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Date of registration: Jun 15th 2015

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Monday, September 24th 2018, 8:51pm

So kompliziert ist der Fußball nu auch nicht. Man braucht gute Spieler, egal für welches System. Der FC hat ab 2016 nur noch Unsinn verpflichtet und dann hatten sie den Salat. Ja, Stöger ist Fünfter geworden mit ungefähr der gleichen Menge Glück wie Pech im folgenden Jahr, als er noch 3 Punkte geholt hat. Mit Cordoba für Modeste, um mal ein Beispiel zu nennen.
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Westerwald-Jupp

Intermediate

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142

Monday, September 24th 2018, 10:50pm

So kompliziert ist der Fußball nu auch nicht. Man braucht gute Spieler, egal für welches System. Der FC hat ab 2016 nur noch Unsinn verpflichtet und dann hatten sie den Salat. Ja, Stöger ist Fünfter geworden mit ungefähr der gleichen Menge Glück wie Pech im folgenden Jahr, als er noch 3 Punkte geholt hat. Mit Cordoba für Modeste, um mal ein Beispiel zu nennen.
So sieht's aus! Mein alter Mentor sagte vor 30 Jahren am Ende meines Studiums mal zu mir (er meinte es allerdings nicht auf den Fußball bezogen, aber ich finde es passt aber auch da): "Mit guten Leuten funktioniert jedes System." Und im Umkehrschluss......

Gruß aus dem Westerwald!
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Monday, September 24th 2018, 11:41pm


Wie bitte??? :schuetteln:

Das war Kick&Rush vom Feinsten weil wir kein MF hatten was zum Spielaufbau beitragen konnte!
Das wird einfach nicht richtiger, wenn man es ständig wiederholt.

Das Stöger-System bestand u.a. aus eng stehenden Viererreihen, dem weitgehenden Verzicht auf allzu hohes Anlaufen, Spielaufbau über die 6 und schnellem Umschalten vornehmlich über die offensiven Außen. Funktioniert hat das defensiv so gut, weil die Abstände zwischen den Ketten so gewählt waren, dass der komplette Verbund kompakt war. Und offensiv zum einen wegen Ujah/Modeste in der Form ihres Lebens und Risse/Bittencourt, die während der Erfolgszeit verletzungsfrei waren und konstant ordentlich bis gut spielten. Die Flanken, die in den gegnerischen Strafraum segelten, waren vor allem von Risse immer wieder sensationell gut getimet und hatten nichts, aber auch gar nichts mit blind nach vorne dreschen zu tun.

Der Nachteil des Stögerschen Systems bestand darin, dass die Kompaktheit vor allem durch tief stehende Ketten erreicht wurde und bei eigenem Ballbesitz der Weg nach vorne dadurch lang war. Um den spielerisch auf dem Boden zu überbrücken fehlte das Personal. Für Halfar und Nagasawa war Liga 1 eine Nummer zu groß, Vogt und Lehmann waren/sind vor allem Abwehrspieler, Jajalo und Jojic wurden ihr Phlegma nicht los - und so musste Osako fachfremd ran. Das ZM/OM war Diaspora beim FC; was sollte der Pitter denn anderes tun, als so zu spielen, wie er nun mal gespielt hat?

Stöger hatte das gleiche Problem wie jetzt Anfang - die Balance zu finden. Nur eben von der anderen, "defensiven" Seite her denkend.
Das Beste was ich hier seit längerem gelesen habe :thumbup:
In der Theorie sind Theorie und Praxis eins. In der Praxis nicht! :fcfc:

Viel Feind, viel Ehr
:thumbsup:


Warum sachlich bleiben, wenn es auch persönlich geht?
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loddar

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Tuesday, September 25th 2018, 5:35am


Wie bitte??? :schuetteln:

Das war Kick&Rush vom Feinsten weil wir kein MF hatten was zum Spielaufbau beitragen konnte!
Das wird einfach nicht richtiger, wenn man es ständig wiederholt.

Das Stöger-System bestand u.a. aus eng stehenden Viererreihen, dem weitgehenden Verzicht auf allzu hohes Anlaufen, Spielaufbau über die 6 und schnellem Umschalten vornehmlich über die offensiven Außen. Funktioniert hat das defensiv so gut, weil die Abstände zwischen den Ketten so gewählt waren, dass der komplette Verbund kompakt war. Und offensiv zum einen wegen Ujah/Modeste in der Form ihres Lebens und Risse/Bittencourt, die während der Erfolgszeit verletzungsfrei waren und konstant ordentlich bis gut spielten. Die Flanken, die in den gegnerischen Strafraum segelten, waren vor allem von Risse immer wieder sensationell gut getimet und hatten nichts, aber auch gar nichts mit blind nach vorne dreschen zu tun.

Der Nachteil des Stögerschen Systems bestand darin, dass die Kompaktheit vor allem durch tief stehende Ketten erreicht wurde und bei eigenem Ballbesitz der Weg nach vorne dadurch lang war. Um den spielerisch auf dem Boden zu überbrücken fehlte das Personal. Für Halfar und Nagasawa war Liga 1 eine Nummer zu groß, Vogt und Lehmann waren/sind vor allem Abwehrspieler, Jajalo und Jojic wurden ihr Phlegma nicht los - und so musste Osako fachfremd ran. Das ZM/OM war Diaspora beim FC; was sollte der Pitter denn anderes tun, als so zu spielen, wie er nun mal gespielt hat?

Stöger hatte das gleiche Problem wie jetzt Anfang - die Balance zu finden. Nur eben von der anderen, "defensiven" Seite her denkend.
Das Beste was ich hier seit längerem gelesen habe :thumbup:
Dem kann ich mich nur anschliessen. Gute Analyse Machead!
„Wer deutlich spricht, riskiert verstanden zu werden."
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Sanne

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Tuesday, September 25th 2018, 8:33am


Wie bitte??? :schuetteln:

Das war Kick&Rush vom Feinsten weil wir kein MF hatten was zum Spielaufbau beitragen konnte!
Das wird einfach nicht richtiger, wenn man es ständig wiederholt.

Das Stöger-System bestand u.a. aus eng stehenden Viererreihen, dem weitgehenden Verzicht auf allzu hohes Anlaufen, Spielaufbau über die 6 und schnellem Umschalten vornehmlich über die offensiven Außen. Funktioniert hat das defensiv so gut, weil die Abstände zwischen den Ketten so gewählt waren, dass der komplette Verbund kompakt war. Und offensiv zum einen wegen Ujah/Modeste in der Form ihres Lebens und Risse/Bittencourt, die während der Erfolgszeit verletzungsfrei waren und konstant ordentlich bis gut spielten. Die Flanken, die in den gegnerischen Strafraum segelten, waren vor allem von Risse immer wieder sensationell gut getimet und hatten nichts, aber auch gar nichts mit blind nach vorne dreschen zu tun.

Der Nachteil des Stögerschen Systems bestand darin, dass die Kompaktheit vor allem durch tief stehende Ketten erreicht wurde und bei eigenem Ballbesitz der Weg nach vorne dadurch lang war. Um den spielerisch auf dem Boden zu überbrücken fehlte das Personal. Für Halfar und Nagasawa war Liga 1 eine Nummer zu groß, Vogt und Lehmann waren/sind vor allem Abwehrspieler, Jajalo und Jojic wurden ihr Phlegma nicht los - und so musste Osako fachfremd ran. Das ZM/OM war Diaspora beim FC; was sollte der Pitter denn anderes tun, als so zu spielen, wie er nun mal gespielt hat?

Stöger hatte das gleiche Problem wie jetzt Anfang - die Balance zu finden. Nur eben von der anderen, "defensiven" Seite her denkend.
Super, so einfach kann man Fußball erklären :thumbsup:
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Tuesday, September 25th 2018, 1:31pm

Mit dem Erklären wird der unansehnliche Fußball im Nachhinein auch nicht schöner. Soldo hat auch so spielen lassen und ist nicht abgestiegen. Wurde aber trotzdem entlassen und über den habe ich noch keine Lobeshymnen gelesen.
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Sanne

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Tuesday, September 25th 2018, 1:40pm

Mit dem Erklären wird der unansehnliche Fußball im Nachhinein auch nicht schöner. Soldo hat auch so spielen lassen und ist nicht abgestiegen. Wurde aber trotzdem entlassen und über den habe ich noch keine Lobeshymnen gelesen.
Das mag sein, aber Soldo hat sich als Trainer mit dem FC auch nicht für den Europapokal qualifiziert. Und wer weiß, ob wir, da wir ja schon alle sooooo alt sind, das jemals erneut erleben :fcfc:
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Tuesday, September 25th 2018, 2:16pm

Mit dem Erklären wird der unansehnliche Fußball im Nachhinein auch nicht schöner. Soldo hat auch so spielen lassen und ist nicht abgestiegen. Wurde aber trotzdem entlassen und über den habe ich noch keine Lobeshymnen gelesen.
Das mag sein, aber Soldo hat sich als Trainer mit dem FC auch nicht für den Europapokal qualifiziert. Und wer weiß, ob wir, da wir ja schon alle sooooo alt sind, das jemals erneut erleben :fcfc:


Also ich möchte eine EL-Quali mit direktem Abstieg nicht mehr erleben. :D
Beierlorzer: "Ich will dem FC einen aktiven Stil verpassen. Das soll reichen." Kommentar des Express zu dieser Aussage: Dieser Optimismus, er wirkt ansteckend.
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Sanne

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Tuesday, September 25th 2018, 2:25pm

Mit dem Erklären wird der unansehnliche Fußball im Nachhinein auch nicht schöner. Soldo hat auch so spielen lassen und ist nicht abgestiegen. Wurde aber trotzdem entlassen und über den habe ich noch keine Lobeshymnen gelesen.
Das mag sein, aber Soldo hat sich als Trainer mit dem FC auch nicht für den Europapokal qualifiziert. Und wer weiß, ob wir, da wir ja schon alle sooooo alt sind, das jemals erneut erleben :fcfc:


Also ich möchte eine EL-Quali mit direktem Abstieg nicht mehr erleben. :D
Huch, da hab ich doch jetzt glatt den Abstieg unter den Tisch gekehrt...... :huh: Aber, man kann nicht alles haben und wie man hier ja so lesen kann, sind wir FC Fans ja mittlerweile genügsam. ;)
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Tuesday, September 25th 2018, 2:28pm

Mit dem Erklären wird der unansehnliche Fußball im Nachhinein auch nicht schöner. Soldo hat auch so spielen lassen und ist nicht abgestiegen. Wurde aber trotzdem entlassen und über den habe ich noch keine Lobeshymnen gelesen.
Das mag sein, aber Soldo hat sich als Trainer mit dem FC auch nicht für den Europapokal qualifiziert. Und wer weiß, ob wir, da wir ja schon alle sooooo alt sind, das jemals erneut erleben :fcfc:
Soldo wurde ja auch entlassen, wie sollte er unter diesen Umständen noch in den Europapokal kommen? Immerhin hat er sich nicht für die 2. Liga qualifiziert.


Jedenfalls, als ich Kind war in den Zwanzigern haben die Italiener so gespielt und alle fanden das scheisse. Da hieß pressen auch noch früher drauf- oder rangehen. Vierer- und Fünferketten waren noch nicht erfunden. Also erfunden schon, aber den Begriff gab es nicht. Keine falsche 5,8,9 oder Zehn und der Torwart mußte die Bälle halten und nicht das Spiel eröffnen um Überzahl irgendwo im MF zu schaffen. Das schafften Flohe und Neumann irgendwie alleine, auch ohne Systemtrainer. Als Erwachsener kamen dann die Taktikfüchse und seitdem spielen wir hier den entsprechenden Fußball. Ich verstehe das oft nicht so ganz, was die da vorhaben. Ich sehe nur keinen schönen Fußball mehr. Also selten, sage ich mal. In Köln war Podolski der Letzte, der mir Spaß gemacht hat. Bis dann jemand ihm erklärt hat, was ein Systemspieler ist und was der alles zu tun und vor allem zu lassen hat. Von da an gings bergab.
Wenn mir also die Feinheiten des modern (Abwehr)-Spieles erklärt werden, dann lese ich das interessiert um dann festzustellen, dass es mich nicht interessiert. Als Stöger für sein grandioses und kompliziertes Defensivspiel die nötigen Spieler ausgingen, da wars vorbei mit der Herrlichkeit. Na ja, Platz Fünf, ok. Viel Glück und Modeste. Aber nicht die grandiose Defensive.
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Tuesday, September 25th 2018, 2:43pm

Alle FC-Taktikfreunde können bei spielverlagerung de (also da, wo die Taktiktafel zum Leben erwacht) nachlesen, wie Stöger, Ruthenbeck und Anfang spielen lassen bzw. ließen.

Stöger: https://spielverlagerung.de/2017/11/27/n…lag-fuer-koeln/

Ruthenbeck: https://spielverlagerung.de/2018/02/03/d…narrativgipfel/

Anfang: https://spielverlagerung.de/2018/02/03/d…narrativgipfel/

So schauts aus! Viel Spaß beim Vermehren und Verbreiten der gewonnenen Einsichten. :teuflisch:
Beierlorzer: "Ich will dem FC einen aktiven Stil verpassen. Das soll reichen." Kommentar des Express zu dieser Aussage: Dieser Optimismus, er wirkt ansteckend.
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Tuesday, September 25th 2018, 2:45pm

Noch was, ich hab gar nix gegen Stöger. Supertyp, man hat es am Nachfolger gesehen. Das Spiel in London und vor allem das ganze Drumherum war das beste, was ich beim FC in den letzen Jahren erlebt habe. Das haut sogar einen Greis wie mich vom Stuhl. Oder das letzte gute Spiel des FC gegen Mainz, das den Weg nach London erst möglich gemacht hat. Dafür steht der Name Stöger, egal wie destruktiv, ängstlich und langweilig ich die Spiele oft fand.
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Tuesday, September 25th 2018, 3:16pm

Noch was, ich hab gar nix gegen Stöger. Supertyp, man hat es am Nachfolger gesehen. Das Spiel in London und vor allem das ganze Drumherum war das beste, was ich beim FC in den letzen Jahren erlebt habe. Das haut sogar einen Greis wie mich vom Stuhl. Oder das letzte gute Spiel des FC gegen Mainz, das den Weg nach London erst möglich gemacht hat. Dafür steht der Name Stöger, egal wie destruktiv, ängstlich und langweilig ich die Spiele oft fand.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten meinerseits mit ihm, gings dann eigentlich ganz gut.
Fand auch die Verbindung Schmadtke/Stöger gut für uns!!!
Diese scheiterte dann an den Hormonen.
Dann schlussendlich dieser unsägliche Wechsel von rot-weiß nach gelb-schwarz hat alles zerstört auf emotionaler Ebene.
Manch einer mags für Kinderkram halten, aber dieser Darstellungswechsel innerhalb einiger Tage war u.a auch für Ewald Lienen ein no go.
So schnell hat bei mir noch nie einer Kredit verspielt.
Ich weiß noch das selbst meine Frau, eigentlich dsbzgl uninteressiert, es unmöglich fand.
Und deswegen is mir der Typ vollkommen schnuppe
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Tuesday, September 25th 2018, 3:22pm

Es war mir klar,dass sich die Stögerianer darüber beschweren wenn es um Kritik an seinem "System" geht.... :weihnachten:

Es ändert aber nichts daran,auch wenn man ihm ein "höchst kompliziertes Defensivspiel" andichten will!

Ja!

Wir haben im Vergleich zu heute unter Stöger weniger Gegentore kassiert,das besagt allein die Statistik aber den Fussball,den der hat "spielen" lassen war destruktiv und somit extrem unansehnlich!

Wenn der den Modeste nicht gehabt hätte,der im Gegensatz zu Cordoba weite Pässe von GANZ HINTEN anzunehmen weiss,dann wären wir schon viel früher so abgeschmiert wie wir danach logischerweise ohne Modeste abgeschmiert sind! :schuetteln:

Im Nachhinein wäre es besser gewesen wir hätten am letzten Spieltag der Eurosaison nicht so ein verdammtes Glück gehabt und wären somit auf Platz 8 gelandet....vielleich wären dann einigen eher ein Licht aufgegangen was wir qualitätstechnisch eigentlich dargestellt haben....
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  • This post has been edited 3 times, last edit by "dropkick murphy" (Sep 25th 2018, 3:28pm)

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Tuesday, September 25th 2018, 4:56pm

@drop
Dass zwischen deinem letzten und vorletzten Beitrag inhaltlich Welten liegen, ist dir hoffentlich klar. Wenn ja, ist alles in Ordnung :thumbsup:
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Methusalem

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Tuesday, September 25th 2018, 5:42pm

Wir haben kein Glück gehabt,sondern letztenendes viel Pech während der Saison.Diesen Ausspruch liesse ich nur gelten,wenn wir in der Championsleague gelandet wären.
Red-Bull schmeckt wie der Morgenurin eines zuckerkranken Gummibärchens.
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Quogeorge

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Tuesday, September 25th 2018, 6:14pm

Noch was, ich hab gar nix gegen Stöger. Supertyp, man hat es am Nachfolger gesehen. Das Spiel in London und vor allem das ganze Drumherum war das beste, was ich beim FC in den letzen Jahren erlebt habe. Das haut sogar einen Greis wie mich vom Stuhl. Oder das letzte gute Spiel des FC gegen Mainz, das den Weg nach London erst möglich gemacht hat. Dafür steht der Name Stöger, egal wie destruktiv, ängstlich und langweilig ich die Spiele oft fand.
Nach anfänglichen Schwierigkeiten meinerseits mit ihm, gings dann eigentlich ganz gut.
Fand auch die Verbindung Schmadtke/Stöger gut für uns!!!
Diese scheiterte dann an den Hormonen.
Dann schlussendlich dieser unsägliche Wechsel von rot-weiß nach gelb-schwarz hat alles zerstört auf emotionaler Ebene.
Manch einer mags für Kinderkram halten, aber dieser Darstellungswechsel innerhalb einiger Tage war u.a auch für Ewald Lienen ein no go.
So schnell hat bei mir noch nie einer Kredit verspielt.
Ich weiß noch das selbst meine Frau, eigentlich dsbzgl uninteressiert, es unmöglich fand.
Und deswegen is mir der Typ vollkommen schnuppe
Ging uns genauso . Da stand er ein paar Tage später in schwarz / gelb .
Das ging irgendwie gar nicht !
I was not ready for this
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Caligula

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Wednesday, September 26th 2018, 9:48pm


Das Stöger-System bestand u.a. aus eng stehenden Viererreihen, dem weitgehenden Verzicht auf allzu hohes Anlaufen, Spielaufbau über die 6 und schnellem Umschalten vornehmlich über die offensiven Außen. Funktioniert hat das defensiv so gut, weil die Abstände zwischen den Ketten so gewählt waren, dass der komplette Verbund kompakt war. Und offensiv zum einen wegen Ujah/Modeste in der Form ihres Lebens und Risse/Bittencourt, die während der Erfolgszeit verletzungsfrei waren und konstant ordentlich bis gut spielten. Die Flanken, die in den gegnerischen Strafraum segelten, waren vor allem von Risse immer wieder sensationell gut getimet und hatten nichts, aber auch gar nichts mit blind nach vorne dreschen zu tun.

Der Nachteil des Stögerschen Systems bestand darin, dass die Kompaktheit vor allem durch tief stehende Ketten erreicht wurde und bei eigenem Ballbesitz der Weg nach vorne dadurch lang war. Um den spielerisch auf dem Boden zu überbrücken fehlte das Personal. Für Halfar und Nagasawa war Liga 1 eine Nummer zu groß, Vogt und Lehmann waren/sind vor allem Abwehrspieler, Jajalo und Jojic wurden ihr Phlegma nicht los - und so musste Osako fachfremd ran. Das ZM/OM war Diaspora beim FC; was sollte der Pitter denn anderes tun, als so zu spielen, wie er nun mal gespielt hat?

Jut, die Beschreibung der Taktik/System/wasauchimmer kann ich ja voll unterschreiben.
Ich bin aber mental irgendwo falsch abgebogen, als es hieß Stögers Spielweise sei hochkomplex gewesen.

Vielleicht kann mir das noch mal jemand so erklären, als sei ich 5 Jahre alt.

Wie schaffen es all die 0815-Mannschaften vermeintlich bessere Gegner durch eine kompakte Defensive zu narren, wenn das eine so komplexe Taktik ist? Ich denke das ist eine möglichst einfache Taktik die primär von zwei Eigenschaften lebt - Disziplin und Einsatz/Kampf.

Ist wie die Currywurst unter den Spielsystemen - man kann nicht viel falsch machen, aber ein Gourmet muss halt kotzen.
### Ich weiß nicht immer wovon ich rede, aber ich weiß, dass ich Recht habe ###
### Zeuge Chihis ### Poldi, santo subito ###
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