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Sunday, July 21st 2019, 4:17pm

Feiner Schachzug der EU. Ganz spontan sind mir drei Vereine (2x Fußball, 1x Hockey) aus meiner Heimatstadt eingefallen, die sich dann auflösen können :thumbsup:

:ironie:

In unserer Zeit früher fand Sport noch ohne Kunstrasenplätze statt. Ich habe meistens auf roter Asche gespielt. Wenn der Gegner nach einem Foul in die Asche stürzte und sich dabei seine Knochen und Haut aufschürfte, hatten wir immer Spaß in den Backen. :D
Beierlorzer: "Ich will dem FC einen aktiven Stil verpassen. Das soll reichen." Kommentar des Express zu dieser Aussage: Dieser Optimismus, er wirkt ansteckend.
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Sunday, July 21st 2019, 4:28pm

@powerandi
Ja, besonders Kindern macht Asche auch viel mehr Spaß. Das zieht auch den Nachwuchs immer total an, diese faszinierende Asche ;)

Das Problem ist einfach: Speziell beim Hockey haben sich diese Plätze Vereine angeschafft, die nicht das Geld für einen „„richtigen Kunstrasen““ hatten, weil man dafür ein Bewässerungssystem benötigt. Und natürlich war in den letzten 20 Jahren nie davon die Rede, dass es mal verboten werden könnte.
Also hast du bald die Clubs mit wenig Geld, für die schon diese Art Rasen sehr schwer zu stemmen war....die Folgen werden sehr unschön sein.
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Sunday, July 21st 2019, 5:03pm

Kunstrasenplätze: Das bedeutet das Mikroplastik-Verbot für den Amateurfußball

Die EU will das Plastik-Granulat auf Kunstrasenplätzen ab 2022 verbieten. Kommunen und Fußballvereine müssen deshalb dringend umplanen. 5.000 Kunstrasenplätze gibt es in Deutschland, und viele weitere Vereine haben eine solche Anlage auf dem Wunschzettel. Anders als Naturrasen kann Kunstrasen auch bei schlechtem Wetter bespielt werden und braucht keine Erholungspausen. Die Europäische Union plant nun ein Verbot des Plastikgranulats, mit dem die Kunstrasenplätze regelmäßig wieder aufgefüllt werden. Jeder, der schon mal auf Kunstrasen gespielt hat, kennt das: Nach der Partie klebt das Granulat an den Schuhen und am Körper. Auch bei starkem Regen und bei der Schneeräumung wird das Granulat abgetragen, kann in die Umwelt geraten – und beispielsweise Fische vergiften. Auf einem Fußballplatz liegen etwa 35 Tonnen Granulat. Nach Schätzungen des Fraunhofer-Instituts verursachen Kunstrasenplätze in Deutschland deshalb mehr Mikroplastik als Kosmetika und Textilwäsche zusammen.

Nicht alle Kunstrasenplätze sind von dem möglichen Verbot betroffen. Manche Vereine füllen die Plätze mit Sand auf, andere verwenden eine (allerdings teure) Korkmischung. Und es gibt auch Plätze, die ganz ohne festes Füllmaterial auskommen und beispielsweise mit Wasser gedämpft werden. Ohne Übergangszeit müssten viele Plätze in kurzer Zeit umgerüstet werden. Das würde die Preise bei den darauf spezialisierten Firmen in die Höhe treiben. Dass sich das alle Vereine und Kommunen leisten können, glaubt niemand. Platzsperrungen wären dann wohl unausweichlich. Der DFB, der Deutsche Olympische Sportbund und Bundesinnenminister Seehofer wollen sich deshalb bei der EU für eine Übergangsfrist von sechs Jahren einsetzen. Eine Übergangszeit ist wohl auch der Weg, der dem Amateurfußball am meisten helfen würde. Dass Mikroplastik ein Umweltproblem ist und keine Dauerlösung sein kann, dürfte klar sein. Ohne Übergangszeit müssten aber sehr viele Plätze in kurzer Zeit umgerüstet werden. Viele Tausend Sportanlagen in deutschen Kommunen wären sonst von der Schließung bedroht. Und das wäre für den Amateurfußball eine Katastrophe.


Quelle: https://www.sportbuzzer.de/artikel/kunst…rkungen-gabfaf/
Beierlorzer: "Ich will dem FC einen aktiven Stil verpassen. Das soll reichen." Kommentar des Express zu dieser Aussage: Dieser Optimismus, er wirkt ansteckend.
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Sunday, July 21st 2019, 5:07pm

Danke für diesen sehr guten Artikel zum Thema :thumbsup:
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Sunday, July 21st 2019, 6:34pm

Ja, prima. Erfreulicherweise gibt es also umweltfreundliche Alternativen zum Plastik-Granulat.

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Sunday, July 21st 2019, 7:53pm

Ja, prima. Erfreulicherweise gibt es also umweltfreundliche Alternativen zum Plastik-Granulat.


Na klar ist das gut. Das Problem sind aber die, die es schon benutzen. Umrüsten geht nämlich nicht, man braucht dann n komplett neuen
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Sunday, July 21st 2019, 8:00pm

Das ist natürlich für viele kleine Vereine ein Problem. Bund, Länder und Kommunen müssten finanzielle Hilfen bei der "Umrüstung" leisten, um den Breitensport zu unterstützen.
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Sunday, July 21st 2019, 8:41pm

Das ist natürlich für viele kleine Vereine ein Problem. Bund, Länder und Kommunen müssten finanzielle Hilfen bei der "Umrüstung" leisten, um den Breitensport zu unterstützen.

Genau da liegt ein Problem: Die meisten Clubs mussten ihren Rasen schon selbst stemmen, weil mangels Kohle nix öffentliches kommt. Mein Heimat-Hockeyverein hat sich letztes Jahr einen halben Platz gebaut, weil ein ganzer nicht drin war und sie zumindest für die Kleinfeld-Altersklassen was machen wollten. Die stehen jetzt schön dumm da. Ich hoffe sehr, dass es irgendwie Hilfe gibt.
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Monday, July 22nd 2019, 10:55am

Die EU selber könnte Geld verteilen, um die Auswirkungen ihrer Beschlüsse zu mildern.

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Topalovic

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Monday, July 22nd 2019, 10:14pm

Was kommt als nächstes von den Apparatschiks in Brüssel ?

Wird der Lederball oder der Kunststoffball verboten ? Vielleicht auch Fußballschuhe aus Leder bzw. aus Kunststoff ?


.
„Wenn die Spieler nicht dazu passen, ist es, als ob man beschlägt Frösche mit Hufeisen“ (FC-Trainer Tschik Cajkovski)
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Monday, July 22nd 2019, 10:34pm

Was kommt als nächstes von den Apparatschiks in Brüssel ?

Wird der Lederball oder der Kunststoffball verboten ? Vielleicht auch Fußballschuhe aus Leder bzw. aus Kunststoff ?


.

„Auf einem Fußballplatz liegen etwa 35 Tonnen Granulat. Nach Schätzungen des Fraunhofer-Instituts verursachen Kunstrasenplätze in Deutschland deshalb mehr Mikroplastik als Kosmetika und Textilwäsche zusammen.“

Ich nehme das trotzdem schon ernst und mich macht dieser Satz auch nachdenklich.
Nur sollte einfach etwas zur Hilfe für die Vereine passieren, da erwarte ich einfach vernünftige Vorschläge.
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Tuesday, July 23rd 2019, 1:33pm

Die Kunstrasenplatz-Hersteller behaupten, dass die Zahlen vom Fraunhofer-Institut viel zu hoch
angesetzt seien. Dennoch gelangt natürlich Mikroplastik in die Umwelt, auch durch Abnutzung des
künstlichen Grases. Die Stadt Köln benutzt inzwischen für Neuanlagen Kork oder Sand (EXPRESS von heute).
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Tuesday, July 23rd 2019, 3:11pm

Ich stelle mal zwei Artikel ein. Die Ergebnisse sind verschieden, aber natürlich hat nur einer Recht: die Panikmacher.


Als erstes die Ökotester:
https://www.oekotest.de/freizeit-technik…-_600905_1.html


Und als zweites den WDR. Der steht nicht im Verdacht, Klima- oder Umweltverschmutzer zu unterstützen:
https://www1.wdr.de/wissen/mensch/fussball-granulat-104.html
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Tuesday, July 23rd 2019, 3:13pm

Was mich interessieren würde: Kann man einen Platz auch umrüsten? Meines Wissens nicht, aber was weiss ich schon....
Als Laie denke ich mir zum Beispiel: Warum den Platz nicht, statt mit dem Granulat, einfach in gleicher Menge mit Sand/Kork auffüllen?
Und falls man das Produkt komplett wechseln muss/kann: Wie geht das eigentlich? Bringen alle Vereinsmitglieder ihre Staubsauger mit? Und wie wird das Zeug dann eigentlich entsorgt?
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Tuesday, July 23rd 2019, 3:30pm

Man kann auf Sand spielen, oder Kork geht auch. Beides aber wahrscheinlich krebserregend, wenn man genug davon isst :( .

Kosten ab 20.000 Euro. Mit der Panik wird sich der Preis jetzt aber rasant nach oben verändern:

https://www.stadionwelt-business.de/inde…ukat=kunstrasen
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Tuesday, July 23rd 2019, 3:53pm

Man kann auf Sand spielen, oder Kork geht auch. Beides aber wahrscheinlich krebserregend, wenn man genug davon isst :( .

Kosten ab 20.000 Euro. Mit der Panik wird sich der Preis jetzt aber rasant nach oben verändern:

https://www.stadionwelt-business.de/inde…ukat=kunstrasen

Meine Frage ist: Kann man einen bestehenden Platz von Granulat befreien und STATTDESSEN, also ohne einen neuen Platz zu bauen, den bestehenden mit Sand oder Kork befüllen?
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Tuesday, July 23rd 2019, 4:02pm

Macht keinen Sinn, das Gummi muss raus, sonst sterben alle Kicker an Krebs. Die rote Asche von früher war scheinbar gesundheitsfördernd, die Leute werden ja immer älter. Vermute ich allerdings nur.
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Tuesday, July 23rd 2019, 4:43pm

Was mich interessieren würde: Kann man einen Platz auch umrüsten? Meines Wissens nicht, aber was weiss ich schon....
Als Laie denke ich mir zum Beispiel: Warum den Platz nicht, statt mit dem Granulat, einfach in gleicher Menge mit Sand/Kork auffüllen?
Und falls man das Produkt komplett wechseln muss/kann: Wie geht das eigentlich? Bringen alle Vereinsmitglieder ihre Staubsauger mit? Und wie wird das Zeug dann eigentlich entsorgt?

Ja, es gibt mehrere Berichte, wonach die Umrüstung eines Kunstradenplatzes von Plastik-Granulat auf Quarzsand möglich ist. Das Granulat muss dann mit einem Spezialgerät entfernt und die Bodenschicht anschließend mit Quazsand verfüllt werden. Dies soll aber mit beträchtlichen Kosten verbunden sein. Korkgranulat soll weniger geeignet sein, weil es bei Regen nach oben gespült wird

https://rp-online.de/nrw/staedte/solinge…ut_aid-44266287
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RvG

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Tuesday, July 23rd 2019, 5:31pm

Man kann auf Sand spielen, oder Kork geht auch. Beides aber wahrscheinlich krebserregend, wenn man genug davon isst :( .

Kosten ab 20.000 Euro. Mit der Panik wird sich der Preis jetzt aber rasant nach oben verändern:

https://www.stadionwelt-business.de/inde…ukat=kunstrasen


Wenn ich mich recht erinnere wurde für unsere damalige verletzten Misere unter anderem auch der Kunstrasen als Auslöser genannt . Dieser wäre zu stumpf gewesen und hätte die Bänder / Gelenke / Muskulatur bei dynamischer Belastung ( insbesondere bei plötzlicher Verzögerung ) extrem geschädigt .

Ich bin diesbezüglich kein Experte , habe die Diskussion darüber nur noch im Hinterkopf . Sollte das allerdings ein valider Aspekt sein müsste man dies den Kosten eines Rasenplatzes gegenüber stellen .

Des weiteren wurde mir gesagt das es ein Irrtum sei das ein Kunstrasenplatz keinen " Keeper " braucht .
Auch diese Plätze brauchen " Funktionshilfsmittel " unter anderem ein Austauch der Füllmittel ( Granulat ) und Wasser bei häufiger Belastung .

Für irgendeinen Dorfverein mag sich ein Kunstrasen ja rechnen , ob nun im Bereich Tennis , Hockey oder Fußball .

Ich frage mich allerdings schon weshalb ein Profi Klub wie der FC an dieser Stelle auf Rasen verzichten muss und ein Problem ins Training einbaut das eventuell Millionenwerte außer Kraft setzt oder gar auf dauer Beschädigt .
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Sunday, August 4th 2019, 1:56pm

Bei der heutigen Saisoneröffnung des FC sagte Alexander Wehrle zum GBH-Ausbau: „Wir gehen davon aus, dass wir Anfang nächsten Jahres beginnen können.“

Das wird aber zeitlich nur klappen, wenn die Umweltverbände nicht gegen die Baugenehmigung und/oder das Planverfahren klagen. Warten wir mal ab.
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