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Stralsunder

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 18. Juni 2015

Beiträge: 286

21

Sonntag, 15. April 2018, 11:52

...
Denkt mal an die WM in Katar, an die 200 Mio für Neymar oder nur an die Montagsspiele. ..


Den Videobeweis nicht zu vergessen.

Trotzdem: Da man vom FC sowieso nie geheilt wird, geht das mit dem Abschiednehmen einfach nicht, und schon gar nicht einfach.
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Sanne

Profi

Registrierungsdatum: 16. Juni 2015

Beiträge: 623

22

Sonntag, 15. April 2018, 12:22

Ich habe mich gestern, am Freitag dem 13., in einer Maastrichter Kirche vom 1.FC Köln weitgehend verabschiedet. Eigentlich wollte ich es in einer Kölner Kirche tun, aber ich habe wohl irgendwie die Ausfahrt verpasst. Ein letztes gotteslästerliches Gebet noch, die Entweihung der heiligen Insignien (Wimpel, Schal und Trikot) und ich betrachte mich als exkommuniziert. Der Fußball macht mich nicht mehr an.

Unser erneuter Abstieg und die unsägliche WM in Rußland bieten ein vortreffliches Tableau, dem passiven Breitensportmitverfolgen den Rücken zuzukehren. Ich möchte mich - und das meine ich vollkommen unironisch - an dieser Stelle noch bei den Usern Methusalem und Gondo entschuldigen, denen ich im vergangenen Spätsommer großspurig die Leviten gelesen habe, als sie den drohenden Abstieg proklamierten. Sie hatten recht und ich unrecht. Nie hätte ich das für möglich gehalten.

Wahrscheinlich werde ich den Fußball kaum vermissen. Die ganzen gepamperten Blagen, die da heute kicken und zu blöd oder zu vornehm sind, je nach dem, sich die Schnürsenkel alleine zuzubinden, ich kann sie entbehren. Das ganze Transfer-Theater mit seinen neuen Dimensionen an Kaltschnäuzigkeit (Stichwort Aubameyang) und Wettrüsten (Stichwort Neymar, Coutinho oder auch Modeste und Cordoba) kotzt mich nur noch an. Die privatisierte Berichterstattung ebenso.

Das Hohle-Phrasen-Dreschen werd´ ich sicherlich vermissen. War immer schön, wenn wieder Aufbruch, Durchbruch, Beinbruch oder Dammbruch war. Diese Welt in der Welt, die der Fußball ist, sie funktioniert für mich nicht mehr so, daß ich noch viel davon hätte. Es ist mittlerweile auch so ziemlich alles gesagt, scheint mir. Philosophen und Dichter, Werbetexter und Zeitungsschreiber, Hausfrauen und Kiebitzrentner, sie alle haben Großartiges geleistet, um dem Fußball sprachlich in irgendeiner Weise beizukommen. Unsterbliche Sprüche sind getätigt worden, messerscharfe Analysen, amorphe Spekulationen um das Sinngefüge "Fußball".

Im Grunde, das ist wahr, gibt es nichts Wichtigeres als den Fußball. Aber es gibt zumindest anderes, das auch schön ist. Diese zweitschönsten Hauptsachen der Welt locken mich weg vom Neuanfang. Vom Murmeltier, das immer wieder von derselben Stelle grüßt.

Ich liebe diesen Verein, aber ich habe das Gefühl, dieser Verein liebt mich nicht mehr so recht. Uns alle, irgendwie. Ob das nun am Gründungstag, Freitag dem 13., liegt oder an selbstverschuldetem Versagen oder einfach Zufall - kümmert mich nicht mehr. Aber ich habe einige liebe Freunde, die ebenfalls FC-Fans sind. Denen und Euch wünsche ich ganz ehrlich einen guten und gesunden Neubeginn in Liga Zwei. Ich war immer stolz darauf, daß wir uns immer wieder aufgerappelt haben. Im Kampfsport, den ich ausgiebig betrieben habe, ist das eine essenzielle Tugend.

Der Film ist Schrott, doch diese eine Szene, die ist gut. Und symptomatisch. Hoffentlich.

https://www.youtube.com/watch?v=OUHHhuLUJy8

Einstein :winken:
Mein lieber Herr Gesangsverein! Man kann sich nicht so einfach von seinem Verein verabschieden oder "exkommunizieren" :motzen:

Wer dem FC schon einige Zeit verfallen ist, lebt ja schon lange mit den "Auf- und Abs". Eier kneifen, wenn es nicht läuft, geht gar nicht! Zugegeben, nach letzer Saison bin auch ich ziemlich angepisst, ob der jetzigen Situation und mit dem Abstieg mehr als "überfordert".
Aber, es bleibt immer mein Verein des Herzens :fcfc: und das kann man nicht so einfach ablegen.

So, hoffe mal, es war eine sentimentale, total überflüssige Kurzschlussreaktion deinerseits, sonst falle ich echt vom Glauben ab..... ;(
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fidschi

Profi

Registrierungsdatum: 9. Juni 2016

Beiträge: 1 425

23

Sonntag, 15. April 2018, 13:06

Mir fiel kein besserer Thread für die folgende Nachricht ein, aber auch sie paßt zu unserer
elenden Katastrophensaison:

Unser Beiratsratsmitglied Karl-Erivan Haub, Tengelmann-Chef (u.a. Obi, Kik, Kodi, Tengelmann...) und Milliardär, wird in den Alpen vermisst. Inzwischen muss man davon ausgehen, dass er nicht mehr am Leben ist.....

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  • Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »fidschi« (15. April 2018, 13:57)

Powerandi

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 10. Juni 2016

Beiträge: 7 643

24

Sonntag, 15. April 2018, 14:14

Mir fiel kein besserer Thread für die folgende Nachricht ein, aber auch sie paßt zu unserer
elenden Katastrophensaison:

Unser Beiratsratsmitglied Karl-Erivan Haub, Tengelmann-Chef (u.a. Obi, Kik, Kodi, Tengelmann...) und Milliardär, wird in den Alpen vermisst. Inzwischen muss man davon ausgehen, dass er nicht mehr am Leben ist.....



Ich denke, der Tengelmann-Chef wäre jetzt - wie unser FC - lieber auf Talfahrt.
Stefan Ruthenbeck: "In den nächsten Wochen und Monaten mache ich mit der Mannschaft viel Fahrradtraining, um schon mal das Absteigen zu üben."
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Hornig

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 13. Oktober 2017

Beiträge: 387

25

Sonntag, 15. April 2018, 16:40



...

Unser erneuter Abstieg und die unsägliche WM in Rußland bieten ein vortreffliches Tableau, dem passiven Breitensportmitverfolgen den Rücken zuzukehren. Ich möchte mich - und das meine ich vollkommen unironisch - an dieser Stelle noch bei den Usern Methusalem und Gondo entschuldigen, denen ich im vergangenen Spätsommer großspurig die Leviten gelesen habe, als sie den drohenden Abstieg proklamierten. Sie hatten recht und ich unrecht. Nie hätte ich das für möglich gehalten.

Wahrscheinlich werde ich den Fußball kaum vermissen. Die ganzen gepamperten Blagen, die da heute kicken und zu blöd oder zu vornehm sind, je nach dem, sich die Schnürsenkel alleine zuzubinden, ich kann sie entbehren. Das ganze Transfer-Theater mit seinen neuen Dimensionen an Kaltschnäuzigkeit (Stichwort Aubameyang) und Wettrüsten (Stichwort Neymar, Coutinho oder auch Modeste und Cordoba) kotzt mich nur noch an. Die privatisierte Berichterstattung ebenso.

Das Hohle-Phrasen-Dreschen werd´ ich sicherlich vermissen. War immer schön, wenn wieder Aufbruch, Durchbruch, Beinbruch oder Dammbruch war. Diese Welt in der Welt, die der Fußball ist, sie funktioniert für mich nicht mehr so, daß ich noch viel davon hätte. Es ist mittlerweile auch so ziemlich alles gesagt, scheint mir. Philosophen und Dichter, Werbetexter und Zeitungsschreiber, Hausfrauen und Kiebitzrentner, sie alle haben Großartiges geleistet, um dem Fußball sprachlich in irgendeiner Weise beizukommen. Unsterbliche Sprüche sind getätigt worden, messerscharfe Analysen, amorphe Spekulationen um das Sinngefüge "Fußball".


Alles schön und gut, aber was soll an der WM "unsäglich" sein? Schon 2006 hat Beckenbauer gemauschelt und das wird nie aufhören...
:winken:
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dropkick murphy

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 17. Juni 2015

Beiträge: 4 413

26

Montag, 16. April 2018, 13:45

Mein Jott Jottfried!

Was wird hier ein Spill um den mittlerweilen 6.(vollverdienten!) Abstieg gemacht! :weihnachten:

Btw.:

Zum Threadtitel fällt mir lediglich ein,dass ich an diesem Datum bis dato noch nie Pech hatte sowie den Helden meiner Jugend:

Jason Voorhees! :grins:

Ach!

Und der Film "Samstag der 14." war der Burner! :tanzen:

Tschüssikowsky Onestone und bis bald zu deinem x-ten Comeback! :frech:
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