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fidschi

Profi

Registrierungsdatum: 9. Juni 2016

Beiträge: 1 235

1 301

Gestern, 18:22

Wie ist die Situation in England? Zahlen die super-reichen PL-Clubs für Polizei-Einsätze an den Spieltagen? Wenn nicht, wäre das eine weitere Wettbewerbs-Verzerrung für unsere Clubs.



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Westerwald-Jupp

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 7. Juni 2016

Beiträge: 202

1 302

Gestern, 18:33

Steuern und Abgaben sind selten zweckgebunden, sondern
fließen in den Haushalt ein. Mit diesem Haushalt bestreitet der Staat seine
Ausgaben.

Das Argument, es handle sich um eine kommerzielle Veranstaltung
und daher sei es recht und billig, die verursachten Kosten abzuwälzen, ist
meiner Meinung nach, wenig durchdacht. Recht muss für alle gleich gelten, bei
Förderungen kann es noch vertretbare Ausnahmen geben, bei Sanktionen nicht.

Ich muss nicht nur, weil ich mehr Geld habe, für Leistungen
des Staates extra bezahlen, die für andere umsonst sind. Es ist die originäre Aufgabe
des Staates, Recht und Ordnung durchzusetzen. Dafür steht der Haushalt zur
Verfügung.

Dass es Menschen gibt, die sich nicht für Fußball
interessieren und es daher befürworten, nicht an den Kosten beteiligt zu
werden, fällt nicht unter den Solidaritätsgedanken. Mein letzter Opernbesuch
ist Jahrzehnte her, trotzdem muss ich über 600€ für den Versuch eines Neubaus
berappen. Meine Kinder sind schon lange aus der Kita raus, trotzdem werde ich
zur Kasse gebeten. Das Motto, es betrifft mich nicht, daher zahle ich nicht,
wird nirgendwo sonst gelebt.

Die Polizeieinsätze werden auch nicht von den Vereinen
benötigt. Die sind Veranstalter von Fußballspielen. Zur Durchführung von
Fußballspielen braucht es keine Gewalt. Gewalt wird von keinem Verein in
irgendeiner Form unterstützt, begrüßt oder gefördert.

Ich höre in er öffentlichen Diskussion ständig, dass der
Islam eine friedliche Religion ist und von den Islamisten missbraucht wird.
Friedliche Muslime wehren sich gegen die Vereinnahmung der Extremisten, weil
der ausgeübte Terror der Mehrheit der Muslime schadet. Muslime unter
Generalverdacht zu stellen und sie für den Terror haftbar zu machen, ist
unredlich. Ich kann diese Logik nachvollziehen.

Die überwiegende Mehrheit der Fußballanhänger hat mit Gewalt
rein gar nichts am Hut. Sie verurteilen Gewalt, sie wollen ein Spiel schauen,
Gemeinschaft erleben, Bier trinken und eine Wurst essen. Der auffällige kleine
Teil, der sich willkürlich einen Verein sucht, um sein eigenes Süppchen zu
kochen, ist nicht das Problem der Vereine, sondern des Staates.


Ich kenne einige FC-Fans, die alle Heimspiel besuchen, bis
auf das Derby. Weil es beim Derby schon Ereignisse gab, die normalen Besuchern
den Angstschweiß auf die Stirn getrieben haben. Ursächlich sind die
gewalttätigen Idioten und die Unfähigkeit der Polizei, diese angemessen zu
disziplinieren. Wenn die Polizei Maßnahmen ergreift, wie einkesseln und Feststellung
der Personalien, entrüstet sich diese Klientel auf Spruchbändern im Stadion.

Als friedlicher Stadionbesucher habe ich das Recht, von der
Polizei geschützt zu werden. Dafür brauche ich keinen Extraobolus zu entrichten.
Vereine, die für Risikospiele erhöhte Polizeiaufgebote bezahlen müssen, werden
diese Mehrkosten auf die Ticketpreise aufschlagen.
Substantiierter und differenzierter Beitrag zu dem Thema. 1! Setzen!

Gruß aus dem Westerwald!
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Registrierungsdatum: 7. Juni 2016

Beiträge: 1 213

1 303

Gestern, 20:12



Das Argument, es handle sich um eine kommerzielle Veranstaltung
und daher sei es recht und billig, die verursachten Kosten abzuwälzen, ist
meiner Meinung nach, wenig durchdacht. Recht muss für alle gleich gelten, bei
Förderungen kann es noch vertretbare Ausnahmen geben, bei Sanktionen nicht.


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Gruß aus dem Westerwald!
Und auch optisch kommen die Beiträge hervorragend rüber. Da macht es gleich doppelt Spass zu lesen.
Dafür meinen innigen Dank.
"Toleranz ist der Verdacht, dass der Andere Recht hat." Kurt Tucholsky

Ich mag Menschen, die mir reinen Wein einschenken. Oder Bier. Bier geht auch.
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smokie

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 27. Juli 2016

Beiträge: 3 084

1 304

Gestern, 20:51



Das Argument, es handle sich um eine kommerzielle Veranstaltung
und daher sei es recht und billig, die verursachten Kosten abzuwälzen, ist
meiner Meinung nach, wenig durchdacht. Recht muss für alle gleich gelten, bei
Förderungen kann es noch vertretbare Ausnahmen geben, bei Sanktionen nicht.


Substantiierter und differenzierter Beitrag zu dem Thema. 1! Setzen!

Gruß aus dem Westerwald!
Und auch optisch kommen die Beiträge hervorragend rüber. Da macht es gleich doppelt Spass zu lesen.
Dafür meinen innigen Dank.

Oh ja, ich war ja da auch auf Grottenhennes' Linie. Danke für die Absätze, Ron :thumbsup:
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