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Registrierungsdatum: 28. Juni 2017

Beiträge: 1 186

321

Donnerstag, 16. August 2018, 01:14

Gibt es hier im Forum vielleicht einen Juristen, der mir annähernd begreiflich machen kann, wieso diese Typen wieder auf freiem Fuß sind? Was muss man denn noch machen, damit man erstmal weggeschlossen wird und erstmal keinen weiteren Schaden anrichten kann?
Ich wage den Versuch.
Wenn ich mich nicht stark irre, sind wir alle Juristen.
Jurist ist kein geschützter Begriff, wie z.B. Rechtsanwalt oder Steuerberater.
Unter uns Juristen gilt der Rechtsstaat als ein hohes Gut. Jeder Angeklagte muss
wissen, wessen Verbrechen er angeklagt ist. Das bedeutet, die staatlichen
Ermittlungsbehörden müssen die einzelne Tatbestände konkret einzelnen Personen zuordnen
können. Wenn ein Einzelner aus einer friedlich demonstrierenden Gruppe Flaschen auf Polizisten wirf, ist nicht die
gesamte Gruppe straffällig und kann auch nicht für den Flaschenwurf haftbar
gemacht werden.
Gelingt es der Polizei nicht, den Täter zu identifizieren
bleibt die Tat ungesühnt. Ist der Täter identifiziert, obliegt es nicht der
Polizei, das Strafmaß festzulegen. Im Übrigen aus gutem Grund. Das Strafmaß wird
von einem Richter, im Anschluss an ein ordentliches Gerichtsverfahren, in einem
Urteil festgestellt. Zu einem ordentlichen Gerichtsverfahren gehört
selbstverständlich auch ein Verteidiger, der die Interessen des Angeklagten
vertritt. Bei der Strafbemessung ist das Motiv des Täters entscheidend. Bestes
Beispiel ist die Unterscheidung zwischen Mord und Totschlag oder
Körperverletzung mit Todessfolge. In allen drei Fällen ist das Opfer tot, das Strafmaß
variiert allerdings beträchtlich. Bei diesem Vorfall wird es erfahrungsgemäß
Anführer und Mitläufer gegeben haben und die sind unterschiedlich zu bestrafen.

Die Arschlöcher, die in ca.50 Autos auf die Berliner
gewartet haben, wurden größtenteils festgesetzt, ihre Personalien wurden
aufgenommen und ein Richter ist der Meinung, dass keine Fluchtgefahr besteht
und Verdunklungsgefahr nicht gegeben ist. Die Polizisten sind für bestimmte
Straftaten Zeugen und werden aussagen. Wenn so ein Honk ohne Licht auf
Polizisten losrast und mit Waffengewalt gestoppt wird, weiß die Polizei wer
gefahren ist. Schreiben eine Anzeige und der Staatsanwalt eröffnet ein
Gerichtsverfahren.

Ähnlich wie die Mafia bedient sich diese Klientel sich eines
Schweigegelübdes, Das heißt, da redet keiner mit der Polizei, weil Kooperation
mit der Staatsmacht als Hochverrat geahndet wird. Das erschwert die Ermittlungen erheblich.Die Berliner Hools haben sich
wohl mit ganz normalem Publikum im zweiten Bus gemischt. Nach meinem
Kenntnisstand wollten sich da Gleichgesinnte an die Gurgel, ohne Rücksicht auf
Frauen und Kinder.

Das Vorgehen der Justiz ist nur vor dem Hintergrund der
Zielstellung zu verstehen. Jugendstrafrecht kann bis zum 21 Lebensjahr angewandt
werden, wenn die Person noch nicht die übliche Reife eines Erwachsen erworben
hat. In diesem besonderen Recht geht es in erster Linie darum, den Täter wieder
in die Gesellschaft zurückzuführen und ihm mit der Strafe auf den rechten Weg
zu dirigieren. Die Sühne der Schuld steht nicht oben auf der Prioritätenliste,
daher werden, wenn es irgendwie geht, gerne Bewährungsstrafen verordnet. Die
Fälle, wo die Bewährungsstrafe ausreicht werden öffentlich nicht wahrgenommen,
die wo es schief geht erregen die Bevölkerung. Ich habe keine Ahnung, in wie
vielen Fällen welche Reaktion des Täters eintritt.

Die Frustration kann ich nachvollziehen, allerdings wäre die
Alternative keinesfalls besser.
In der Theorie sind Theorie und Praxis eins. In der Praxis nicht! :fcfc:

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  • Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Ron Dorfer« (16. August 2018, 01:14)

Machead

Profi

Registrierungsdatum: 7. Juni 2016

Beiträge: 680

322

Donnerstag, 16. August 2018, 10:35

Danke, Ron. Auch wenn wir alle Juristen sind, bist du es offensichtlich doch ein wenig mehr. Es ist auch gut, von Zeit zu Zeit nochmal an den Begriff des "Rechtsstaates" erinnert zu werden, auch wenn die Konsequenzen daraus dem gesunden Menschenverstand und dem Empfinden von Moral und Anstand widersprechen.

Wenn ich als Panz mit den falschen Nachbarjungs unterwegs war und wir Mist gebaut hatten, gab's Hausarrest für die ganze Bande. Ich war meistens friedlich und wenn überhaupt eher Mitläufer, aber ich wäre nie auf die Idee gekommen, mich über anschließende Strafen zu beschweren. Mitgehangen, mitgefangen. Nicht gerade rechtsstaatlich formuliert, aber ich wusste ja, worauf ich mich einlasse.

Wenn ich mich mit Maleroutfit und Sturmhaube unter ähnlich gewandete Typen mit zweifelhafter Absicht in den Ultrablock stelle, aus dem später Böller fliegen, darf mich auch ein anschließendes Stadionverbot nicht erstaunen. Wer sich mit Idioten einlässt, darf sich nicht wundern, wenn er als Idiot behandelt wird.

Wenn die Leute um mich herum mit Steinen Jagd auf Fanbusse machen und Polizisten mit Autos attackieren, bin ich nicht nur unter Idioten, sondern unter Vollidioten. Das ist dann auch nicht mehr mit Mitläufertum zu entschuldigen, denn das Ziel war ja offenbar wohlgeplant und die aktive Teilnahme der Anwesenden Konsens.

Eine Dimension von Strafe ist doch auch die erzieherische Einwirkung. Und eben die fehlt mir hier komplett. Die Idioten haben gewonnen - Chaos verbreitet, maximale mediale Aufmerksamkeit, und dass alle die Klappe gehalten haben wird keine 24 Stunden später bei einem kühlen Kölsch fröhlich begossen.

Flüchtlinge sollen an der Grenze mit Stacheldraht eingezäunt werden, bis ihr Verfahren durch ist, aber Menschen, die mindestens mit Verletzungsabsicht auf andere Menschen losgehen, werden - rechtsstaatlich begründet - so schnell wie möglich wieder auf freien Fuß gesetzt. Wer bestimmt eigentlich die Spielregeln, an welchen Stellen der Staat sagen darf: "Du bleibst jetzt erstmal hier?" Warum ist die eine Form der Freiheitsberaubung auch in einem Rechtsstaat plötzlich sagbar und die andere nicht? Mir fehlt an gefühlt immer mehr Stellen eine Überlappung des Rechtsstaats-Begriffs mit meinem Empfinden.
Ihr Menschen seid komisch.
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  • Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »Machead« (16. August 2018, 11:25)

Machead

Profi

Registrierungsdatum: 7. Juni 2016

Beiträge: 680

323

Donnerstag, 16. August 2018, 10:37

sorry, Doppelpost
Ihr Menschen seid komisch.
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  • Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Machead« (16. August 2018, 10:38)

HoherNorden

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 18. Juni 2015

Beiträge: 388

324

Donnerstag, 16. August 2018, 11:11

Wenn unser Rechtsstaat so weiter macht darf
man sich nicht wundern wenn aus unserem
Rechtsstaat in nicht all zu weiter Ferne ein
rechter Staat wird in dem dann der Rechtsstaat
wohl weitestgehend ausgedient hat.

Es kann einfach nicht sein wie lasch die doch
nach Meinung Vieler ausreichend harten Gesetzte
letztlich durch die Gerichte ausgelegt werden.

So gräbt sich der "Rechtsstaat" sein eigenes Grab !
No risk - no fun :P
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Registrierungsdatum: 28. Juni 2017

Beiträge: 1 186

325

Donnerstag, 16. August 2018, 12:17

Diese Gefahr besteht durchaus.
Faschisten haben schon mehr als einmal die systemimmanente Schwäche der
Demokratie missbraucht. Diktaturen haben für die Regierenden viele Vorteile, für die
Bevölkerung nicht. Analog zum Fußball ist es viel einfacher, den Rechtsstaat zu
verteidigen als in wiederaufzubauen. Die Türkei wurde unterm Strich bestimmt um
Jahre, wenn nicht Jahrzehnte in ihrer Entwicklung durch Erdogan zurückgeworfen.
Am Anfang hat er gerade für die ärmsten der Armen spürbare Verbesserungen auf
die Reihe gekriegt, was bis heute nachhallt. Vergleichbar mit dem
Rüstungsprogramm der Nazis, dass vielen Menschen zu Arbeit und Brot verhalf.
Wer wollte, konnte analog zur Türkei, schon recht früh feststellen, wohin der
Weg führt. Wie schnell die rechtsstaatlichen Errungenschaften abgeschafft
werden können, wurde mehrfach bewiesen. Diese Errungenschaften sind eben nicht
selbstverständlich, sondern äußerst selten und kostbar. Wer am eigenen Leib
erfahren hat, wie es sich ohne diese Vorzüge lebt, ist deutlich dankbarer, als
diejenigen die nicht darüber nachdenken.
In der Theorie sind Theorie und Praxis eins. In der Praxis nicht! :fcfc:

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Topalovic

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 14. Januar 2018

Beiträge: 373

326

Donnerstag, 16. August 2018, 12:48

Diese Gefahr besteht durchaus.
Faschisten haben schon mehr als einmal die systemimmanente Schwäche der
Demokratie missbraucht. Diktaturen haben für die Regierenden viele Vorteile, für die
Bevölkerung nicht. Analog zum Fußball ist es viel einfacher, den Rechtsstaat zu
verteidigen als in wiederaufzubauen. Die Türkei wurde unterm Strich bestimmt um
Jahre, wenn nicht Jahrzehnte in ihrer Entwicklung durch Erdogan zurückgeworfen.
Am Anfang hat er gerade für die ärmsten der Armen spürbare Verbesserungen auf
die Reihe gekriegt, was bis heute nachhallt. Vergleichbar mit dem
Rüstungsprogramm der Nazis, dass vielen Menschen zu Arbeit und Brot verhalf.
Wer wollte, konnte analog zur Türkei, schon recht früh feststellen, wohin der
Weg führt. Wie schnell die rechtsstaatlichen Errungenschaften abgeschafft
werden können, wurde mehrfach bewiesen. Diese Errungenschaften sind eben nicht
selbstverständlich, sondern äußerst selten und kostbar. Wer am eigenen Leib
erfahren hat, wie es sich ohne diese Vorzüge lebt, ist deutlich dankbarer, als
diejenigen die nicht darüber nachdenken.



Die Kommunisten nicht vergessen. Die Gefahr ist links wie rechts. Wenn man sich heutige
Linksdiktaturen wie Venezuela, Kuba oder Nicaragua anschaut, dürfte klar sein, was ich meine.


.
„Wenn die Spieler nicht dazu passen, ist es, als ob man beschlägt Frösche mit Hufeisen“ (FC-Trainer Tschik Cajkovski)
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Registrierungsdatum: 28. Juni 2017

Beiträge: 1 186

327

Donnerstag, 16. August 2018, 13:06

Alle Extremisten sind Feinde der Freiheit des Einzelnen. Welchen Namen sie sich geben ist unwichtig. Die Herrschaft der Faschisten oder Kommunisten ist im Ergebnis für Normalsterbliche gleich. Das eigenständige Denken muss einer vorgegeben Ideologie untergeordnet werden, sonst drohen Repressionen.
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Powerandi

Erleuchteter

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Beiträge: 12 437

328

Freitag, 17. August 2018, 13:44

Stadionverbote
FC zieht Konsequenzen


Nach den Vorfällen am Montagabend im Anschluss an das Heimspiel des 1. FC Köln gegen Union Berlin sind von der Kölner Polizei bislang 28 offenbar beteiligte Personen festgestellt worden. Die entsprechenden Daten wurden mit der Anregung zu einem bundesweiten Stadionverbot an den FC übermittelt. Alle identifizierten Störer erhalten nach den Richtlinien des DFB ein sofort gültiges bundesweites Stadionverbot. Die Personen können innerhalb von 14 Tagen bei der Stadionverbotskommission des 1. FC Köln vorsprechen.

Quelle: https://fc.de/fc-info/news/detailseite/d…t-konsequenzen/

Geht doch FC, falls die betreffenden Personen nicht schon in den nächsten Monaten wieder begnadigt werden.
Markus Anfang: "In den nächsten Wochen und Monaten mache ich mit der Mannschaft viele Ballonfahrten, um schon mal das Aufsteigen zu üben."
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Beiträge: 1 432

329

Samstag, 18. August 2018, 10:33

Selten soviel Grütze hier im Forum gelesen wie in diesem Thread. :lol: Obwohl ich ein bißchen enttäuscht bin, dass der Vorfall nicht auch noch zu einem Nachdenkprozeß zum Thema Klimawandel geführt hat. Ich mein....wenn 100 Schläger in 50 Autos unterwegs sind, und dann noch mit Vollgas versuchen zu fliehen - mein Gott, was tun diese Witzfiguren unserer Umwelt an...

Äh, wie auch immer, zurück zum Thema: Laut ksta ist der "Hauptverdächtige" (der Einzige, der noch einsitzt) ein 24jähriger Medizintechnikstudent, der sein Studium quasi vollendet hat...nur noch in die mündliche Prüfung muss.

Ein Regelstudienzeitstreber ist der Haupttäter.......... Erinnert mich an einen anderen FC-Schläger-Prozeß vor ca. 2 Jahren, wo der Haupttäter auch ein Bubi aus gutem Hause war. War der nicht sogar noch Jurastudent...? So ändern sich die Zeiten. Der 28jährige grobschlächtige Eisenbieger ist in einer Friedensinitiative, und der Taschenträger vom Professor ist ein gemeiner Schläger.
### Ich weiß nicht immer wovon ich rede, aber ich weiß, dass ich Recht habe ###
### Zeuge Chihis ### Poldi, santo subito ###
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RvG

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 15. Juni 2015

Beiträge: 387

330

Samstag, 18. August 2018, 11:45

Grütze , naja .

Ich verstehe deinen Einwand nicht . Spielt es eine Rolle ob der Täter nun Taschenträger / Eisenbieger oder Feinmechaniker ist ?

Nun ja , vielleicht ja doch . Wenn ein Mensch mit Bildung , also der kognitiven Fähigkeit Gut und Böse zu unterscheiden , bewusst diese Grenze überschreitet ... dann gehört im nicht mal mehr die Gnade der " dummen Geburt " .
Ausreden gibt`s da keine . Nix , mit schlechter Kindheit und zerütteten Verhältnissen .
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l#seven

Meister

Registrierungsdatum: 11. Juni 2016

Beiträge: 2 006

331

Samstag, 18. August 2018, 11:56

Als ob Akademiker nicht auch vollkommen hirnverbrannt sein könnten.
"Wenn es eine Möglichkeit gäbe, auf Essen zu verzichten, damit ich mehr arbeiten kann, würde ich aufhören zu essen" Elon Musk
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Registrierungsdatum: 28. Juni 2017

Beiträge: 1 186

332

Samstag, 18. August 2018, 13:49

Das sich unter Hools und allen Verbrechern alle sozialen Schichten finden lassen, ist keine neue Erkenntnis. Der Hang zur Gewalt ist eher genetisch denn intellektuell begründet. Ähnlich beim Bedürfnis mit seiner PS strotzenden Karre durch die Innenstadt zu rasen.
In der Theorie sind Theorie und Praxis eins. In der Praxis nicht! :fcfc:

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Registrierungsdatum: 17. Juni 2015

Beiträge: 1 432

333

Samstag, 18. August 2018, 14:57

Grütze , naja .

Ich verstehe deinen Einwand nicht . Spielt es eine Rolle ob der Täter nun Taschenträger / Eisenbieger oder Feinmechaniker ist ?

Naja, die beiden Teile meines Beitrags haben ja auch nichts miteinander zu tun.

Teil 1 war die Feststellung, dass mich an den letzten Beiträgen einiges wundert. Habe ich nicht näher erklärt, hole ich nach dem (*) nach.

Teil 2 war einfach nur eine Kurzzusammenfassung was ich heute morgen im KSTA gelesen hatte. Da es der Diskussion ein bißchen an Fakten mangelt, wollte ich wenigstens ein bißchen dazu beitragen. Wenn schon im Zuge des Vorfalls hier im Thread die Gedanken zu Links-, Rechtsextremisten und Islamisten kreisen (übrigens ebenfalls Grütze), könnte man doch mal etwas aktuelles aus der Zeitung einfließen lassen...dachte ich mir.

(*) Ohne die hirnverbrannten Schwachköpfe verteidigen zu wollen, aber was ich hier gelesen habe erquickt mich nicht.

Wie kann man in mehreren Beiträgen auf "Rechtsstaatlichkeit" hinweisen und gleichzeitig deren de facto Aussetzung im aktuellen Fall anregen bzw. sich wundern, dass für diese Idioten eben auch die gleichen Prinzipien gelten, wie für jeden anderen Bürger auch?

Wie kann man sich echauffieren, dass 99 von 100 Idioten (bis auf unsren Studenten) wieder zuhause sind, und nicht eingebunkert wurden? Da wird Fluchtgefahr unterstellt... Lachhaft, noch nicht mal ein grenzdebiler Vollidiot würde nach so einem Vorfall sein ganzes Leben hinter sich abbrechen und untertauchen.

Da werden Haftstrafen ohne Bewährung eingefordert - und wo man schon mal dabei ist, für alle 100 die auf dem Parkplatz aufgegriffen hat. Wer dabei war, soll quasi eine Einheitsstrafe erhalten. Mit gehangen, mit gefangen - halt wie damals im Kindergarten. Wer sich weiße Maleranzüge anzieht ist Teil einer Verschwörung, war in den Plan eingeweiht, und soll natürlich auch in den Bunker. Idealerweise für sehr lange.

2-3 Idioten rasen also ohne Beleuchtung auf die Polizei zu. Die müssen ihre Waffen zücken und sich mit einem Hechtsprung retten. Natürlich greift hier auch wieder der Generalverdacht inklusive Generalurteil für alle 100. Was sich wirklich abgespielt hat, weiß niemand....aber der Bagger wird schon mal weit aufgerissen. Wenn man den KSTA-Artikel liest, könnte man den Eindruck gewinnen, dass es nur unser 24jährige Streberstudent war, der sich das beschriebene hat zuschulden kommen lassen. Aber lassen wir doch sicherheitshalber mal alle 100 einbuchten bis zum Sanktnimmerleinstag.

Wir sind hier nicht in der Türkei, wo man ohne Anklage und ohne Beweise eingebuchtet wird. Wir sind tatsächlich in einem Rechtsstaat. Ob es dem einzelnen schmeckt oder nicht, aber wegen sowas wandert in Deutschland keiner in den Knast. Und mit was? Mit Recht!

Ist jemand getötet worden? Nein.
Ist jemand verletzt worden? War auch nix von zu lesen.
Gab es Sachbeschädigung? Ja, der genaue Schaden ist aber nicht bekannt.
Hätte schlimmeres passieren können? Vermutlich, ist aber der Fantasie jedes Einzelnen vorbehalten.

Rechtsstaat bedeutet, dass man jedem Angeklagten etwas nachweisen muss.
Rechtsstaat bedeutet auch, dass man berücksichtigen muss was tatsächlich passiert ist, und nicht war in apokalyptischen Szenarien alles hätte passieren können.
Rechtsstaat bedeutet auch, dass sich tatsächlich Schuldige durchmogeln können, wenn man keine Tat beweisen kann.

Wer darauf nicht klarkommt, sollte vielleicht wirklich in die Türkei oder auf die Philippinen auswandern. :teuflisch:
### Ich weiß nicht immer wovon ich rede, aber ich weiß, dass ich Recht habe ###
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  • Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Caligula« (18. August 2018, 15:00)

RvG

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 15. Juni 2015

Beiträge: 387

334

Sonntag, 19. August 2018, 01:08

Ich möchte nicht in der Allianz aller Vor"redner" stehen , zumal ich tatsächlich nicht alles gelesen habe , ich für meinen Teil sehe allerdings einen Unterschied zwischen dem was der Staat daraus macht ( gerichtliches Urteil )
und dem was der 1. FC Köln daraus macht ( Hausrecht ) .

Es ist ja nun wirklich schon übel genug wenn ich solchen Leuten ( potentiell Gewaltbereit / registriert als Gewalttäter ) bei Anfahrt zum Stadion begegnen muss .

Strassenbahn mit dem " kurzen " ... zu Stoßzeiten ... das macht echt keinen Spaß mehr .

Aber gut , mein Problem . Ich fahr dann halt früher und später mit dem Öpnv . Grundsätzlich sehe ich jedoch keine Notwendigkeit mich mit diesen Idioten auch noch im Stadion beschäftigen zu müssen .
Insofern klar ....gibst du dich mit diesen Leuten als " eins " im Stadion aus .... Hausverbot !!

Buff und ENDE .

Stadionverbot !!!

Nicht unbedingt Lebenslänglich , das ist Quatsch weil jeder hat die Chance auf Besserung verdient , allerdings muss das Spürbar sein . Es mag wohl einen Teil geben bei dem selbst diese Konsequenz keine Reaktion hervor ruft. Die haben jedoch auch mit dem Fußball , mit dem Sport , mit dem Verein überhaupt nichts zu tun .

Die brauchen dann tatsächlich den Rechtsstaat als Betreuer .
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Powerandi

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 10. Juni 2016

Beiträge: 12 437

335

Sonntag, 19. August 2018, 09:29

Fragen und Antworten zu Bocklemünd und den Folgen

Vor dem Spiel des 1. FC Köln beim BFC Dynamo sorgen sich die Verantwortlichen beider Klubs sowie der Sicherheit um mögliche Auseinandersetzungen beider Fan-Lager. Ein Grund sind die Vorfälle aus der Nacht von Montag auf Dienstag in Bocklemünd. Ist die Sorge berechtigt? Hat der Fußball ein „neues“ Gewaltproblem? Gibt es wirklich eine „neue Dimension“ des Hasses und der Aggressivität zwischen rivalisierenden Fan-Lagern, wie es die Polizei interpretierte? Oder stammt das Problem aus einer anderen Richtung? Eine Aufarbeitung der wichtigsten Fragen.

Quelle: https://geissblog.koeln/2018/08/fragen-u…und-den-folgen/
Markus Anfang: "In den nächsten Wochen und Monaten mache ich mit der Mannschaft viele Ballonfahrten, um schon mal das Aufsteigen zu üben."
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Powerandi

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 10. Juni 2016

Beiträge: 12 437

336

Sonntag, 19. August 2018, 11:00

falscher Trööt
Markus Anfang: "In den nächsten Wochen und Monaten mache ich mit der Mannschaft viele Ballonfahrten, um schon mal das Aufsteigen zu üben."
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  • Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Powerandi« (19. August 2018, 11:01)

smokie

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 27. Juli 2016

Beiträge: 5 781

337

Sonntag, 19. August 2018, 11:16

@Caligula
Letztlich ist doch alles eine Frage der Position: Wenn ICH mir beispielsweise härtere Strafen wünsche, ist natürlich Voraussetzung dafür, dass sie auch rein rechtlich möglich sind und hierfür die gesetzliche Grundlage geschaffen ist bzw. wird.
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Westerwald-Jupp

Fortgeschrittener

Registrierungsdatum: 7. Juni 2016

Beiträge: 277

338

Sonntag, 19. August 2018, 11:43

Grütze , naja .

Ich verstehe deinen Einwand nicht . Spielt es eine Rolle ob der Täter nun Taschenträger / Eisenbieger oder Feinmechaniker ist ?

Naja, die beiden Teile meines Beitrags haben ja auch nichts miteinander zu tun.

Teil 1 war die Feststellung, dass mich an den letzten Beiträgen einiges wundert. Habe ich nicht näher erklärt, hole ich nach dem (*) nach.

Teil 2 war einfach nur eine Kurzzusammenfassung was ich heute morgen im KSTA gelesen hatte. Da es der Diskussion ein bißchen an Fakten mangelt, wollte ich wenigstens ein bißchen dazu beitragen. Wenn schon im Zuge des Vorfalls hier im Thread die Gedanken zu Links-, Rechtsextremisten und Islamisten kreisen (übrigens ebenfalls Grütze), könnte man doch mal etwas aktuelles aus der Zeitung einfließen lassen...dachte ich mir.

(*) Ohne die hirnverbrannten Schwachköpfe verteidigen zu wollen, aber was ich hier gelesen habe erquickt mich nicht.

Wie kann man in mehreren Beiträgen auf "Rechtsstaatlichkeit" hinweisen und gleichzeitig deren de facto Aussetzung im aktuellen Fall anregen bzw. sich wundern, dass für diese Idioten eben auch die gleichen Prinzipien gelten, wie für jeden anderen Bürger auch?

Wie kann man sich echauffieren, dass 99 von 100 Idioten (bis auf unsren Studenten) wieder zuhause sind, und nicht eingebunkert wurden? Da wird Fluchtgefahr unterstellt... Lachhaft, noch nicht mal ein grenzdebiler Vollidiot würde nach so einem Vorfall sein ganzes Leben hinter sich abbrechen und untertauchen.

Da werden Haftstrafen ohne Bewährung eingefordert - und wo man schon mal dabei ist, für alle 100 die auf dem Parkplatz aufgegriffen hat. Wer dabei war, soll quasi eine Einheitsstrafe erhalten. Mit gehangen, mit gefangen - halt wie damals im Kindergarten. Wer sich weiße Maleranzüge anzieht ist Teil einer Verschwörung, war in den Plan eingeweiht, und soll natürlich auch in den Bunker. Idealerweise für sehr lange.

2-3 Idioten rasen also ohne Beleuchtung auf die Polizei zu. Die müssen ihre Waffen zücken und sich mit einem Hechtsprung retten. Natürlich greift hier auch wieder der Generalverdacht inklusive Generalurteil für alle 100. Was sich wirklich abgespielt hat, weiß niemand....aber der Bagger wird schon mal weit aufgerissen. Wenn man den KSTA-Artikel liest, könnte man den Eindruck gewinnen, dass es nur unser 24jährige Streberstudent war, der sich das beschriebene hat zuschulden kommen lassen. Aber lassen wir doch sicherheitshalber mal alle 100 einbuchten bis zum Sanktnimmerleinstag.

Wir sind hier nicht in der Türkei, wo man ohne Anklage und ohne Beweise eingebuchtet wird. Wir sind tatsächlich in einem Rechtsstaat. Ob es dem einzelnen schmeckt oder nicht, aber wegen sowas wandert in Deutschland keiner in den Knast. Und mit was? Mit Recht!

Ist jemand getötet worden? Nein.
Ist jemand verletzt worden? War auch nix von zu lesen.
Gab es Sachbeschädigung? Ja, der genaue Schaden ist aber nicht bekannt.
Hätte schlimmeres passieren können? Vermutlich, ist aber der Fantasie jedes Einzelnen vorbehalten.

Rechtsstaat bedeutet, dass man jedem Angeklagten etwas nachweisen muss.
Rechtsstaat bedeutet auch, dass man berücksichtigen muss was tatsächlich passiert ist, und nicht war in apokalyptischen Szenarien alles hätte passieren können.
Rechtsstaat bedeutet auch, dass sich tatsächlich Schuldige durchmogeln können, wenn man keine Tat beweisen kann.

Wer darauf nicht klarkommt, sollte vielleicht wirklich in die Türkei oder auf die Philippinen auswandern. :teuflisch:
Salve mein Cäsar!

wohltuend am frühen Sonntagmorgen einen derart differenzierten Beitrag zu einem Thema lesen zu dürfen, bei dem selbst ansonsten kluge Geister der Versuchung erliegen, sich allzu geschmeidig rhetorisch in die Nähe des "gesunden Volksempfindens" zu begeben. Ich glaube ich muss meine Haltung zur Autokratie im Allgemeinen und zur Römischen im Besonderen wohl noch mal überdenken :teuflisch:

Es ist ja gerade groß in Mode, den Rechtsstaat mit seinen zugegebenermaßen manchmal absurd erscheinenden Auswirkungen (z.B. Sami A.) zu beschimpfen, ohne die Alternativen zu bedenken. Bei dem Bus voll im Umfeld des Fußball auftretenden Gewalttätern ist in der Tat wahrscheinlich leider Hopfen und Malz verloren und es gilt das was für alle empathiefreien Lebewesen gilt: Solange die Vorteile (in welcher abstrusen Form auch immer) die aus deren Handeln entstehenden Nachteile überwiegen, werden sie ihr Tun nicht ..ähem.. überdenken, es sei denn die Motivation zur Umkehr kommt aus einem anderen relevanten Bereich. Diesbezüglich sind erfahrungsgemäß insbesondere potentielle weibliche (oder je nach Orientierung auch männliche oder was es sonst noch gibt in der Gender-Gemeinschaft) Geschlechtspartner, die über ein gewisses Maß an intellektueller und/oder sozialer Kompetenz verfügen, als Motivationsanreiz geeignet. Für's erste wäre es, glaube ich, schon mal 'ne Idee, den Empathielosen den narzisstischen Gewinn aus ihren Taten signifikant zu schmälern, in dem man ihnen die öffentliche Bühne entzieht und nicht über sie wie über schmuddelige Popstars beinahe täglich berichtet. Ich persönlich glaube nicht, dass das "Problem" heute größer ist als vor 30 oder 40 Jahren. Ich habe auch schon auf dem Parkplatz des Duisburger Wedaustadions auf dem Boden unseres Fanbusses gelegen, während um uns herum die Scheiben unter einem Pflastersteinhagel zersplitterten. Das hat nur damals - einschließlich der "Ordnungskräfte" vor Ort - keine Sau interessiert, heute kommst du damit in die "Heute-Nachrichten" und kriegst im Express einen Fortsetzungsroman. Selbstredend kann man über alles schreiben, ob man es muss, ist eine andere Frage, vor allem wenn man erkennt, dass die inflationäre Publizierung der Vorfälle das Problem nicht kleiner macht, sondern im Gegenteil sogar noch einen - bei der narzisstischen Persönlichkeitsstrukur der Gewaltsuchenden nicht zu unterschätzenden - Motivationsanreiz darstellt. Manchmal habe ich den Eindruck, dass man die - gemessen an der Gesamtheit der -positiv- eindrucksvollen FC-Fangemeinde verschwindend wenigen, aber leider das Bild unseres Vereins stark bestimenden - empathiefreien Vollhonks für Express und Konsorten erfinden müsste, wenn es sie nicht schon gäbe.

Saluti dal Westerwald!
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AbuHaifa

Erleuchteter

Registrierungsdatum: 11. Juni 2016

Beiträge: 3 409

339

Sonntag, 19. August 2018, 17:42

Grütze , naja .

Ich verstehe deinen Einwand nicht . Spielt es eine Rolle ob der Täter nun Taschenträger / Eisenbieger oder Feinmechaniker ist ?

Naja, die beiden Teile meines Beitrags haben ja auch nichts miteinander zu tun.

Teil 1 war die Feststellung, dass mich an den letzten Beiträgen einiges wundert. Habe ich nicht näher erklärt, hole ich nach dem (*) nach.

Teil 2 war einfach nur eine Kurzzusammenfassung was ich heute morgen im KSTA gelesen hatte. Da es der Diskussion ein bißchen an Fakten mangelt, wollte ich wenigstens ein bißchen dazu beitragen. Wenn schon im Zuge des Vorfalls hier im Thread die Gedanken zu Links-, Rechtsextremisten und Islamisten kreisen (übrigens ebenfalls Grütze), könnte man doch mal etwas aktuelles aus der Zeitung einfließen lassen...dachte ich mir.

(*) Ohne die hirnverbrannten Schwachköpfe verteidigen zu wollen, aber was ich hier gelesen habe erquickt mich nicht.

Wie kann man in mehreren Beiträgen auf "Rechtsstaatlichkeit" hinweisen und gleichzeitig deren de facto Aussetzung im aktuellen Fall anregen bzw. sich wundern, dass für diese Idioten eben auch die gleichen Prinzipien gelten, wie für jeden anderen Bürger auch?

Wie kann man sich echauffieren, dass 99 von 100 Idioten (bis auf unsren Studenten) wieder zuhause sind, und nicht eingebunkert wurden? Da wird Fluchtgefahr unterstellt... Lachhaft, noch nicht mal ein grenzdebiler Vollidiot würde nach so einem Vorfall sein ganzes Leben hinter sich abbrechen und untertauchen.

Da werden Haftstrafen ohne Bewährung eingefordert - und wo man schon mal dabei ist, für alle 100 die auf dem Parkplatz aufgegriffen hat. Wer dabei war, soll quasi eine Einheitsstrafe erhalten. Mit gehangen, mit gefangen - halt wie damals im Kindergarten. Wer sich weiße Maleranzüge anzieht ist Teil einer Verschwörung, war in den Plan eingeweiht, und soll natürlich auch in den Bunker. Idealerweise für sehr lange.

2-3 Idioten rasen also ohne Beleuchtung auf die Polizei zu. Die müssen ihre Waffen zücken und sich mit einem Hechtsprung retten. Natürlich greift hier auch wieder der Generalverdacht inklusive Generalurteil für alle 100. Was sich wirklich abgespielt hat, weiß niemand....aber der Bagger wird schon mal weit aufgerissen. Wenn man den KSTA-Artikel liest, könnte man den Eindruck gewinnen, dass es nur unser 24jährige Streberstudent war, der sich das beschriebene hat zuschulden kommen lassen. Aber lassen wir doch sicherheitshalber mal alle 100 einbuchten bis zum Sanktnimmerleinstag.

Wir sind hier nicht in der Türkei, wo man ohne Anklage und ohne Beweise eingebuchtet wird. Wir sind tatsächlich in einem Rechtsstaat. Ob es dem einzelnen schmeckt oder nicht, aber wegen sowas wandert in Deutschland keiner in den Knast. Und mit was? Mit Recht!

Ist jemand getötet worden? Nein.
Ist jemand verletzt worden? War auch nix von zu lesen.
Gab es Sachbeschädigung? Ja, der genaue Schaden ist aber nicht bekannt.
Hätte schlimmeres passieren können? Vermutlich, ist aber der Fantasie jedes Einzelnen vorbehalten.

Rechtsstaat bedeutet, dass man jedem Angeklagten etwas nachweisen muss.
Rechtsstaat bedeutet auch, dass man berücksichtigen muss was tatsächlich passiert ist, und nicht war in apokalyptischen Szenarien alles hätte passieren können.
Rechtsstaat bedeutet auch, dass sich tatsächlich Schuldige durchmogeln können, wenn man keine Tat beweisen kann.

Wer darauf nicht klarkommt, sollte vielleicht wirklich in die Türkei oder auf die Philippinen auswandern. :teuflisch:
Bravo.
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Aixbock

Meister

Registrierungsdatum: 7. Juni 2016

Beiträge: 1 942

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Sonntag, 19. August 2018, 21:03


Rechtsstaat bedeutet, dass man jedem Angeklagten etwas nachweisen muss.
Rechtsstaat bedeutet auch, dass man berücksichtigen muss was tatsächlich passiert ist, und nicht war in apokalyptischen Szenarien alles hätte passieren können.
Rechtsstaat bedeutet auch, dass sich tatsächlich Schuldige durchmogeln können, wenn man keine Tat beweisen kann.

Wer darauf nicht klarkommt, sollte vielleicht wirklich in die Türkei oder auf die Philippinen auswandern. :teuflisch:

Das kann man sehr viel kürzer fassen. Rechtsstaat bedeutet, und das ist das entscheidende, den Primat des Rechts vor der Politik.

D.h. auch die Regierung und andere politische Organe unterstehen dem Recht. Und das heißt: die Jurisdiktion ist unabhängig, was wiederum heißt: ein Staat, in dem die Staatsanwaltschaft weisungsgebunden ist, erfüllt nicht die strenge Norm eines Rechtsstaats. Ein Staat, in dem politische Parteien auskungeln, wer Richter am Verfassungsgericht wird, erfüllt nicht die strenge Norm eines Rechtsstaaats. Ein Staat, in dem die Exekutive sich ohne weiteres über geltendes Recht hinwegsetzen kann, erfüllt nicht die strenge Norm eines Rechtsstaats. Eine Politik, die, wenn es ihr gerade paßt, auf den Rechsstaat pfeift, aber immer dann, wenn Bürger mit gesunden Menschenverstand den Kopf schütteln, auf den Rechtsstaat pocht, die instrumentalisiert das Recht für ihre Zwecke, und das auch noch gegen den, der eigentlich der Souverän in einer Demokratie ist.
Aixbock
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"Der Don Quichote von heute kämpft nicht gegen
Windräder, er stellt sie auf." – Wolfgang Buschmann









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