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Westerwald-Jupp
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    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 21.04.2020

      Methusalem: Sätze wie "deiner Freundin Greta, die du ja so toll findest..." sind es, die jeden Ansatz einer sachlichen Diskussion im Keim ersticken. Da hab ich einfach keinen Bock drauf. Was ich aus solchen Sätzen, die einem ja so und viel extremer in Hülle und Fülle begegnen, herauslese ist eine große Wut. Die Ursache für diese große Wut finden die Wütenden aber weder in Greta oder "Professor D." noch in den um sachliche Diskussion bemühten ForumskollegInnen, sondern ausschließlich in sich selbst und ihrer eigenen Geschichte. Und ja, ich finde Menschen, die sich für eine "bessere Welt" , Schutz der Umwelt oder was auch immer einsetzen, die zweifeln, hinterfragen, sich positiv engagieren, gut, denn ohne sie gäbe es keine positive Entwicklung, noch nicht einmal eine Hoffnung darauf.Die Demokratie lebt davon!

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 21.04.2020

      Ja Smokie, ein kluger Beitrag! Danke dafür! Es gibt, neben viel geistigem Schrott, so einige kluge Beiträge dieser Tage, die dann doch das Lesen lohnen und nicht bei selbigem körperliche Schmerzen bereiten. Diese zum Überleben der Menschheit notwendige "systemische" Sicht der Dinge, die i.Ü. für diejenigen, die als zu refletiertem Denken fähigen Lebewesen den Anspruch entwickeln, sich der Wahrheit zumindest nähern zu wollen(wohlwissend, sie nie erreichen zu können) für alle Lebensbereiche gelten sollte, wird im die Welt alternativlos dominierenden kapitalistischen Wettbewerb mit seiner rücksichtslosen Ressourcenplünderung keine Chance haben.

      Wir erleben - neben dem Grundproblem einer fehlenden zivilisatorischen Alternative, die einen rücksichtsvolleren, kooperativeren Umgang mit den Umweltressourcen einschließt - ja gerade zudem zwei fatal gegensätzliche Entwicklungen. Einerseits können die - auch wirtschaftlichen - Probleme aufgrund der Globalisierung nur international vernetzt mit zumindest einem Minimum an gemeinsamen Interesse und Kooperation behandelt werden, andererseits blüht wieder der Rückzug in Abgrenzung und nationalistische Kleinstaaterei. Die Nationalisten sind überall auf dem Vormarsch, statt mehr Miteinander dominiert immer mehr Gegegeneinander, auch das "Hoffnungsprojekt" Europa droht endgültig zu scheitern. Die reaktionäre Dummheit ist mtlw. sogar in der Lage,sich mehr oder minder demokratisch darzustellen.

      Man hört, immerhin, zumindest bei uns, in der aktuellen Krise (die man durchaus wie dein Autor als Mahnung verstehen kann) vorübergehend auf die Experten, die, gefördert durch die zunehmenden Kommunikationsdefizite der Politik, zunehmend als Projektionsfläche für Ängste, Wut und Frustration herhalten müssen. Nachhaltig wird diese zentrale Stellung der Experten, so fürchte ich, auch im Hinblick auf die kommenden, i.Ü. seit Jahrzehnten von Expertenseite angekündigten, Gefahren, v.a. im Hinblick auf endlich mal vorausschauendes und nicht immer nur reaktives Handeln, wohl nicht sein. Erst wenn uns wieder ein Problem in den Arsch beißt, wird man sich ihrer besinnen.

      Dass die Menschen im Großen wie im Kleinen nicht sehen wollen und die Gefahren ignorieren, zeigt sich ja auch an den hiesigen Corona- und Klima- "Diskussionen" mit ihren partiell für mich schwer erträglichen Ausdrucksformen in fürwahr eindrucksvoller Form, wenn etwa ausgerechnet eine 16 -jährige Asperger-Autistin, die ihrer Persönlichkeit folgend zwar einseitig zentriert, deswegen aber nicht minder begründet, engagiert zur Klimarettung aufruft, als eigentliche Gefahr für die Menschheit personifiziert wird. Letztlich gilt für mich, wie bei allen wichtigen Fragen, im Kleinen wie im Großen die Einstein'sche Erkenntnis, dass es zwei Dinge gibt, die unendlich sind: Das Universum und die menschliche Dummheit, wobei man sich bei ersterem nicht so ganz sicher sein kann.

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 14.04.2020

      Es scheint auf dieser Welt wirklich kein Thema zu geben, dass sich in diesem Forum nicht für die traditionellen rhetorischen Schwanzlängen-Vergleiche eignet. Ich hoffe, ich bin nicht der Einzige, der das gerade bei dem Thema als reichlich unangemessen empfindet. Es scheint wirklich an der Zeit zu sein, in Quarantäne zu gehen, bis dass es - für die Überlebenden unter uns - wieder um Nebensächliches wie Fußball geht und es mir wieder egal sein kann, was abgesondert wird. Danke an die, die sich auch hier um eine dem Thema angemessene Ernsthaftigkeit bemühen! Bleibt alle gesund!

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 10.04.2020

      @smokie: Wenn die Frage ernst gemeint sein sollte (Ich suche noch den möglichen Subtext): Gerne!

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 10.04.2020

      Also ich bin mtlw. nur noch verwirrt ob der vielen, vermeintlich seriösen, Aussagen der Fachleute. Das mag aber auch daran liegen, dass ich so schlecht in Mathe bin, denn ständig werden mir irgendwelche Zahlen um die Ohren gehauen und ich muss ständig nachrechnen, wie viel z.B. 0, 36 % von 1 Million sind. Wenn man den gestrigen Abend mal nimmt, dann könnte man in der Tat denjenigen zustimmen, dass alles vollkommen übertrieben worden ist und an dem Virus, um das es wohl gerade geht, kein halbwegs gesunder Mensch unter 80 stirbt. Da hat ein Gerichtsmediziner in Hamburg (warum nur in Hamburg wurde weder beantwortet noch gefragt) "Corona-Tote" untersucht, von denen angeblich keiner an Corona gestorben ist. Ob die auch ohne Corona (jetzt) gestorben wären, hat er nicht gesagt, es wurde aber auch nicht danach gefragt. Auch hat er in Hamburg 9 "Corona-Tote" weniger auf der Rechnung als das RKI, warum das so ist, hat er nicht beantwortet. Er wurde zwar danach gefragt, hat aber trotzdem nicht darauf geantwortet (oder ich habe es nicht verstanden). Er prognostizierte sogar, dass es am Ende diesen Jahres nicht mehr Tote gegeben haben werde als sonst so im Schnitt. Corona werde statistisch keine Rolle spielen. Gleichzeitig wurden die Maßnahmen der Regierung als richtig bezeichnet, was ich dann auch nicht verstanden habe, wenn das alles stimmt, was er zuvor gesagt hatte, denn dann wären die Maßnahmen unverhältnismäßig. Ich hab mich gefragt, ob die vielen New Yorker Toten auch alle über 80 und schwer krank sind oder wie sich die dortigen Zahlen erklären, da ja demnach andere Bevölkerungsgruppen gar nicht schwer erkranken dürften und deshalb die im Vergleich zu uns viel schlechtere medizinische Versorgung als Erklärung nicht ausreichte. Auch die Verkündungen des galerten Herrn Streeck vermochten der Sehnsucht des Volkes nach guten Nachrichten und Entwarnung zu genügen, auch wenn er nicht müde wurde zu betonen, dass er selbstverständlich für die politischen Folgen nicht zuständig ist. Mich überfordert das alles langsam und ich habe den Eindruck, bei immer mehr Informationen immer schlechter informiert zu werden. Die Fragen werden immer suggestiver (je nach der vom Fragesteller erhofften/erwarteten Antwort), die Antworten immer oberflächlicher und (jedenfalls für mich) widersprüchlicher. So sehr ich für transparente Kommunikation auch im Hinblick auf wissenschaftliche Untersuchungsergebnisse bin, so sehr bin ich auch für verantwortungsbewussten Umgang mit vermeintlich fachkundigen Aussagen, denn es geht gerade um sehr viele Existenzen und die Betroffenen dürften sich mtw. immer mehr bestätigt fühlen, dass sie unnötigerweise geopfert werden.

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 09.04.2020

      Zitat von Sanne im Beitrag #3359
      Echt jetzt? Der eine kommt nur bei "Studierten" oder "Pädagoginnen", der andere bei Putzfrauen oder Friseurinnen (weil die einen ja nicht überfordern?). Dann gibt es welche, die bräuchten ab und zu den Rat einer Psychologin um nicht aufzufliegen, wenn die neue "Perle" sich über die Erfahrungen, die er aber natürlich bei einer der vielen "Ex-Perlen" gesammelt hat, wundert? Ein trauriger Tag in diesem Forum......

      Aber Jungs, ihr solltet euch alle mal @Jokers Post durchlesen, der mit der französischen Englischlehrerin, genau so ist es nämlich. Ihr könnt es nur in jungen Jahren "die ganze Nacht", wir können es immer und ganz oft am Tag und das bis ins hohe Alter..........


      Ach Sanne, das ist aber wenig aufbauend in diesen ohnehin düsteren Zeiten. Wo es doch eh schon soo viel Ungerechtigkeiten auf der Welt gibt! Im Ernst: Wo so viele Kerle zusammen kommen wie hier, kommt es schon mal zu Ab- und Ausschweifungen. Das ist bei Frauen-dominierten "Communities" doch nicht anders. Was ich da immer bei Brigitte.de, Cosmopolitan etc. lesen muss... Solange das Ganze nicht auf das Niveau einer kölschen Herrensitzung abgleitet, ist doch alles halb so schlimm..

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 08.04.2020

      Zitat von derpapa im Beitrag #3332
      Ich kenne nur Reinigungskräfte und Friseurinnen. Die überfordern mich wenigstens nicht. Früher jedenfalls nicht.
      .


      Na, ich kannte als junger Mann mal ne fast doppelt so alte Friseurin. Die hat mich aber ganz schön gefordert!

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 08.04.2020

      Zitat von Kölsche Ostfriese im Beitrag #3329
      Ich hab nur Ex-Freundinnen.

      Eine ist inzwischen Professorin an der Uni Augsburg vorher Uni Köln
      Eine ist Ärztin in Gießen
      Eine Anwältin in Bonn



      Und jede Menge Krankenschwestern und Pädagoginnen.
      Muss eine Art Fetisch gewesen sein.


      Ich habe auch schon immer auf kluge Frauen gestanden. Schon in der Lehre zierte ein Pin-Up mein Spind, das bis auf Strapse nur ne Brille trug.

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Zitat von dropkick murphy im Beitrag #2126
      Da sich ja hier der ein oder andere über mein "Politikerpack" imho mehr als künstlich aufgeregt hat hier einige meine Favorites,die ich nicht dazuzähle.

      Vorab zur Orientierung: Ich bin SPD-Wähler.

      1.Willy Brandt
      2.Konrad Adenauer
      3.Helmut Schmidt
      4.Ingrid Matthäus Maier
      5.Oskar Lafontaine
      6.Gregor Gysi





      Na also, geht doch! Hättest du das mit der SPD mal vorher gesagt, hätte ich deinen Frust besser nachvollziehen können.

      Ein kräftiges "Vorwärts" aus dem Westerwald!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 08.04.2020

      Zitat von Graf Wetter vom Strahl im Beitrag #3321
      Zitat von smokie im Beitrag #3308
      @Graf
      Ach komm, das sind doch allenfalls Fußnoten. Alle paar Tage (in nicht Corona-Zeiten vielleicht alle paar Match-Birds) sieht sie mal 1-2 Kommentare, wenn sie überhaupt Lust hat, 10 Worte mitzulesen.

      Naja, aber es ist schon ein bißchen Bloßstellen, wenn man einen User hier nach draußen weiterreicht. Deine Freundin kann sich doch auch anmelden, dann muß sie auch mehr mitlesen. All´die ganzen Endloszitate mit einem halben Sätzchen drunter...

      Weißt Du, ich denke ja nur an die Forumsdiversität. Stell´ Dir vor (das ist ja oft bei Leuten so, die selber sehr gut austeilen können), der Papa ist einmal wirklich so angefressen, daß er hier nicht länger mitmacht, sondern sich bei Tinder einloggt. Ich meine, was wird DANN??




      Graf: Was soll der arme Smokie machen? Frauen sind von Haus aus neugierig. Am Ende denkt sie noch weiß was, wenn der den Bildschirm vom Laptop zu verdecken sucht oder das Handy ruckartig verschwinden lässt. Ich weiß wovon ich spreche.

      Gruß aus dem westerwald

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 08.04.2020

      Zitat von dropkick murphy im Beitrag #3314
      @Jupp,

      warst du vor ein paar Jahren auch beim Forumstreffen?

      Also draußen im Stadtwaldgarten auf der Aachenerstr. am alten Militärring?


      Yepp, zwei rechts neben dir, schräg gegenüber vom 2015.

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 08.04.2020

      doppelt

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 08.04.2020

      Papa.. träumen von ner besseren Welt wird man doch wohl noch dürfen. Denk an die kölsche Weisheit: Mer muss auch jönne künne! Es wird sich schon nix ändern. Leutchen wie mir bleibt ja, neben ein bisschen sozialem Engagement, nichts anderes übrig als hin und wieder zu träumen. Außerdem wäre die Welt ohne Träumer und Infragesteller heute noch viel schlimmer, denn letztlich musste jeder soziale Fortschritt zunächst erträumt und dann erkämpft werden. Die Zeiten des Fortschritts sind wohl vorbei, es geht nur noch rückwärts, außer für die vielen geretteten Alten, die werden immer älter, die Bastarde! Den Jungen, die die Alten am Kacken halten und für die ihre Beatmungsplätze frei machen müssen, bleibt aber zum Trost, dass sie auch mal älter werden, wahrscheinlich sogar noch älter als die heutigen Intensivstationenbesetzer.

      Gruß aus dem Westerwald, auch an deine Freundinnen!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 08.04.2020

      Einen schönen Gruß aus dem sonnendurchfluteten Westerwald an all die klugen Freundinnen! Frauen sind halt doch die besseren Menschen.. also ... manchmal.

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 07.04.2020

      Leute, Leute, Leute...jetzt geht aber alles durcheinander. Wo soll das denn noch hinführen? Ich hab auch nirgends gelesen, dass der Drop die RAF verherrlicht hat. Er hat in seiner maßlosen Wut auf "das Politikerpack" eine nicht namentlich benannte Gruppierung erwähnt. Das wirkte auf mich wie eine der hier doch weit verbreiteten maßlosen Überspitzungen im Zuge der gegenseitigen Aufschaukelung der "Diskussionen" über Sachverhalte, an deren Ursprung sich nach einigen Seiten gegenseitiger "Sympathiebekundungen" keiner mehr erinnern kann. Geschrieben ohne große Überlegung oder gar Nachdenken, was der Empfänger wohl alles daraus lesen/reininterpretieren könnte und weg. Die Themen sind austauschbar und dienen nur als Mittel zum Zweck um länger schwelende persönliche Konflikte weiter zu befeuern und sich das Bild des jeweils anderen zu bestätigen. Aus einem dieser Beiträge eine Sympathie/Rechtfertigung für die RAF-Taten abzuleiten, erscheint mir doch sehr weit hergeholt und ebenfalls emotional dominiert. Wenn ich einige hier nicht schon mal hätte persönlich kennenlernen dürfen und von daher nicht wüsste, dass Menschen aus Fleisch und Blut hinter den "Kampfhandlungen" stehen, dann könnte ich glauben, dass hier ein auf Krawall programiertes Computerprogram am Werk wäre, um voyoristische Leser bei der Stange zu halten, so konstruierte Konflikte a la Pocher vs. Wendler.

      Gruß aus dem Westerwald!

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Fußball im Corona-Zeitalter - Neuordnung, Pleite oder alles wie bisher? " geschrieben. 07.04.2020

      Zitat von fidschi im Beitrag #171
      Zitat von dropkick murphy im Beitrag #165
      Laschet predigt uns Bürgern mit immer mehr strengen Vorgaben die Ohren voll und erwägt eventuell die Bundesliga irgendwann im Mai fortführen zu wollen?

      Da fällt mir echt nichts mehr zu ein!

      Aber wir haben ja Suuuuper-Politiker!


      Drop, wen von den tausenden Bundes-, Landes- oder Kommunalpolitikern meinst du eigentlich? Sie die alle Pack?
      Ich kenne einige davon und kann dir versichern, dass die für die Allgemeinheit wahrscheinlich mehr getan haben als du und ich zusammen (dein Engagement kann ich natürlich nicht beurteilen). So ein Pauschal-Urteil ist immer voll daneben.....



      Wohl wahr! Ohne politisch aktive Mitmenschen, die gestalten wollen, funktioniert ein Gemeinwesen nun mal nicht. Deswegen ist derlei pauschalisierende und argumentativ nicht untermauerte Verunglimpfung (Mit Kritik hat das nichts zu tun) auch in jeder Hinsicht unredlich und kann eigentlich gar keine Grundlage für eine halbwegs sachliche Diskussion sein. Gerade auf den kommunalen Ebenen wird sehr engagiert und größtenteils ehrenamtlich gearbeitet. Es regelt sich eben nix von selbst! Als Dank darf man sich dann noch beschimpfen und - zunehmend - bedrohen lassen, was auch vor der Familie nicht halt macht. In vielen Gemeinden findet sich kaum noch jemand, der sich öffentlich engagieren will. Das gefährdet auf Dauer die Substanz der Demokratie! Wer sich mal - auf welcher Ebene auch immer - politisch engagiert hat, der weiß, wie mühselig und entbehrungsreich diese Tätigkeit, die letztlich ein Dienst an der Gemeinschaft ist, sein kann. Natürlich kommt auch hier der Antrieb aus Motivationen, die in der jeweiligen Persönlichkeit liegen und ist die Darstellung, dass man sich nur am Gemeinwohl orientiere, verlogen. So ist der Mensch nun mal. Letztlich tut er im Kern alles für sich selbst. Das gilt i.Ü. auch für sonstige "Wohltäter", etwa im caritativen Bereich. Entscheidend ist für mich, was dabei für die Allgemeinheit herauskommt! Und wenn jemand sein persönliches Geltungsbedürfnis, sein Streben nach Macht und Anerkennung als eigentliche Grundmotivation befriedigt, dabei aber gute Ergebnisse bringt, soll's mir recht sein.

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 07.04.2020

      Auch wenn es Rufen in der Wüste gleichkommt: Meiner Meinung nach sollte man die Politik differenziert betrachten, auch die im Zusammenhang mit der aktuellen Krise stehende. Solche Krisen verdeutlichen einerseits die Mängel in einem System, zu nennen wären bspw. die Versäumnisse bzgl. einer vorausschauenden Materialbeschaffung bzw. Auslagerung entsprechender Produktionen in Billiglohnländer oder die mangelhafte Situation im Pflegebereich (auch im häuslichen, der vollkommen vergessen wird), vor deren Folgen ebenfalls von sachkompetenten Menschen seit langem gewarnt worden ist. Als grundsätzlich "systemkritischer", aber nicht blindwütig unter Ignoranz der Fakten argumentierender und damit letztlich nicht diskussionsfähiger, Mensch sehe ich indes auch - immer im Vergleich zum großen Rest der Welt - dass "die Politik" bei uns auf allen Ebenen sich um entschlossenes, aber auch abgewogenes Handeln unter Einbeziehung der Expertensicht bemüht und in dieser schwierigen Lage ihrer Verantwortung weitestgehend durchaus gerecht wird. Zudem beweist sich - trotz aller Mängel im Detaill - der Wert eines funktionierenden Sozialsystems. Man schaue nur mal in die USA um die Unterschiede zwischen sozialer(er) Marktwirtschaft und hemmungslosem Kapitalismus doch sehr deutlich zu erkennen. Es wird gerade wieder deutlich (für diejenigen, die sehen wollen), dass das Bemühen um mehr soziale Gerechtigkeit und mehr Bildung nicht nur ein hehres Ziel für Sozialromantiker darstellen sollte, sondern überlebenswichtig sein kann, für den einzelnen, für die Gesellschaft und langfristig - davon bin ich überzeugt - für den Planeten. "Demokratisch legitimierte" Kreaturen wie Trump oder Bolsonaro werden die Welt zugrunde richten, da ihre kranke Hybris weder Einsicht noch Widerspruch zulässt und alles ignoriert, was nicht der eigenen Ideologie untergeordnet werden kann. Dass diese Kreaturen Wahlen gewinnen können, hängt mit mangelnder Aufklärung/Bildung weiter Teile der Bevölkerung zusammen, so dass die Lämmer ihre Schlächter wählen und - dies gehört zur Wahrheit dazu - die demokratischeren Alternativen versagt haben, so dass sich der Hass auf das "Etablishment" nachvollziehbar etablieren konnte. Zurück zu uns: Ich werde die Politik auch künftig kritisch begleiten und darauf achten, welche Lehren aus der Krise gezogen und welche der nunmehr beteuerten Ein - und Absichten auch in konkretes politisches Handeln umgesetzt werden. Aktuell nehme ich erste Schwächen in der vor Wochen noch lobenswerten transparenten und erklärenden Kommunikation wahr, wenn bspw. Spekulationen über den "Exit" durch Äußerungen angeheizt werden und breite Teile der Bevölkerung unnötigerweise verunsichert werden. Da wird etwa spekuliert, dass "die Älteren" einer gesonderten Behandlung unterzogen werden, ohne zu erklären, wen man eigentlich meint und wie diese Sonderbehandlung aussehen könnte. Wer sind "die Älteren", die ab 60, 65 oder 70? Sind alle "Älteren" gemeint, unabhängig von ihrem individuellen Gesundheits/Fitnesszustand? Schließlich sind nur 5 % der "Älteren" über 60 pflegebedürftig. Gilt (etwa ein gesondertes verlängertes Kontaktverbot) für alle, auch unabhängig davon, ob man sich in einem städtischen Ballungsraum oder in der ländlichen Diaspora bewegt. Ich würde der Politik raten, hier alsbald Klarheit herzustellen, auch um dem bereits im Gange befindlichen "Generationenkonflikt" nicht noch weitere Nahrung zu geben.

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 04.04.2020

      Was das "System" anbetrifft findest du in mir sicherlich keinen Verteidiger der jetzt herrschenden Kapital Elite . Einen gewillten Demokraten , einen Kämpfer aber gegen die immer größer werdende Ungleichheit .

      Jetzt , in dieser Corona Krise ...sehe ich aber tatsächlich erstmal einen Ansatz auf das anerkennen des Wertes des nicht effizienten , des schwachen .
      Eine Abwendung von kalten Kapitalismus , vom Gesichtslosen Profit willen , vom " Geiz ist Geil " .

      Meine Hoffnung ist das die vielen nicht nur mit machen weil sie Angst haben , verunsichert sind oder zwangsgesteuert sind ...
      Sondern weil sie es verinnerlicht haben wie " teuer " das ist was sie tun . Auch ohne den Gedanken an Euro und Markt[/quote]


      @RVG: Deine Haltung (nicht nur in diesem Post) ehrt dich und rührt mich! Deine Hoffnung vermag ich indes nicht zu teilen, wenngleich sie letztlich das Einzige ist, an das Humanisten sich halten können.
      Ich glaube,dass die Ansätze von "Einsicht", soweit vorhanden, nicht nachhaltig sein werden. Derzeitig erleben wir eine staatlich geforderte und geförderte Solidarität, die nach vorgegebenen Regeln von vielen auch gelebt wird, da man sich irgendwie in einem Boot sitzend fühlt, aber mit genügend Abstand zueinander. Zudem handelt es sich ja um eine "passive" Solidarität und hat ein wirklicher Kampf um Ressourcen noch gar nicht begonnen. Die Klopapierhorter gehören halt zu einer noch primitiveren Sonderspezies die sehr schnell die Nerven verliert. Wenn's wirklich knapp würde, wäre es auch und gerade in "Corona-Zeiten", selbst mit der passiven Solidarität schnell vorbei. Eine proaktive Solidarität, die persönliche Initiative voraussetzt, wird indes bestenfalls nur im Kleinen, im sozialen Nahraum, von Minderheiten gelebt. In "normalen" Zeiten ist zu viel Solidarität untereinander, und erst recht mit Schwachen, aber ja auch gar nicht gewünscht,denn dies setzte ja ein Bewusstsein für gesellschaftliche Zusammenhänge, ein kritisches Denken, soziale Empathie voraus, alles Kompetenzen, die eher nicht gefördert werden und deren Verkünder vielmehr mit einem Stigma (wahlweise Weltverbesserer, Gutmensch, Spinner, Träumer, Linksradikaler etc.) belegt werden, um das eigene Sein, Denken und Handeln nur ja nicht hinterfragen zu müssen.

      Politisch wird sich die Menschenmasse hinter jenen versammeln "die in der Krise Führungsstärke bewiesen haben", und die für ein "Weiter so!" bzw. "Jetzt erst recht!" stehen und ihrerseits weder zur Selbstreflexion noch zu einem, aus einem Lernprozess resultierenden, künftig vorausschauendem politischen Handeln neigen. Dann sind wieder und verstärkt die "Macher" gefragt und nicht die "Denker", das gemeine Wahlvolk mit seinem ausgeprägten Kurzzeitgedächtnis wird sich, unmündigen Kindern gleich, der "Führungsstärke" in der Krise besinnen, nicht der Fehler und Versäumnisse, die sich auch in der Krise auswirken, aber glücklicherweise eben nicht so verheerend, dass das eigene Dasein irreparablen Schaden davongetragen hätte. Es wird beim "Herdenverhalten" keine Rolle spielen, dass auch die Krisenmanager beharrlich alle Warnungen bzgl. solcher oder ähnlicher Katastrophen in den Wind geschlagen haben. Auch die nunmehr dreist gerühmten Vorteile unseres Gesundheitssystems sind ja nicht etwa Ausdruck eines breiten politischen Konsenses, sondern letztlich dem Widerstand derjenigen zu verdanken, die sich einem immer rascheren und radikaleren Umbau des Gesundheitssystems nach vorrangig ökonomischen Aspekten widersetzt haben. Die nunmehr gleichfalls gepriesenen "sozialen Sicherungssysteme" werden doch von so genannten "Konservativen", "Liberalen" und dem wirtschaftshörigen Teil der Sozialdemokratie seit Bestehen der Bundesrepublik als Leistungs-und Wachstumshemmnis gebrandmarkt.

      Ich würde mir wünschen, dass die Menschen die handelnden Verantwortlichen mehr nach dem Grundsatz: ".An ihren Taten sollt ihr sie erkennen." bewerteten und das in Gänze und nicht nur über die letzten 2 Wochen. Vor diesem Grundsatz sind die derzeitigen Umfrageergebnisse eine Schande, da diejenigen, die für Verbesserungen für die Menschen eintreten und solche auch teilweise gegen erbitterten Widerstand umgesetzt haben (und sich aktuell in verantwortungsvoller Position ebenfalls in der Krise "bewähren") sogar noch an messbarem Zuspruch verlieren, während die Gesellschaftsspalter einen Höhenflug zu verzeichnen haben. Eine schwarz-gelbe Regierung und M.Söder als BK als wesentliche Konsequenz der Krise? Na, danke!

      Wir erleben dieser Tage ja so etwas wie eine Renaissance der Philosophie. Wo war die eigentlich die letzten 20 Jahre? Plötzlich melden sich immungeschwächte Denker aus ihren Quarantänestationen und beglücken uns, wie dereinst Diogenes aus der Tonne heraus, vom Balkon herab mit ihren Einsichten und Deutungen. Ich genieße das sehr, weil seit langem mal wieder die richtigen Fragen gestellt werden und die Krise auch als Mahnung und Chance gedeutet wird, aus Fehlern zu lernen und künftig Politik vorausschauender zu gestalten, mehr Solidarität binnnengesellschaftlich, europäisch und global zu üben und Ökonomie und Ökologie nicht weiter als Gegensätze zu betrachten. Die nächsten Katastrophen kommen bestimmt. Wer sich dafür interessiert, wird feststellen, dass die Folgen von Fehlentwicklungen, sei es im Hinblick auf Pandemien oder Umweltzerstörung, immer schon von Experten viele Jahre im Voraus angekündigt worden sind. Dies hat die Politik (und die Wähler) indes nicht daran gehindert, diese Warnungen konsequent zu ignorieren. Die Grünen etwa steigen in der Wählergunst immer dann, wenn irgendwo ein Reaktor explodiert oder die Folgen des Klimawandels konkrete spürbare Folgen für den eigenen Alltag haben. Stattdessen wurde - wie aktuell - erst dann gehandelt, wenn einen die Probleme in den - eigenen - Arsch beißen, von vorausschauender Gestaltung (oder Wahlentscheidung) keine Spur. Jetzt hört die Politik auf einmal auf die Experten und viele Bürger fragen sich, ob Herr Prof. Drosten wohl auch BK könnte. Auch hier kommt wieder das "unmündige Kind" zum Vorschein, das geleitet und beschützt werden möchte. Mal sehen wie es nach der Krise weitergeht.

      Das Virus wird auch das Kernproblem der Menschheit - die himmelschreiende Ungerechtigkeit, die den größten Teil der Weltbevölkerung von einer menschenwürdigen Teilhabe ausschließt - drastisch verdeutlichen. Was wird das Virus wohl bspw. in Indien oder Afrika anrichten, wo die allermeisten Menschen - es sei denn, sie gehören einer kleinen korrupten Elite an - dem Virus schutz - und hilflos ausgeliefert sein werden. Wer diese Folgen dann immer noch fatalistisch als mehr oder weniger natürliche Auslese verharmlost, dem ist wirklich nicht mehr zu helfen. Ich weiß nicht, ob im Nachhinein mal eine der sicherlich zahlreichen Erhebungen auch ausweisen wird, wie sich die Verteilung der "Mortalitätsrate" je nach sozio-ökonomischen Bedingungen darstellt. Auch hier würde sich eindrucksvoll beweisen, dass Armut tötet. Ich sah dieser Tage im TV einen Beitrag aus den USA, wonach die Reichen New York schon den Rücken gekehrt hätten und sich private Intensivmedizinstationen einrichteten. Das Virus unterscheidet ja nicht zwischen Arm und reich, macht selbst vor Königshäusern nicht Halt, aber am stärksten betroffen sind auch hier immer die, die am wenigsten dafür können. Wäre schön, wenn die Krise zumindest ein wenig dazu beitragen könnte, dass sich mehr Menschen, die sich wie wir in einer priviligierten Situation befinden, und sei es aus Eigennutz, mehr Gedanken um die Zusammenhänge machten und ihr künftiges Denken und Handeln stärker danach ausrichten würden. Du siehst, RVG, jetzt hoffe ich doch noch.. wenn auch nur ein wenig.

      Gruß aus dem Westerwald!

    • Also, ich liebe ja Polemik und ein Grund warum ich von diesem Forum nicht gänzlich loskomme ist, dass wir hier in dieser Disziplin wahre Meister haben. Nun ist es bisweilen ein schmaler Grat, auf dem man wandelt, gerade wenn es nicht um Fußball, sondern um wichtige Themen geht und eine Diskussion Anspruch auf Seriosität erhebt. Der Kohlenbock schrob, Bezug nehmend auf die Diskussion mit Papa, von "Parallelwelten" und ich denke, das trifft es ganz gut. Es gibt halt unterschiedliche Zugänge zu dem Thema und unterschiedliche Prioritäten, je nach persönlicher Lebenssituation und Betroffenheit. So wiegen halt für manchen die wirtschaftlichen Aspekte schwerer, da die dadurch entstandene reale Gefährdung "näher" als eine vielleicht persönlich eher abstrakte Gefahr durch Ansteckung wahrgenommen wird. Da werden dann auch schon mal die vermeintlichen Fakten unterschiedlich gedeutet und der eigenen Argumentation untergeordnet. Da zeigt sich dann der schmale Grat der Polemik, wenn bspw. einander unterstellt wird, dass mehr oder weniger Tote zur Stützung der eigenen Position dienten, Todeszahlen bagatellisiert werden etc.. Nervig empfinde ich persönlich diesen konstruierten Konflikt zwischen jung und alt. Es müsste doch mtlw. klargeworden sein, dass es im Kern gar nicht primär darum geht, die "Alten" zu schützen, sondern vielmehr die Jungen, die die Alten pflegen müssen, wenn diese in großer Zahl intensivmedizinisch versorgt werden müssten. Dann hätten nämlich auch die Jungen ein Problem, wenn sie intensiver Behandlung bedürften, die ganzen Alten ihnen die endlichen Ressourcen wegnähmen und es zu dem ja auch diskutierten ethischen Superdilemma käme, dass Ärzte entscheiden müssten, ob sie den Alten zugunsten des Jungen wieder abklemmten. Es wird ja dann gerne dieses Beispiel mit dem 80-jährigen Opa und der 30-jährigen Mutter von 3 Kindern herangezogen, damit es nicht zu schwer wird. Was wäre denn, wenn der Opa ein 50-jähriger Mann wäre? Wie alt darf man denn sein, damit man noch mit in die Verlosung kommt, wenn Ärzte, um nicht entscheiden zu müssen, erst gar keine Alten mehr behandeln, weil sie wissen, dass der nächste Junge nicht lange auf sich warten lassen wird? Gibt es Bonuspunkte - etwa soziale Stellung, "Wert" für die Gesellschaft etc., mit denen man "Altersnachteile" kompensieren könnte ? Schwieriges Thema, gell? Deswegen sollten wir alles daran setzen, dass wir von solchen Szenarien weit weit weg bleiben und so verstehe ich auch die Maßnahmen, die freilich nicht frei von Widersprüchen sind und einer fortlaufenden Evaluation unterzogen werden müssen.

      Prognostisch bin ich eher beim Smokie mit seinem eher doch eher optimistischen Szenario. Mehr noch: Da man aus der Krise gelernt hat, werden in unvermindertem Tempo wegweisende politische Entscheidungen getroffen, um die Folgen der Krise zu egalisieren und für künftige Katastrophen besser gerüstet zu sein: Im Einzelnen:

      Die Union liegt in Umfragen bei 48 %. Ludwig Söder wird Kanzlerkandidat und verspricht, nach seiner Wahl Neuschwanstein seiner ursprünglichen Bestimmung zurückzugeben.
      Die Freien Darwinisten dienen mit eingeöltem Anus an, mit der ganzen Kraft ihrer 5,1 % für eine Neuauflage einer schwarz-gelben Koaition zur Verfügung zu stehen, falls es wider Erwarten für die Union nicht zur absoluten Mehrheit reichen sollte.
      Selbständige und andere Leistungsträger werden bis auf weiteres von ihrer Steuerpflicht befreit, um die durch die Krise erlittenen Ausfälle wenigstens teilweise zu kompensieren.
      Medizinisches und sonstiges Pflegepersonal wird - ggf. auch post mortem - das kleine Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen. Sie erhalten 3 Tage Sonderurlaub und eine einmalige Gehaltszulage von 328 Euro, natürlich steuer - und sozialabgabenfrei (Tierheime und Seniorenresidenzen am Golf von Siam sind von den vg. Regelungen ausgenommen).
      Supermarktangestellte dürfen wegen ihres heldinnenhaften Einsatzes während der Krise endlich auch Sonntags arbeiten. Die Bundesregierung will sich bei der EU-Kommission dafür einsetzen, dass die EU-Verordnung BH 13/92 SiS, welche die Bückhöhe in Supermärkten regelt, dahingehend abgeändert wird, dass die künftige Bückhöhe rückenfreundlicher um 5-9 cm (je nach Größendurchschnitt der Mitarbeiterinnen in den Mitgliedsländern) angehoben wird (die 9 cm stehen für Italien, die 9 für Schweden, dazwischen liegen irgendwo die deutschen Kolleginnen, so dass ein Zuwachs von 7 cm Bückhöhe durchaus realistisch erscheint.. Außerdem, so die Zusage der BR, werde man sich dafür einsetzen, dass ohne Einsatz technischer Hilfsmittel zu verrichtende schwere körperliche Arbeiten vor Sonnenaufgang künftig untersagt werden.
      Allen systemrelevanten Berufsgruppen gemein ist die Platzierung in der Neujahrsansprache der Bundeskanzlerin (bzw. Ludwig Söders) bis Januar 2022.
      Rentner und andere unproduktive Problemgruppen müssen sich einmal wöchentlich frewillig bei ihrem örtlichen Gesundheitsamt einer Testung auf Covid 17-21 unterziehen, um im Fall einer weiteren Virenatacke zum Schutz der Volksgesundheit eine zeitnahe Deportation auf die zu diesem Zwecke von den BL SH und NS annektierten friesischen Inseln gewährleisten zu können. M. Schwesig hatte sich - mit Hinweis auf die fragilen Mehrheitsverältnisse in den mitteldeutschen Parlamenten - erfolgreich gegen eine Einbeziehung der MV-Ostseeinseln wehren können.
      Bei Zuwiderhandlungen gegen die Melde und Testpflicht wird unkooperativen Rentnern - in Anlehung an die bewährte ALG-II-Praxis zunächst die Rente gekürzt, im Wiederholungsfall erfolgt die vollständige Einstellung der Rentenzahlung- bei gleichzeitiger Gewährleistung einer menschenwürdigen (Art. 1 GG) Grundversorgung mittels Grundbedarfsgutscheinen.

      Auch ein Blick über den großen Teich stimmt erfreulich. In den USA hat der größte Präsident aller Zeiten, einer geilen Männerphantasie folgend, das Virus mittels einer riesigen phallusförmigen Turbine einfach gen Süden nach Mexiko geblasen, so dass er gute Aussichten sieht, dass es bei der Zahl von nur 1,5 Millionen US-Opfern bleibt und sich das Virus im Nachbarland nützlich machen kann. Aus den durch den nicht mehr erforderlichen Mauerbau eingesparten Mitteln enthält jeder weiße republikanische Wähler eine Startprämie von 1000 Dollar. Doch damit nicht genug der guten Nachrichten von Uncle Sam. Auf höchstpersönliche Vermittlung des Präsidenten hat der Ku-Klux-Klan einen Großteil seiner umfangreichen Vermummungsbestände zur Versorgung der weißen Bevölkerung gespendet, was das Ansehen der Vereinigung über die Südstaaten hinaus zusätzlich gefördert hat.

      So.. oder so ähnlich wird's kommen. Also kein Grund zur Sorge!

      Vertragt euch!

      Gruß aus dem Westerwald!

      Die neu gegründete Gewerkschaft der leer ausgehenden Paketzusteller und Pizzalieferdienstleister klagt wegen Diskriminierung vor dem EuGH, da sie ihre Leistung während der Krise durch den Gesetzgeber nicht gebührend gewürdigt sehen.
      Die Bundesregierung hat vorsorglich die Herstellung von 2 Milliarden Schutzmasken in vom RKI empfohlener Pemiumqualität in Auftrag gegeben. Nach zuverlässigen Angaben des Auswärtigen Amtes ist die Produktion in Bangladesch bereits in vollem Gange. Das AA fügt- nicht ohne Stolz - hinzu, dass aus humanitären Erwägungen das Mindestalter der produzierenden Mitarbeiterinnen, das Einverständnis deren Ehemänner vorausgesetzt, von 10 auf 12 Jahre heraufgesetzt wurde. Hiermit wolle man, so das AA, ein deutliches Zeichen für die Wahrung der Menschenrechte in den ausgesourcten Reichsproduktionsgebieten setzen.

    • Westerwald-Jupp hat einen neuen Beitrag "Corona: Alles ums Thema Virus und Bier - Der 2 in 1 -Trööt" geschrieben. 02.04.2020

      Zitat von smokie im Beitrag #2883
      Zitat von blueeye im Beitrag #2882
      Es geht ja nicht um irgendeine Hitliste - wäre ja auch vollkommen blödsinnig. Es geht einfach um die Verhältnismäßigkeit und nicht darum , sich "nicht so anzustellen". Um die teilweise absurden Verhaltensweisen der Menschen und die - in meinen Augen - völlig übetriebene Panik... im Grunde ist es ja egal, ob 500.000 Menschen an irgendeinem Virus sterben oder 9 Millionen Menschen verhungern. Einen Virus, der Menschen tötet wird es immer geben und kann man auch nicht verhindern (glaube ich zumindest). Das Menschen verhungern kann man aber verhindern (glaube ich zumindest). Und sei es, dass man den Menschen in Afrika die Pille gibt. Aber das kostet ja Geld...


      Vorab: Ich wollte dich nicht persönlich angreifen mit meiner Aussage.
      Ich weiss allerdings nicht, ob im hier und jetzt Verhältnismäßigkeiten eine Rolle spielen sollten. Denn zu was soll das führen, ausser zu Endlos-Diskussionen über den berühmten, ultimativen Punkt, an dem man anfängt die Probleme dieser Welt zu lösen? Der eine sagt Hungersnot, dann kommt der nächste mit Kinderarmut und so weiter. Irgendwas ist immer in irgendeinem Punkt wichtiger oder unwichtiger. Natürlich sind jährlich 9 Millionen Hungersnot-Opfer ein grausames Problem. Nur ist es eben ein ANDERES Problem, was jetzt aus ganz unterschiedlichen Gründen nicht im Vordergrund steht. "Geld" ist hier übrigens nicht die Frage, allein mit dem jährlich gespendeten Geld bei "Ein Herz für Kinder" KÖNNTE man das Problem lösen. Das hat allerdings mit wirtschaftlichen Interessen zu tun, dass den Menschen vor Ort nicht nachhaltig geholfen wird bzw. geholfen werden soll. Aber wie gesagt: Ein anderes, sehr umfangreiches Thema.
      Jetzt sind wir bei Corona und es soll in erster Linie darum gehen, Infektions-Ketten niedrig zu halten, damit eine Versorgung sowohl von Infizierten, als auch von Menschen mit völlig anderen "Gebrechen" dauerhaft gewährleistet bleiben kann. Es geht werder um eine Verhinderung des Auftauchens eines Virus, noch um eine schnelle "Ausrottung". Ganz einfach weil BEIDES unmöglich ist. So klar sollte man es schon sehen, finde ich.
      Und auch hier spielen "Verhältnismäßigkeiten" kaum eine Rolle, warum auch? Was ist denn "verhältnismäßig"? Und was ist "absurd"?
      Als mein Opa starb, habe ich am Grab geweint. Ist es jetzt irgendwie absurd oder verlogen, dass ich keine Trauerphase hatte wegen zigtausend anderer Großväter, die aus dem Kreise ihrer Famillien geschieden sind?
      Oder nehmen wir die Grippe, die ja bisher immer europaweit mehr Opfer forderte: Wo fängt da Verhätnismäßigkeit an? Wie viele Grippe-Patienten wurde die Aufnahme im Krankenhaus verwehrt? Wie oft musste in Europa Miltär ausrücken, um Grippe-Opfer einzusammeln? Wie oft mussten Grippe-Tote in Zelten "gelagert" werden, um auf Abholung zu warten? Wie viele Beerdigungen konnten nicht mit der ganzen Familie abgehalten werden, weil man Angst vor gegenseitiger Ansteckung haben musste? Nur mal so ein paar Beispiele, warum mich solche Vergleiche stören.
      Die Meinungen zu den Maßnahmen dürfen komplett unterschiedlich sein: Genau richtig, übertrieben, untertrieben. Ich verstehe nicht, warum man solche Meinungen immer noch extra-klassifizieren muss in "Panik" oder ähnliches. Denn eins ist auch klar, und das kann für den Einzelnen ziemlich hart sein: Am Ende wird KEINER für sich beanspruchen können, Recht gehabt zu haben. Denn WISSEN werden wir es LEIDER nie. Damit im Diskurs umzugehen kann härter werden, als wenn man eine klassiche "hatte Recht", "hatte Unrecht" Situation hat.
      ICH persönlich habe nach wie vor keine Angst vor dem Virus, wenn ich mir auch mehr als alles andere wünsche, dass sämtliche "Risiko-Gruppen" innerhalb meines Familien- und Freundeskreises verschont bleiben. Allerdings habe ICH auch keine Angst vor einer jahrzehntelangen Depression, wenn wir unseren "Shut-Down" bis zum 04.05. haben werden (davon gehe ICH ja aus). Letztlich bleibt mir nichts anderes übrig, als auf Experten-Meinungen und politische Umsetzungen zu vertrauen. So ganz ohne Panik übrigens. Kann hart sein, ist aber nunmal der klassische Weg unseres Systems. Nach Ungarn oder Schweden (um mal zwei Extreme dieser Zeit zu nehmen) möchte ich deswegen trotzdem nicht auswandern. Am Ende bin ICH mir sicher, dass die allermeisten versuchen, ihr bestes zu tun, heute wie in den nächsten Monaten und Jahren. Allein schon, weil nun wirklich KEINER etwas davon hat, wenn unser Alltag länger beschränkt bleibt, als es aus Sicht der Experten nötig ist. Am Ende wird nämlich auch keiner der ganzen Experten ein absolutes Recht für sich beanspruchen können. Wie sagte Drosten (ich glaube, der wars)? Mit Krisen-Management ist kein Ruhm zu erlangen. Und genauso sehe ich das auch.



      Danke, Smokie für diesen wohltuend klugen Beitrag! Es gerät wirklich thematisch manches durcheinander. Alles wichtige Themen, die es wert wären, auch ohne Corona vertieft zu werden. Wenn man dann noch berücksichtigt, dass viele Beiträge ohnehin mehr über den jeweiligen Verfasser, dessen Erfahrungen/Geschichte, aussagen als über die gegenwärtige Krise und den Umgang damit, dann erkennt man, dass Diskussionen nur bis zu einem gewissen Punkt sinnvoll sind, weil es nicht ums Tröödthema sondern ganz was anderes geht. Diesen Zeitpunkt haben wir hier nach meiner Einschätzung längst überschritten. Trotzdem kann man dem noch was positives abgewinnen, wenn es wenigstens der emotionalen Entlastung dient.

      Gruß aus dem Westerwald!

Empfänger
Westerwald-Jupp
Betreff:


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