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#51 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von Powerandi 04.03.2019 15:27

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Motto für die neue Session enthüllt
„Et Hätz schleiht em Veedel"


Das Festkomitee in Köln hat traditionell auf dem letzten Wagen des Rosenmontagszugs das Motto für die neue Session enthüllt. Am Severinskirchplatz zogen Zugleiter Alexander Dieper und sein Nachfolger Holger Kirsch ein rotes Tuch von dem Wagen: „Et Hätz schleiht em Veedel“, lautet der Leitspruch für die Session 2020. Der Wagen rollt nun hinter Prinz Marc I. durch die Straßen der Stadt, so dass alle Jecken das Motto sehen können. Für Holger Kirsch ist das Motto nicht bloß ein jecker Slogan, sondern ein Arbeitsauftrag. Denn Kirsch wird neuer Zugleiter. Seit Oktober gehört er dem Team der Zugleitung an, vor vier Jahren war er der Prinz mit der Mundharmonika, außerdem ist der Architekt mit eigenem Büro noch Vizepräsident des FC Viktoria Köln. Alexander Dieper hatte das Amt des Zugleiters zwei Jahre bekleidet.

Quelle: https://www.rundschau-online.de/region/k...huellt-32158130

#52 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von Powerandi 04.03.2019 19:35

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Kölner Zoch ist beendet
Polizei nimmt Hambi-Aktivisten in Gewahrsam


Von den Warnungen vor Regen und schweren Sturmböen haben sich die Jecken am Rosenmontag in Köln nicht abschrecken lassen. Der Zoch ist seit 18.30 Uhr vorbei, der Prinz kam, obwohl er mit drei Stunden und 15 Minuten recht flott unterwegs war, nicht mehr im Hellen an. Und das bei so einer langen Session! Macht nichts, Hauptsache, alle sind heil angekommen. Der Zug ist ohne weitere Vorkommnisse zu Ende gegangen. Jetzt wird in den Kneipen weitergefeiert – hoffentlich weiterhin friedlich. „Et Hätz schleiht em Veedel“ – das neue Motto für die kommende Session wird in unzähligen Veedels-Kneipen kräftig umgesetzt. Am Nachmittag hat die Polizei einen Mann in der Trankgasse in Gewahrsam genommen. Der Mann hatte Sprühkreide dabei und bei der Polizei-Kontrolle angekündigt, damit Gebäude mit politischen Sprüchen besprühen zu wollen, laut Polizeisprecher „mit Hambi-Bezug“.

Quelle: https://www.ksta.de/koeln/koelner-zoch-i...ahrsam-32151292

#53 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von Powerandi 05.03.2019 13:47

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Debatte über Promis im Zoch
Kölner Festkomitee reagiert auf die Kritik


Er hat hohe Wellen geschlagen, der Kommentar des Express zu überregionalen Promis auf den Zochwagen, vor allem auf dem Wagen von Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. Müssen künftig wieder mehr verdiente Kölner mitfahren als Menschen, die mit dem Karneval nichts am Hut haben? Am Morgen danach nahm Festkomitee-Sprecher Michael Kramp dazu Stellung. „Dass verdiente Kölner und Ehrenamtler bei uns im Zoch mitfahren, gibt es schon längst.“ Beispielsweise sei der Vorstand des Festkomitees dabei, der auch ehrenamtlich unterwegs sei. Kramp sagt über die Mitnahme der Promis: „Es geht auch um die Strahlkraft des Zuges über Kölns Grenzen hinweg.“ Also um Werbung in eigener Sache. Der Sprecher weiter: „Es ist in der Tat richtig, dass es in diesem Jahr auffällig viele waren.“ Und der Altstädter-Präsident Hansi Kölschbach, der Marita Köllner und Anthony Modeste mitfahren ließ: „Ich weiß nicht, was diese Leute aus der ganzen Republik im Zoch zu suchen haben“, so Kölschbach klipp und klar.

Quelle: https://www.express.de/koeln/karneval/de...ritik--32168572

#54 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von Powerandi 06.03.2019 13:01

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Nubbelverbrennung in Köln

Tschüss, Karneval und bis zum nächsten Jahr: Am heutigen Aschermittwoch endet die jecke Zeit im Rheinland. Doch vorher kamen die Karnevalisten ein letztes Mal zum Abschluss der Session zusammen. In Köln haben die Jecken die Karnevalssession in der Nacht zu Aschermittwoch mit der sogenannten "Nubbelverbrennung" beendet. Dabei wurde eine Strohpuppe verbrannt - und mit ihr alle Sünden, die in der Karnevalszeit begangen worden sind. Anschließend haben die Karnevalisten natürlich noch bis zum Morgengrauen gefeiert. Es gibt aber nicht den "einen Nubbel": In allen Teilen von Köln fanden Nubbelverbrennungen statt, zum Beispiel gleich mehrere in Alt- und Neustadt. Oft geht dem Spektakel ein Fackelzug voraus. Verbrannt wird die Strohpuppe meist vor einer Kneipe oder Bar, in der sie seit Beginn der Karnevalssession gehangen und den Karneval symbolisiert hatte.

Quelle: https://www1.wdr.de/unterhaltung/karneva...nde-zu-100.html

#55 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von Powerandi 13.03.2019 11:34

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Kölner hat jecke Idee
Bekommt NRW einen neuen Feiertag?


Der Kölner Helmut Schmidt (49) aus Rodenkirchen hat eine jecke Idee. In Nordrhein-Westfalen gibt es bereits elf Feiertage. Jetzt könnte ein neuer dazukommen. Dafür hat er eine Petition gestartet, die das Herz der Karnevalisten auch außerhalb von Köln höher schlagen lässt: Rosenmontag soll in ganz NRW ein gesetzlicher Feiertag werden! Helmut Schmidt, Geschäftsführer einer IT-Gesellschaft in Köln und seit 25 Jahren Mitglied der Prinzengarde, möchte den Höhepunkt des „Fasteleer" für alle zugänglich machen. Er hat die Petition privat ins Leben gerufen, „damit alle Rosenmontag zum Zoch können.“ Die Petition „Rosenmontag - gesetzlicher Feiertag in NRW!“ haben in wenigen Tagen bereits 3000 Personen unterschrieben. Wozu ein neuer Feiertag? Schmidt erklärt: „Die Idee kam mir, als kürzlich in Berlin und Thüringen neue Feiertage eingeführt worden waren. Rosenmontag wäre zudem ein Feiertag, den alle aktiv wahrnehmen würden.“

Quelle: https://www.express.de/koeln/koelner-hat...tartet-32206330

#56 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von dropkick murphy 13.03.2019 17:31

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Wäre Geil,denn der Rosenmontag ist für mich das persönliche Highlight der Session und kann mir einen Tag Urlaub sparen!

#57 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von Powerandi 30.08.2019 18:08

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Das ist das designierte Dreigestirn
Einer hat einen Rennfahrer-Namen


Wer regiert Kölns Jecke in der kommenden Session? Um 15 Uhr traten die Drei erstmals in der Katholischen Grundschule Kapitelstraße in Kalk ins jecke Rampenlicht: Prinz Karneval wird einer, der sich in den Veedeln bestens auskennt – denn er ist von Beruf Immobilienmakler: Christian Krath (56) soll als Prinz Christian II. in die Geschichte des Korps eingehen. Der gebürtige Poller ist zudem Mitglied in der KG „Fidele Kölsche“. Als Bauer präsentierte Kuckelkorn ein karnevalistisches Schwergewicht: Frank Breuer (48 ), Chef eines Malerfachbetriebs, ist nämlich Vorsitzender und Korpskommandant bei Jan von Werth. In Bergheim war er als Panz bereits Kinderprinz, zudem 2005 Bauer im Dreigestirn Bergheim-Thorr. Mit seiner Lebensgefährtin Sandra bereist er gerne die Welt – und ist großer Eishockey-Fan. Das Trifolium komplettiert Ralf Schumacher (51) als Jungfrau. Ralf Schumacher? Ja, aber nicht der Rennfahrer, sondern der Werbetechnikmeister mit seinem Unternehmen „Vereinsbedarf Schumacher“. Er stammt aus Eschweiler, ist verheiratet und hat zwei Töchter.

Quelle: https://www.express.de/koeln/koelner-kar...namen--33091250

#58 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von Powerandi 04.11.2019 15:22

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„Hinterhältiges Vorgehen“
Kölner AfD will Karnevalisten Karl Küpper ehren


Der Sohn des legendären Büttenredners und Nazi-Gegners Karl Küpper war entsetzt, als er von dem Antrag der AfD erfuhr. Deren Ratsfraktion schlägt ein Denkmal zu Ehren des 1970 verstorbenen Karnevalisten vor und fordert zudem die Auslobung eines Karl-Küpper-Preises für „die beste politische Büttenrede der jeweiligen Session“. Die Begründung der Rechtspopulisten: In einer Zeit, in der politisch Andersdenkende zunehmend ausgegrenzt würden, „sollten wir uns solche Kölner ins Gedächtnis rufen.“ So sehr er eine Ehrung seines Vaters grundsätzlich unterstütze, das Vorgehen der AfD sei „hinterhältig“, sagt Gerhard Küpper. Es offenbare „eine zutiefst undemokratische Einstellung, der mit aller Kraft entgegengewirkt werden muss“.

Küpper jun. hat einen Brief an Oberbürgermeisterin Henriette Reker geschrieben. Er fordert die Stadtchefin wie auch die übrigen Fraktionen auf, dem AfD-Antrag zu widersprechen. „Mein Vater war zu seinen Lebzeiten strikt gegen jede Form von nationalsozialistischem Gedankengut und hat sie mit seinen Mitteln unter Lebensgefahr bekämpft; würde er heute noch leben, würde er diesen Kampf auch mit der AfD aufnehmen“, sagt Küpper und kündigt „nötigenfalls auch juristische Schritte“ an. Der Rat wird den Antrag in seiner Sitzung am kommenden Donnerstag wohl mit großer Mehrheit ablehnen. „Ich bin fassungslos, auf welch dreiste Art und Weise ausgerechnet die AfD versucht, einen Gegner des Nationalsozialismus für sich zu instrumentieren“, sagt SPD-Fraktionschef Christian Joisten. Er spricht von „einer Umkehrung des Verhältnisses zwischen Täter und Opfer.“ Der Fraktionsvorsitzende der CDU, Bernd Petelkau, bezeichnet den Antrag als „perfide, weil die AfD sich inhaltlich nie um das Thema gekümmert hat“.

Das Festkomitee kritisiert den Antrag ebenfalls. „Unsere Demokratie mit der Nazi-Herrschaft gleichzusetzen und Regierungskritiker zu Freiheitskämpfern hochzustilisieren ist ein perfides Spiel, das unserer zum Glück offenen Gesellschaft schadet“, sagt Festkomitee-Präsident Christoph Kuckelkorn. Die Idee eines Karl-Küpper-Preises habe man bereits früher geprüft, aus Respekt vor der Persönlichkeit und Haltung Küppers jedoch bisher nicht umgesetzt. „Denn in der Nazi-Zeit war es tatsächlich gefährlich, seine Meinung frei zu äußern, während heute jeder Büttenredner völlig frei seine Meinung sagen kann“, so Kuckelkorn. Der Historiker Fritz Bilz, der eine Biografie über Karl Küpper veröffentlichte, ist davon überzeugt: „Heute wäre Küpper sicher einer der schärfsten Kritiker der AfD.“ Richtig sei allerdings, dass die Stadt Köln das Andenken Küppers bislang nicht angemessen gewürdigt habe. Bislang trägt lediglich ein kleiner Platz in der Innenstadt seinen Namen; außerdem erinnert eine Plakette in Kalk an ihn.


Quelle: https://www.ksta.de/koeln/-hinterhaeltig...-ehren-33411400

#59 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von Powerandi 10.11.2019 15:20

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1. FC Köln zum Karnevalsstart im Chaos

Rechtzeitig zu Beginn der Karnevalszeit geht es beim 1. FC Köln drunter und drüber: Trainer Achim Beierlorzer ist entlassen, Manager Armin Veh ebenfalls weg. Auf das traditionelle Training in Karnevalskostümen am Elften im Elften verzichtet der 1. FC Köln in diesem Jahr - die Situation bei dem taumelnden Bundesligisten ist also wirklich ernst. Rechtzeitig zu Beginn der närrischen Zeit am Montag muss der FC einen neuen Sport-Geschäftsführer und einen neuen Trainer finden. Die Einheit am Montag um 10:00 Uhr werden die beiden Interimstrainer Andre Pawlak und Manfred Schmid leiten - und die Spieler werden anders als in den vergangenen Jahren nicht mit Pappnase oder im Ringelhemd auflaufen. Das wäre angesichts der jüngsten Entwicklungen im Klub auch völlig unangebracht.

Quelle: https://www.sport.de/news/ne3854126/1-fc...start-im-chaos/

Wirklich schade, daß die Spieler unseres Karnevalclubs nicht zum Sessionsbeginn verkleidet mit Pappnase und Ringelhemd trainieren dürfen. Warum nur?

Der neue Sessionshit von Brings trifft es: https://www.youtube.com/watch?v=R-Yswpa9zX4

#60 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von Powerandi 11.11.2019 17:49

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Kommentar zu Karneval
Lasst das Indianer-Kostüm doch einfach im Schrank


Es ist Elfter im Elften. Das ist der Tag, den man als Kölner seinen Freunden – aus sagen wir mal Hamburg – nur schwer vermitteln kann. Der Tag, an dem sich Hunderttausende Jecke bei usseligem Wetter in bunten Kostümen erst singend und später lallend glückselig in den Armen liegen. Der Tag, an dem es völlig normal ist, drei Stunden im Nieselregen anzustehen, um in die nächste stickige Eck-Kneipe zu kommen. Der Tag, an dem Moni aus Bergheim als Lappenclown beim Bäcker noch schnell ein paar Brötchen holt, an dem Frederik aus Aachen mit seinen Jungs auf der Severinsstraße die Raumstation ISS nachbildet. Und leider auch der Tag, an dem Jasmin aus Köln es immer noch unfassbar niedlich findet, wie die Indianerfedern in der Perücke ihre Kriegsbemalung zur Geltung bringen.

Mit dem 11.11. beginnt wieder die Zeit, in der sich SoWi-Studenten, die gestern noch antirassistische Parolen auf Twitter verbreitet haben, völlig ironiefrei den Sombrero aufziehen oder in die Pumphose schlüpfen. Annegret Kramp-Karrenbauer reißt plumpe Zoten über Transgender? Skandal! Aber so ein paar Knochen in der Afro-Perücke: Das ist doch lustig! Keine Frage: Die ständigen Diskussionen über politische Korrektheit sind mühselig. Man kann die Welt verbessern wollen und muss trotzdem nicht bei jedem geschmacklosen Witz Humorpolizei spielen. Doch gerade im Karneval müsste mittlerweile klar sein, wie wichtig es ist, vermeintliche Traditionen immer wieder neu zu verhandeln. Wohl kaum jemand würde heute noch argumentieren, dass es komplett okay ist, einer Frau im Suff an Brüste, Hintern oder zwischen die Beine zu fassen, nur weil das vor zehn Jahren noch irgendwie normal war. Genauso haben die meisten Menschen mittlerweile verstanden, warum „Blackfacing“, also das Anmalen des Gesichts in Nachahmung schwarzer Hautfarbe, schlicht rassistisch ist.

Anfang des Jahres erklärte eine Hamburger Kita, sie wolle Indianer- und Scheich-Kostüme zu Fasching verbieten. Der Aufschrei war riesig, als würden hier Eltern in ihrem gottgegebenen Grundrecht beschnitten, ethnische Klischees aus der Schublade zu ziehen und ihren Kindern überzustülpen. Natürlich sind Kinder nicht rassistisch, weil sie sich als Indianer verkleiden oder einen Turban aufsetzen wollen, Eltern nicht, weil sie es erlauben, und die jecke Jasmin nicht automatisch, weil sie Federnschmuck am Rock baumeln hat. Doch all diese Kostüme, vom Mexikaner bis zum Indianer, reproduzieren teils herabwürdigende Stereotype. Und alle, die meinen, im Karneval sei alles erlaubt, können sich ja mal fragen: Mit großer Plastiknase und Kippa als Jude verkleiden – immer noch harmlos?

Fällt euch nichts Besseres ein? Dabei muss man in der ganzen Diskussion eigentlich nicht mal die Moralkeule schwingen, sich an Wörtern wie „cultural appropriation" entlanghangeln und erklären, wie wichtige Symbole indigener Völker ins Lächerliche gezogen werden. Für den heutigen 11.11. reicht vielleicht schon diese Frage: Ist es wirklich so witzig, kulturelle Klischees auszuleben, dass man darüber riskiert, Menschen zu verletzen? Und: Fällt einem – gerade in Köln – wirklich kein besseres Kostüm ein? Manche Witze sind irgendwann auch einfach mal auserzählt.

Alaaf!


Quelle: https://www.ksta.de/koeln/kommentar-zu-k...chrank-33445636

#61 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von Powerandi 11.11.2019 20:01

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Jeck gegen Rechts Kölner
Narren üben Schulterschluss gegen Antisemitismus


Eigentlich war alles wie immer. In bester kölscher Tradition feierten am Tanzbrunnen knapp 10 000 Jecke den kölschen Countdown. Bei trotz der Kälte bester Stimmung gaben sich alle kölschen Top-Bands von Black Fööss bis Kasalla nacheinander das Mikro in die Hand und heizten der tanzenden Menge ein. Und doch war in diesem Jahr etwas anders: Als Aaron Knappstein, der Präsident der Kölschen Kippa-Köpp, vor dem Auftritt der Bläck Fööss das Wort ergriff, legte sich für einen besonderen Moment eine ganz eigene, beklommene Stimmung über die fröhlich Menge: Knappstein ist Gründungsmitglied des noch jungen vermutlich weltweit einzigen jüdischen Karnevalsvereins. „Ich bin in Kölle jebore. He is ming Heimat“, sagte er und seine Stimme dokumentierte, wie viel ihm das bedeutet. Ehe er einen so leisen wie eindringlichen Appell anschloss: „Kritt der Arsch huh und de Zäng ussenander gegen Antisemitismus. Egal, ob in euren Familien, bei der Arbeit oder in der KVB. Damit Kölle och ming Heimat blieve kann.“

Der kurze Moment der Beklommenheit zeigte den Ernst der Lage. Die Große KG von 1823, die die Veranstaltung jedes Jahr organisiert, hatte diesmal bewusst entschieden, ein deutliches Zeichen zu setzen. Nach dem Angriff auf die Synagoge in Halle im Oktober, wollte man nicht einfach nur Karneval feiern, sondern auf der Bühne gemeinsam mit den Kippa-Köpp einen breiten Schulterschluss gegen Antisemitismus suchen. Bei dem Versuch eines Massenmordes waren in Halle zwei Menschen getötet worden. Der Karneval wollte geschlossen Gesicht zeigen gegen Rassismus, Rechte Gewalt und Antisemitismus. Die Bands, die an der Veranstaltung teilnahmen, hatten eigens ein Video gedreht, das auf Großleinwänden gezeigt wurde und in dem sie dazu aufforderten, gegen „Rechte Idioten aufzustehen“. „Seit dem Anschlag von Halle hat die Welt sich verändert“, sagte Werner Jung, der Leiter des NS-Dokumentationszentrums, der ebenfalls mit auf der Bühne stand und nach eigenem Bekunden noch vor kurzem nie gedacht hätte, jemals in seinem Leben auf einer Karnevalsbühne zu stehen. „Aber wir wollen diese Barbarei nicht nochmal und darum ist die Zeit des Redens vorbei. Gefragt sind aktive Zeichen der Solidarität und der Zivilcourage.“


Quelle: https://www.ksta.de/koeln/jeck-gegen-rec...tismus-33448666

#62 RE: Mer fiere Fastelovend! Alaaf! von derpapa 11.11.2019 21:26

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Herrje, erst hab' ich gedacht, irgendwann kommt ein Ironie-Smiley. Aber die meinen das Ernst mit den Indianer-Kostümen. Und unten drunter steht dann im nächsten Artikel, wie man ordentlich Karneval feiert.

Wie ich diese Scheisse hasse. Die Gutmenschen vom KstA (ich weiß, ist abgedroschen wie Populismus) haben nMn viel mehr rassistische Kacke im Hirn wie die Mädels im Indianerkostüm.

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