarzer öffentlich und lautstark in Angelegenheiten herumhüpfen sehe, die sie überhaupt nicht abschließend beurteilen kann, weil sie nicht dabeigewesen ist, als das fragliche Delikt geschah, wird mir schlecht. Und zwar nicht deshalb, weil ich weiß, daß Herr Kachelmann unschuldig ist, sondern weil Frau Schwarzer nicht wissen kann, daß er schuldig ist: Weil es ihr nur zu gut in den Kram passen würde, wenn so einer, ein kleiner Macho mit anzüglichem Unterton, schuldig wäre. Weil sie sich das gut vorstellen kann. Wo kommen wir hin, wenn alles möglich und schließlich real wird, nur weil jemand sich das vorstellen kann?

Und - deshalb erwähne ich das alles - ähnlich scheint es mir auch bei der ggw. Özil-Debatte zu sein. Sie passt in die "Man hat mir Unrecht getan"-Kultur, die wir seit geraumer Zeit sehr pflegen. Auf sehr vielen Ebenen. Und wer nun sagt: "Ich glaube schon, daß es in Deutschland viele Rassismus gibt, deswegen ist es wichtig, daß das jetzt von Özil angesprochen wurde", der begibt sich schon ein wenig auf die Ebene von Alice Schwarzer. Frau Schwarzer hat recht, wenn sie Frauen, die mißhandelt wurden, schützen möchte. Sie hat unrecht, wenn sie glaubt, daß das so leicht zu entscheiden ist, welche Frau mißhandelt wurde. Diejenigen, die auf Rassismus in Deutschland hinweisen, haben recht, daß sie das tun. Es ist jedoch fatal, das anläßlich einer solch´ durchsichtige "MeToo"-Gegenangriffsstrategie wie der von Özil und seinen Beratern zu tun.

Damit verändert man die Gesellschaft und ihre Diskurse ein Stück weit - und zwar in Richtung Diffusion und Angreifbarkeit durch Opferrollenstrategen. Letztlich wird das bis in die medizinische Begutachtung und Rechtssprechung reichen, die sich seit längerer Zeit eines neurowissenschaftlich grundierten Abgesangs des freien Willens befleissigt und alles und jeden in irgendeiner Form zu entschuldigen versucht: "Er/sie konnte ja nicht anders."

Das ist bereits so sehr in das kollektive Unterbewußtsein (falls es so etwas geben sollte) gedrungen, daß viele automatisch sagen: "Ja, der Özil, wenn der in Deutschland so rassistisch angegangen wird, ist das ja kein Wunder, daß der sich an Erdogan hängt. Das muß man verstehen". Muß man das?
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Tuesday, July 31st 2018, 1:50pm

Ich glaube, die Hemmschwelle wird immer, immer niedriger, andere zu eigenen Zwecken zu diskreditieren, zu denunzieren und insgesamt: andere für die eigene Situation verantwortlich zu machen. Es sind immer die anderen. Das ist der bequemste Weg, wenn, ja wenn man kein allzu gut ausgebildetes Gewissen hat und nicht daran glaubt, daß man auch anders hätte handeln können, als man gehandelt hat, handelt und handeln wird. Wenn man - mit einem Wort - sich vom Menschenbild des für sich selbst und alle seine Lebensäußerungen selbst verantwortlichen Menschen verabschiedet hat. Und das haben heute, wie ich glaube, ziemlich, ziemlich viele Menschen.

Der Philosoph Marcus Gabriel schreibt in seinem Buch "Ich ist nicht Gehirn":

Quoted

Die Frage, wer oder was das ominöse Ich eigentlich ist, zeigt sich also nicht nur als fachphilosophisch, sondern letztlich auch als politisch bedeutsam, und sie betrifft jeden von uns auf einer ganz alltäglichen Ebene. Etwa, wenn es heißt, daß Liebe eigentlich identisch mit einem bestimmten "Neurococktail" ist oder daß unser Bindungsverhalten auf graue prähistorische Zeiten zurückzuführen ist, in denen unsere evolutionären Vorfahren die uns heute noch bestimmenden Verhaltensmuster einübten.

Dahinter verbergen sich meines Erachtens Entlastungsphantasien. Es ist eben auch ganz schön lästig, frei zu sein und damit zu rechnen, daß die anderen auch frei sind. Man hätte gerne, dass einem Entscheidungen abgenommen werden... [...]


Und der Psychiater und Biologe Joachim Bauer schreibt in seinem Buch "Selbststeuerung":

Quoted

Ironischerweise hat eine Einflussnahme auf die Überzeugungen, die Menschen zur Frage des freien Willens haben, reale Auswirkungen auf das Verhalten der Betroffenen. [...] Personen, denen man erfolgreich suggeriert, dass es so etwas wie einen freien Willen tatsächlich gar nicht gebe, lassen nachfolgend eine deutlich reduzierte Selbstkontrolle erkennen und verhalten sich, falls sie die Möglichkeit dazu haben, deutlich unmoralischer. [...]

Nicht an die Existenz eines freien Willens zu glauben, macht offenbar locker, kann für das menschliche Zusammenleben aber unangenehme oder gar gefährliche Folgen haben. [...] In einem [...] amüsanten Experiment mixten Probanden einen Cocktail für Gäste, über die mitgeteilt wurde, dass sie keine scharfen Drinks mögen. Die Probanden konnten bei der Zubereitung [...] auch eine scharfe Salsa-Sauce verwenden. Verglichen mit der Kontrollgruppe derer, die an einen freinen Willen glaubten, mischten die von seiner Nichtexistenz überzeugten Testpersonen ihren Gästen die doppelte Menge Salsa-Sauce in die Drinks. [...]

Welchen von zwei Narkoseärzten würden Sie in Kenntnis der Konsequenzen, die sich aus der Einstellung zum freien Willen ergeben könnten, wählen: den, der von der Existenz des freien Willens überzeugt ist, oder den, der das [i]nicht
ist?[/i]
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Tuesday, July 31st 2018, 2:45pm

Ich bin auf einem christlichen Internat [...]
sozialisiert worden.

Ist das nicht irgendwo ein Widerspruch?

Quoted

Offensichtlicher Migrationshintergrund
verbesserte die Bewertung der Leistungen, wurde nur von Schwangerschaft bei der
Benotung getoppt.

Na, das waren ja schöne Zustände in Eurem christl. Internat.

Quoted

Das Fatima mit Jürgen bei Ihren Eltern vorstellig werden
kann, ist in Deutschland 2018 nicht die Regel.

Schon deshalb nicht, weil 2018 der Jürgen wahlweise Lukas, Leon, Finn oder - bei besseren Verhältnissen - auch schonmal Frédéric heißt.
Nur zur besseren Klarstellung: War eine evangelische Einrichtung und über griffiges Verhalten des Personals gab es nicht. Ein Widerspruch habe ich noch nicht erkennen können.
Die Schwangerschaft die mir vor dem geistigen Auge schwebte, stammte nicht aus dem Internat, sie war von einem der umliegenden Dörfer. Trotzdem waren die Zustände schön.
Ob Fatima (ihren) Horst, Karl- Gustav oder Lukas vorstellt ist weniger des Pudels Kern. :thumbsup:
In der Theorie sind Theorie und Praxis eins. In der Praxis nicht! :fcfc:

Viel Feind, viel Ehr
:thumbsup:


Warum sachlich bleiben, wenn es auch persönlich geht?
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Tuesday, July 31st 2018, 2:46pm

@Sanne
Naja, sonein bisschen habe ich mich schon geärgert, weil ich dich ja eben doch an vielen Punkten missverstanden habe, was heute morgen anders ausgesehen hätte. Ich finde aber gerade nicht die Zeit für eine überlegte Antwort zu diesem komplexen Thema, das kommt im Laufe der Woche

@Ron
Klasse Beitrag :thumbsup:
Werde ich die Tage ebenfalls noch aufgreifen

@Graf
Ich kann mir wirklich nicht vorstellen, dass du Michael Madsen meinst. Ehrlich gesagt musste ich sogar ziemlich lachen :grins:
Ich kann mich irren, aber ich GLAUBE du meintest „Die Jagd“ mit Mats Mikkelsen?! Ein erschreckender Film ums Thema angebliche/mögliche Kindesmisshandlung und die hässlichen Begleiterscheinungen für alle Protagonisten beider Seiten.
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Tuesday, July 31st 2018, 2:48pm

@Ron
Also eine(n) Fatima Horst findet man auch maximal aufm Dorf :rofl: :rofl:

Sorry, ich wollte es nicht ins Lächerliche ziehen :winken:
(In Verbundenheit unter Protestanten ;) )
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Tuesday, July 31st 2018, 3:52pm


...
Es geht mir sicher nicht darum, echten Rassismus zu verharmlosen, ich glaube, die meisten hier erinnern sich noch an Flüchtlings-Debatten, die wir vor ca. zwei Jahren hatten und welche Position ich da regelmäßig bezog. Da bin ich auch jetzt noch, und ich glaube, das kann man auch von Bürgi, Sanne und Ron und etlichen anderen hier sagen.
...
Ich hatte damals ganz sicher ne andere Meinung als Du und ein paar Andere, ich war aber auch der Rassist oder viel öfter noch der Nazi. Dabei gibt es doch einen gewissen Unterschied, ob ich Menschen an der Grenze kontrolliere oder auch abweise, oder ob ich sie zum Vergasen unter die Dusche schicke.

Was ich meine ist, man muss nicht gleich mit dem Vorschlaghammer argumentieren, was aber aber in Zeiten des Internet ganz groß in Mode gekommen ist. Wenn es mal wieder den/die Falschen getroffen hat, schreibt man halt nix mehr. Frag bei Frau Schwarzer nach, oder einfach bei der ARD. Von mir aus auch bei Mesut Özil, dem armen Opfer. Am Ende schaden sie mehr als sie nützen, diese elenden Selbstdarsteller. Gilt für mich auch bezüglich me-too. Könnte ja den Richtigen treffen und wenn nicht, auch egal. Am Ende sind die wirklich Betroffenen die, denen man nicht glaubt.

Keine Ahnung, wie ich jetzt die Kurve zum Rassismus kriegen soll. Ich kenne keine türkische Frau, die einen Deutschen geheiratet hat. Wahrscheinlich gibt es welche, so Quotenfrauen fürs gute Gewissen. Jedenfalls kenne ich keine, was haben die nur gegen die deutschen Männer, ist das auch schon ein Zeichen von Rassismus oder nicht? Oder wie der Adolf-Verschnitt die Kurden behandelt und dafür hier von zwei Dritteln der Wahlberechtigten gewählt wird. Darf ich da den armen von Rassisten untergebutterten Türken überhaupt einen Vorwurf machen? Ich weiß es nicht.

Es ist alles das Internet schuld. Hier dürfen sogar die Dummen lesen und schreiben (Für mich ein Segen!). Und die Wissenden können sich öffentlich ihren Anti-Rassismus gegenseitig bescheinigen. Ist wie Fernsehen, nur mehr Programme und man darf selber mitspielen. Großartig.
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